veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners


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Regelverstöße …

… machen manchmal durchaus Spaß!

Ich darf ja laut der Leistungsdiagnostik erstmal nur mit 30 min. Joggen 1 x pro Woche weitermachen. Gestern hatte ich mich verabredet mit einer lieben Kollegin, die in etwa auf dem gleichen Konditionslevel ist wie ich. Die Arme. Na, Quatsch beiseite – wir sind beide toll und steigern uns jeden Tag!

Gemeinsam haben wir uns eine Strecke gesucht, die nicht so hügelig ist und so trabten wir gemeinsam um den Waldsee. Runde um Runde, Kilometer für Kilometer. Und was soll ich sagen? Insgesamt war’s dann über 1 Stunde (Regelverstoß!) und gute 6,6 Kilometer. Und es hat solchen Spaß gemacht! Ich war schmerzfrei, die Hüfte war brav – der Puls nicht ganz so, aber noch im Rahmen … es war toll! Das erste Mal habe ich es geschafft, fast 10 Minuten am Stück durchzulaufen, und ich hätte sogar noch länger gekonnt, wenn sich nicht der Puls gesagt hätte: „Machen wir doch mal einen Hüpfer nach oben, mal sehen was nach der 161 kommt …!“ Und da der Puls immer recht hat und ich nicht 2 Regelverstöße innerhalb einer Laufeinheit begehen wollte, hielt ich mich an die U161-Regel.

Heute dann „Ruhetag“ – ich hab’s auch gebraucht, zwar kein Muskelkater, aber doch etwas lahm – daher nur gute 6 Kilometer Hundespaziergang, danach neues T-Shirt aus Great Britain anprobiert und feine Auberginen-Balsamico-Pasta gekocht. Die netten Jungkühe treffen wir immer bei der abendlichen Gassirunde. Hübsch sind sie!

Nun wünsche ich eine geruhsame Nacht, morgen wird’s wieder heiß! Zeit für den Bodensee.

Highlights des heutigen Tages

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Alles mit Maß und Ziel.

Dieser Spruch gilt vermutlich für viele Bereiche des Lebens. Natürlich auch für Essen und Sport. Und da muss ich mich selber an der Nase fassen: Ich habe oft die Tendenz zu übertreiben. Ob es nun darum geht zuviel zu essen oder zuviel Sport zu treiben, das Thema „Maß halten“ fällt mir grundsätzlich schwer.

Das habe ich diese Woche gemerkt: 4 Laufeinheiten – 2 davon sehr anstrengend, bei denen ich an mein Limit gegangen bin (das ehrlicherweise sehr schnell erreicht ist, aber deswegen trainiere ich ja). Eine Einheit Muskelaufbautraining mit dem eigenen Körpergewicht und am Freitag noch eine Runde Yoga. Und eben dieses Yoga brachte mich zum Nachdenken. Ich hatte am nächsten Tag einen unglaublichen Muskelkater an Stellen, die normalerweise selten schmerzen, wie zum Beispiel die Rückseite des Oberschenkels und die Muskulatur rund um die Taille.

Bei der nächsten Laufeinheit spürte ich das bei jedem Schritt. Es war nicht wirklich angenehm. Eigentlich hätte heute der längste Lauf der Woche werden sollen, bei dem ich nochmal versuche mein Tempo zu verbessern. Kurzerhand habe ich heute morgen beschlossen: Länge ja, Power nein. Ich war über 1 Stunde unterwegs, habe zwischendurch Balance-Übungen auf Steinen im Bach gemacht und es fühlte sich besser an, mich etwas zurückzunehmen, gemütlicher zu laufen bzw. zu walken und nicht schon wieder alles von mir selbst abzuverlangen.

Jetzt muss ich nur noch mit dem kleinen, schlechten Gewissen klarkommen, dass sich schon wieder meldet und sagt: Da wär doch noch mehr gegangen heute!

Nein, eben nicht … manchmal ist ein Gang zurück genau richtig. Ich wünsche euch einen schönen, entspannten Sonntag!

P.S. Habe heute noch spontan einen Mini-Protein-Shake kreiert mit puddingartiger Konsistenz. Wer mag, probiert’s!


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Mein Körper, mein Freund.

Gerade eben komme ich von einer Runde Yoga zurück. Weit muss ich dafür nicht gehen, nur ein Stockwerk höher in mein, nennen wir es mal „Büro-Kinderzimmer-Sportraum-Gruschtkammer“. Seit längerer Zeit habe ich kein Yoga mehr gemacht. Wieso eigentlich nicht? Andere Interessen, zuwenig Zeit (denkt man ja meist), mehr Lust auf Muskelaufbau-DVD’s, lieber laufen, … und so weiter.

Aber heute – eigentlich Ruhetag – dachte ich mir, ich leg mal eine Runde „Harter Hund“ ein. So heißt die anstrengendste Sequenz in Susanne Fröhlich’s erster Yoga-DVD. Dieser harte Hund machte mir von Anfang an zu schaffen, denn der ist nicht ohne. Im herabschauenden Hund zu stehen und dann noch ein Bein gestreckt nach hinten zu heben (das nennt sich dann Taube), war für mich ein Ding der Unmöglichkeit. Bis heute.

Heute lief das ohne gröbere Schwierigkeiten. Und dann kam das Ende. Nämlich der Schulterstand. Sowas wie eine Kerze – kennt ihr vielleicht noch aus dem Turnunterricht (wie ich das gehasst habe). Seit 1,5 Jahren habe ich nun dieses DVD. Den Schulterstand konnte ich nie mitmachen. Zuwenig Bauch- und Rückenmuskulatur und auch sonst zuwenig von allem was man so dafür braucht. Heute also zum Schluss wieder Schulterstand: ich probierte es zumindest. Langsam hob sich mein Körper in die Höhe und tatsächlich schaffte ich einen – ich vermute in etwa halben – Schulterstand, der dem schiefen Turm von Pisa glich.

Kann euch kaum sagen, was für ein sensationelles Gefühl das ist. Nein, es war gar nicht nur ein Gefühl. Es waren gleich mehrere: Erschrecken, Freude, Verblüffung, Faszination, Überraschung … noch viel mehr und vor allem eins: Stolz.

Stolz auf meinen Körper, der nach jahrelanger Jojo-Tortur immer noch zu mir hält. Der immer noch in der Lage und gewillt ist, sich zu verändern. Mitzumachen bei dem, was ich vorhabe. Der so wandelbar ist, dass ich es nie geglaubt hätte. Der nicht perfekt ist, aber der beste – und der einzige – den ich habe. Ja, darauf bin ich wirklich stolz!

Ich & mein Körper im Juni 2013


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Von Sonnenstunden, Yogaschmerzen und Tofuburgern

War das heute ein sensationeller Sommersonnentag?

Ich finde ja und besonders schön, wenn man dann frei hat und sich den Luxus gönnen kann, ein paar Stunden davon im Freibad zu verbringen. Das habe ich heute gemacht und diesmal war ich richtig gut vorbereitet: ich habe Melone und toskanischen Brotsalat mitgenommen.

Gestern hat mich nämlich eiskalt der kleine Hunger erwischt. Und dann stehst du dort vor dem Kiosk und das einzig nicht Tierische sind Pommes mit Ketchup. Eigentlich schade, aber irgendwie nicht anders zu erwarten. Und allein das ist auch schon wieder schade… ich würde mir mehr Einfallsreichtum wünschen. Es gibt doch noch ein Leben jenseits von Currywurst, Wienerle und Salat mit Putenbruststreifen, oder etwa nicht?

Aus mehreren Gründen habe ich mein heutiges Training aufs Spinningbike verlegt: am Montag habe ich 25 min. Yoga gemacht. Heute ist Mittwoch und ich komm immer noch kaum die Treppen hoch. Ich kann es mir nicht erklären, aber sämtliche Gelenke in meinem Körper fühlen sich an, als hätte man sie mehrmals ordentlich durchgeschüttelt. Schuld war der herabschauende Hund. Nur gut, dass ich Hundefan bin. Dazu kam, dass ich heute Abend recht deutlich spüren durfte, dass ich vormittags 3 Stunden an der fantastischen Sonne war – allerdings mit LSF 50, meiner Haut ist also nix passiert. Aber mein Kopf…. naja…. da fällt mir ein: ist Sonnencreme eigentlich vegan? Und falls nein, kennt jemand eine vegane Sonnencreme-Marke?

Genau das meine ich, wenn ich sage, ich hab einen langen Weg vor mir. Manche Dinge fallen mir erst im Nachhinein ein. Ich geh von so vielen Dingen davon aus, dass sie selbstverständlich keine tierischen Bestandteile haben. Aber dank eines Facebook-Eintrages von Foodwatch bin ich heute wieder eines Besseren belehrt worden. Wer mag schaut mal auf meine Seite, dort findet ihr das Posting. 

Aber zurück zum Thema: ich habe mich heute auf mein Spinningbike geschwungen und bin satte 40 Minuten geradelt, was bei dieser wunderbaren Hitze das Höchste der Gefühle für mich war. Tropfnass und glücklich (aber ein bisschen genervt, weil ich vergessen habe, die Aufzeichnungstaste meines Pulsmessers zu drücken – was heißt mir fehlen jetzt 40 min. meines Wochenpensums und das könnte wiederum bedeuten, dass ich nächsten Montag keinen „Pokal“ bekomme – was war das Leben einfach ohne Pulsmesser… seufz….) – jedenfalls habe ich mich an die Arbeit gemacht und meinen ersten veganen Tofuburger produziert. Gut, es war Gemeinschaftsarbeit. Ich habe alles gehäckselt und die fiese Arbeit (eine Art Teig draus machen und die Burger formen und braten) habe ich meinem Mann überlassen.  Hier das Ergebnis:

Ist er nicht wunder-wunderschön? Und ich kann euch sagen: Geschmeckt hat er sensationell! Lecker!

Da könnte sich der Kioskbetreiber vom Freibad mal eine Scheibe abschneiden… vielleicht nehm ich so einen Burger morgen mit und leg ihn in die Küche mit dem Kommentar: „Heute mittag um 12 Uhr komm ich wieder – und da ist der schön medium gebraten, capito?“

Ich wünsche euch einen schönen Sommerabend und eine angenehme Nacht.