veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners


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Im Moment sitze ich gerade vor meinem Laptop – eine große Tasse grünen Tee und eine Riesenflasche Evian neben mir – und frage mich, ob mein Blog noch irgendwelche Leser hat. Denn lange, lange habe ich nichts mehr von mir hören lassen. Der letzte Eintrag stammt vom Januar – und ehrlich: In der Zwischenzeit war ich nicht besonders sportlich. Der lange Winter hat mir nicht gut getan – einer meiner geliebten Hunde ist gestorben und auch sonst ist vieles anders als noch vor einigen Monaten. Nicht unbedingt schlechter, nicht unbedingt besser. Nur anders.

Was hervorragend ist: Ich nähere mich von oben her gesehen, der 70-kg-Grenze. Endlich! Es ist schön, 24 Kilo leichter zu sein und zu laufen. Auch wenn es mich irritiert, dass ich mittlerweile mehr Wehwehchen beim Laufen habe, als mit meinem Übergewichts-Rucksack. Oder ich bin empfindlicher geworden, mag auch sein.

Seit letztem Samstag haben wir wieder Zuwachs bekommen: Tori, ein kroatischer Tornjak-Mischling (bitte googlen – ich wusste auch nicht was es ist), ist bei uns eingezogen. Eigentlich war kein Hund mehr geplant, aber als ich sein Gesicht via Facebook sah, mit dem Tötungstermin 2 Tage später und ich entdeckte, dass niemand ihn haben wollte, da konnte ich nicht anders. Jetzt ist er da und er braucht richtig viel Auslauf! Da dachte ich mir – wieso nicht gleich für’s eigene Wohlbefinden nutzen? Die Anmeldung für den Marathon (12 km – Viertelmarathon) steht ja bereits. Ich habe nun also einen vierbeinigen Personal-Trainer, der mich bei Wind und Wetter zum Laufen bringt. Was will man mehr?

Die Entzündung in der Hüftsehne ist mittlerweile abgeklungen – ich starte also mit Walken. Und zwar täglich. Derzeit zwischen 3 – 10 Kilometer. Allerdings nicht am Stück. Gestern waren es 3 Tori-Kilometer, 3-Möpse-Kilometer (das sind meine anderen 3 Hunde) und abends nochmal 4 Tori-Kilometer.

Das Ganze verbinde ich mit Vegan for Fit – Nahrung. Mittlerweile ist das ja in aller Munde – hoffe ich zumindest. Denn ich habe selten so gut gegessen. Herrlich! Dazu eine Ladung Matcha am Tag und mir geht es gut. Nur der abendliche Hunger, nach dem kohlenhydratfreien Abendessen macht mir etwas zu schaffen. Da bin ich dann tatsächlich nicht immer ganz so brav und schieb mir auch nach 19 Uhr (da sollte ja die Grenze sein), noch schnell einen Löffel Erdnussmus zwischen die Kiemen. Beruhigt den Magen und die Nerven.

Wann werde ich wieder anfangen richtig zu laufen? Tja, das wüsste ich auch gerne. Mal sehen, jetzt mal runter auf 70 Kilo, denn ich denke, jedes Kilo weniger hilft beim Laufstart. Und dann beginne ich. Ganz langsam. Aber das kennen wir ja schon 🙂

Hier ein Foto von meinem Personal-Trainer und mir: Tori & me (nein, er frisst mich auf dem Bild nicht auf – er schleckt nur, aber auch das ist ganz schön eklig, man sieht es an meinem Gesichtsausdruck)

Und was gibt’s heute noch? Auf jeden Fall Attila’s „Rote Linsensuppe“ und evtl. noch eine Einheit Yoga. Oder doch nochmal Laufen? Hm, mal sehen …