veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners


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1,2,3 – Eiskalt erfrischt!

Jetzt schreib ich meine Blog-Einträge schon mitten in der Nacht. Aber ist ja kein Wunder bei der Hitze. Da ist man tagsüber doch für alles zu erledigt. Training war heute keines angesagt. Heute ist Ruhetag. Natürlich nur für mich und nicht für die Hunde:  drei Kilometer morgens früh und knappe vier Kilometer dann heute Abend bei kühleren Temperaturen.

Nachmittags kam mir dann eine Blitzidee, da ich Lust auf Eis hatte. Ich hatte im Laden schon ein fertiges Sorbet in der Hand. Dann las ich die Zutatenliste und legte es wieder zur Seite. Wozu braucht ein Eis – mit nur einer Sorte Frucht – 15 Zutaten, von denen ich die Hälfte nicht mal aussprechen kann?

Ich dachte mir, das geht auch einfacher. Kurzerhand habe ich heute ein Heidelbeer-Joghurt-Eis gemacht. Mit sage und schreibe drei Zutaten:

  • Heidelbeeren
  • Sojajoghurt (natur ohne Zucker – meine Lieblingsmarke ist Sojadé)
  • Agavensirup (wer’s süßer mag – sonst weglassen)

Und so könnt ihr das ganz einfach nachmachen:

frische Heidelbeeren (oder anderes Obst, aber die kleinen Beeren gehen am schnellsten) in den Tiefkühler stellen und gefrieren lassen – nach einiger Zeit rausnehmen (bei mir war’s ca. 1 Stunde) – mit Sojajoghurt und einem Schuss Agavensirup in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer pürieren.

Ihr müsst vielleicht ein wenig experimentieren mit den Kühlzeiten. Meine Heidelbeeren hätten noch eine Stunde länger vertragen – aber es war auch so extrem lecker. Ein eiskaltes, erfrischendes Heidelbeere-Joghurt. Geht auch mit Banane (in Scheiben schneiden, einfrieren) oder anderem Obst. Seid kreativ! Mango könnte ich mir auch gut vorstellen.

Tipp für Zeitlose: wenn’s schnell gehen muss, nehmt bereits tiefgekühltes Obst wie zB Himbeeren und püriert es mit dem Sojajoghurt. Fertig. Lecker. Mahlzeit!

Das Glück hat eine Farbe: blau!

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Das Linsendrama und die Sache mit den Zielen

Heute ist es heiß, wie fast jeden Tag. Ich bin frühmorgens sagenhafte 8 Kilometer gelaufen in, für mich, sagenhaften 74 min. und 30 sec. Passt, bin zufrieden! Zwei Dinge sind mir dabei durch den Kopf gegangen (im wahrsten Sinne des Wortes) und darüber möchte ich euch berichten.

1. Das Linsendrama
Die Kurzform: ich, kurzsichtig, vertrage sehr schlecht Kontaktlinsen, mindestens 10 – 15 verschiedene ausprobiert. Letztes Jahr auf den Optiker meines Vertrauens gestoßen (PRAEG in Bregenz) und tatsächlich nach langem Forschen und viel Einsatz von Optikermeister Thomas fanden wir auch für mich eine Linse, die ich zum Sport verwenden kann, trotz meiner extrem trockenen Augen. Ich trage normalerweise keine Linsen und bestell sie meist auch nur im Sommer, wenn ich vermehrt draußen bin und schwitze und kein zusätzliches Gewicht mir mir rumschleppen will (jedes Gramm zählt 😉 ).

Auch diesen Sommer war es wieder soweit. Gestern abend lief ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder mit Linsen rum. Abends dann das übliche Theater: wie bringt man die Dinger wieder raus? Die ersten 3-5 x stelle ich mich da ziemlich doof an, aber ich weiß es ja. Das Wichtigste ist, die Ruhe zu bewahren, wenn es nicht gleich klappt. Linse links flutschte einfach so raus. Perfekt. Linse rechts will nicht. Bleibt lieber drin. Ok, ruhig bleiben, was anderes machen. Spaziere ein wenig im Flur rum, ziehe aufgrund plötzlicher Hitzewallungen mein T-Shirt aus und probiere nochmal. Autsch! Irgendwas ist jetzt anders. Noch 2 Versuche – jedes Mal wieder Schmerz, unangenehm. Ich reiße die Augen auf, blicke in den Spiegel, suche nach dem Rand der verflixten Linse. Sehe nichts. Leichte Panik kommt auf … stürme zu meinem Mann und behaupte, dass die Linse in meinem Auge verschwunden ist. Auge schon recht rot und beleidigt. Er untersucht mein Auge, findet auch nichts. Sicher, dass sie nicht rausgefallen ist? Natürlich nicht! Diese Gummidinger fallen nicht einfach so raus und außerdem hätte sie dann im Waschbecken liegen müssen. Mittlerweile 23.30 Uhr, Auge noch geröteter, ich todmüde und aufgeregt. Sah mich schon einäugig im Bus nach Bregenz fahren, um mich einer gröberen Untersuchung zu stellen, wie mein Auge es geschafft hat, die Kontaktlinse zu verschlucken.

Praktisch denkend wie Männer oft mal sind, kommt nun die Taschenlampe zum Einsatz. Jeder Quadratzentimeter im Bad wird abgesucht. Bei CSI Miami klappt das schließlich auch, meint er nur. Nichts. „Und du bist sicher, dass du immer noch was im Auge spürst?“ Ich weiß es nicht mehr. Das Auge zieht und ob jetzt was drin ist oder nicht oder es nur weh tut, weil ich zigmal reingepatscht habe – keine Ahnung. „Was genau hast du gemacht? Irgendwas ausgezogen?“ fragt Ehemann in CSI-Manier. Ich hole das T-Shirt. Nichts drauf. „Und hast du da schonmal reingeschaut?“ Der Finger zeigt auf mein Dekolleté. Ähm, nein, aber wie soll sie denn bitte  da rein … huch, da ist sie! Schon ganz verschrumpelt.

Tja, so kann es gehen, meine Damen. Immer auch das Dekolleté in die Suche miteinbeziehen, sollte euch mal was Ähnliches passieren!

Themenwechsel, das hier ist wirklich etwas peinlich … nur noch eins: wenn ihr in Bregenz seid oder in der Nähe wohnt und eine Brille oder Linsen braucht, besucht den Thomas und die Ingrid mit ihrem Team in der Kaiserstraße – selten so einen tollen Service erlebt und was Brillen und Kontaktlinsen angeht die tollste Beratung, die ich in den letzten 10 Jahren hatte! 

2. Die Sache mit den Zielen
Kürzlich las ich im Forum auf einer Seite für Abnehmwillige von einer Dame, die schrieb „Traumgewicht muss ja gar nicht sein – wär schon froh, wenn mir die Hosen etwas besser passen“. Dieser Satz hat mich völlig irritiert. Ich wäre noch nie auf die Idee gekommen „nur“ deswegen irgendeine Anstrengung zu unternehmen. Da hätte ich dann lieber eine größere Hose gekauft. Mag sein, dass das manche anders sehen – wie es meistens im Leben so ist – aber mit diesem Ziel vor Augen glaube ich nicht, dass ich mich selber hätte motivieren können, irgendwas in meinem Leben zu ändern.

Meine Ziele sind enorm hoch gesteckt. Ich habe mir von Anfang an vorgenommen rund 35 kg abzunehmen und am besten noch im selben Jahr an einem Halbmarathon teilzunehmen. Hätte ja auch sagen können 10 kg wären ganz nett und ich lauf halt mal so 2 x die Woche. Einfach so. Ich weiß aber, dass ich es dann nicht tue.

Ich weiß  das Zitat von Attila Hildmann nicht mehr korrekt auswendig, das er in seinem Buch „Vegan for Fit“ benutzt, aber sinngemäß lautet es so:

„Nimm dir den Mond als Ziel – und wenn’s nicht klappt, dann landest du immer noch bei den Sternen“

Warum sich nicht mal das Unmögliche vorstellen? 5, 10, 20 oder 40 kg leichter, im kurzen Laufhöschen, auf dem Fahrrad, Ziellinie vom Marathon oder Triathlon überqueren, eine neue persönliche Bestzeit erreichen, die Kollegen, den Mann, Freunde und Familie beeindrucken, leicht wie eine Feder am ewig nervenden Mitmenschen vorbeijoggen, der sowieso dachte, dass du es niemals packst … träumen darf man doch. Und wenn man nur einen Teil davon umsetzt, dann ist das mehr, als gar nichts zu tun und auf der Couch zu sitzen und darauf zu hoffen, dass die Hosen vielleicht mal wieder besser passen.

Also, mal ehrlich: Wovon träumst du ?


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Von Möpsen und anderen Missverständnissen

Heute habe ich kurzerhand einen Termin bei meinem Physiotherapeuten Norbert organisieren können. Der zwickende Muskel im linksseitigen Hüft-Bauch-Bereich, ließ mir doch keine Ruhe mehr. Norbert hat mich zuletzt Anfang Januar 2013 gesehen und behandelt und war äußerst positiv überrascht, als ich ihm heute gegenüberstand. Folgender Begrüßungsdialog hat mich dazu veranlasst, heute mit ein paar „Missverständnissen“ aufzuräumen:

Ich: „Hallo, schön dich zu sehen! Ist ja schon eine Zeit lang her …“
Norbert: „Ja, Wahnsinn – eine halbe Ewigkeit. Aber ich musste viel an dich denken!“
Ich: „Ach, tatsächlich? Wieso das denn?“
Norbert: „Naja, wegen der Möpse!“
Ich: „Die sind dir in Erinnerung geblieben?“
Norbert: „Ja total. Mittlerweile find ich die echt klasse!“

Ähm, ja.
An dieser Stelle möchte ich das erste Missverständnis ausräumen: Norbert sprach von meinen Hunden. Könnte man auch anders verstehen. Aber Fakt ist, es handelte sich bei dem Gespräch um kleine, stämmige, plattgesichtige Vierbeiner mit dem Hang zu lauten Atemgeräuschen.

Was mich zur Frage einer Facebook-Leserin bringt. Kürzlich wurde ich auf meiner Seite gefragt, wieviele Hunde ich denn eigentlich hätte. Einen für jedes Level? Auch hier werde ich Licht ins Dunkel bringen. In der Tat sind es derzeit 4 Hunde an der Zahl. Und in Wirklichkeit sind es etwa 3 Level, die mir zu Verfügung stehen. Ich zähl mal auf:

Benny & Cleo: zwei Halbgeschwister, beides Möpse, einer beige, einer schwarz, beide 9 Jahre alt, wohnen bei mir seit sie 12 Wochen alt sind und genießen jetzt ihren Ruhestand – geeignet für Fitnesslevel 3: wenn ich nur mal eben einen kleinen Spaziergang machen möchte

Tori: der jüngste & neueste Mitbewohner, ca. 16 Monate alt, kommt aus Kroatien, vermutlich ein Hüte-Jagd-Wach-Herden-Spaß-Wald-und-Wiesen-Mischling mit langen Beinen, langen Haaren, viel Energie (außer beim Spazieren) und Blödsinn im Kopf, wohnt seit 4 Wochen bei uns – Fitnesslevel 2: wenn ich laufen möchte, relativ gemütlich, dafür längere Strecken

Oscar: die Mops-Sport-Edition, 2,5 Jahre alt, ein Scheidungsmops, dem ich Asyl gewährte im Oktober 2012, hatte bereits einen Autounfall und eine Hüft-OP, da er gerne unter Autos springt sofern sie schnell genug fahren, lange Beine, extrem schlank für einen Mops, eine etwas längere Nase und Power und Ausdauer ohne Ende, normales Spazierengehen nicht möglich – Fitnesslevel 1: wenn ich im richtigen Pulsbereich laufen möchte, mind. 5 Kilometer schaffen will und Lust habe, dabei einen hyperaktiven Mops, der Tendenzen zum Suizid hat, nebenbei an der Leine zu führen .

So, das wäre geklärt. Nun noch ein wichtiger Punkt, der mir am Herzen liegt – damit zurück zu Norbert:

Norbert: „Wie hast du das denn geschafft, so viel abzunehmen? Du siehst echt toll aus!“
Ich: „Haha, danke … naja, halt viel essen.“
Norbert: „Ja, ne ist klar. Viel essen. Und sonst noch was. Das glaubt dir keiner.“

Und ich glaube, damit hat er recht. Aber Tatsache ist, dass ich nie gehungert habe. Wenn, dann hätte ich das gar nicht durchgehalten. Ich kann keine Menschen leiden sehen. Schon gar nicht mich selbst. Ich habe in der Tat viel gegessen. Natürlich bin ich auch viel gelaufen, aber nicht immer und schon gar nicht im Winter. Dennoch war es mir wichtig, ordentlich zu essen. Und gerade heute hatte ich aufgrund der Hitze, die Idee, mir ein Eis zu machen. Ananas und Bananen geschnipselt, eingefroren und mit Mandelmus und Agavendicksaft püriert. Es war traumhaft lecker! Und als ich den Eisbecher so vor mir stehen sah, dachte ich mir: Mit Abnehmen wird oft Verzicht verknüpft, mit veganem Essen ebenso. Wieso eigentlich?

Ich kann aus vollster Überzeugung sagen: Ich habe nie besser gegessen. Nie abwechslungsreicher. Ich esse große Portionen, weil ich das brauche und weil ich es mag. Ich verzichte auf gar nichts. Es ist einfach anders. So, als ob eine Tür zugefallen wäre und eine andere ging auf. Und hinter dieser Tür wartete ein Schlaraffenland auf mich, von dem ich vorher nichts ahnte. That’s all.

Also, esst, seid zufrieden und bewegt euch. Mit oder ohne Hunde. Ich mach mir jetzt erstmal Kürbispommes mit 2 verschiedenen Dips (einmal Basilikum-Ketchup und einmal Avocado-Dip) und so gegen 20 Uhr werde ich noch eine Runde drehen. Muss doch mal testen, wie mein neu justiertes Becken und mein gedehnter Hüftbeuger-Muskel sich so anfühlen.


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Leistung, Laktat und lange Läufe

In einem der letzten Posts hab ich euch erzählt, dass ich den Leistungsdiagnostiker meines Vertrauens angeschrieben und um Unterstützung gebeten habe. Donnerstag abend kam dann die – überraschende – und tolle Nachricht: Als Belohnung für meine 25-kg-Abnahme schenkt er mir eine neue Leistungsdiagnostik. So haben wir die aktuellen Werte und darauf basierend kann mein Trainingsplan optimiert werden.

Den Termin haben wir kurzfristig auf gestern nachmittag festgesetzt. Ich weiß ja vom letzten Mal noch, dass es recht anstrengend ist. Aber an diese Tortur konnte, oder wollte, ich mich scheinbar nicht erinnern. Zum Laufbandtraining hatte ich ein ärmelloses rot-pinkes Top an. Nach den 20 Minuten, mit Maximalpuls 187, nahm meine Gesichtsfarbe erstaunliche Ähnlichkeit mit der Farbe des Tops an. Vom gepiekten Ohr wollen wir mal gar nicht sprechen … hübsch lila wurden dann auch die Abdrücke der Saugnäpfe, die an Brust und Rücken festgemacht waren.

Vor mir am Spiegel war die BORG-Skala festgepinnt – und alle 3 Minuten wurde das Tempo erhöht und ich durfte dann einschätzen wo auf der Skala ich mich momentan befinde. Von 0 – 20 ist alles möglich. 0 ist keine Anstrengung und 20 war dann die Maximalanstrengung. Die erste Runde mit 5 km/h Gehen schloss ich mit einem gefühlten 2-3 ab. Was in etwas mit „leicht, nicht anstrengend“ übersetzt werden kann. Zweite Runde mit 6 km/h, langsames Joggen. 3 Minuten, die sich für mich wie 30 Minuten anfühlten. „Wo liegst du jetzt auf der Skala?“ Ich schnaufte und überlegte kurz. „14 – 15“, keuchte ich. Die Antwort darauf war ein Grinsen. „Echt jetzt?“ Ja, natürlich! Genau das ist mein Problem. Es ist entweder total einfach und nicht anstrengend oder sehr anstrengend. Dazwischen gibt’s nix.

Nach einer halben Stunde war alles überstanden. Und auf meine Frage, ob ich denn die Chance habe, irgendwann mal eine richtige Läuferin zu werden, bekam ich eine positive Antwort. „Klar wirst du eine Läuferin!“

Abends bekam ich die Ergebnisse per e-Mail: Laufen nur noch 1 x die Woche mit Maximalpuls 161. Wenn der Puls drüber geht, einen Gang zurück und 2-3 Minuten walken. Die restlichen Einheiten 3-4 x pro Woche (so oft ich Lust habe) walken mit Puls zwischen 110 – 147 Schlägen. Einmal pro Woche gerne eine lange Walkingeinheit, die auch locker 2 Stunden dauern darf. Die Laufeinheit wurde deswegen auf 1 x / Woche reduziert, damit meine Hüfte geschont bleibt und nicht wieder anfängt zu zicken.

Heute morgen habe ich so die erste Walkingeinheit absolviert mit Mops Oscar im Schlepptau, der – endlich – lernt, an der Leine brav mitzulaufen. Ein guter Begleiter, muss ich sagen. Oscar ist konzentriert bei der Sache, hat die 5 Kilometer ohne Murren gepackt – er hätte auch noch weiter gekonnt und gewollt. Aber ich dachte mir, wir übertreiben es jetzt erst mal nicht. Schließlich sind wir zum ersten Mal gemeinsam in diesem flotten Tempo gelaufen. Heute abend dann Runde 2 mit Tori und Oscar gemeinsam.

Ich nutze meine Laufeinheiten, in doppeltem Sinne: um mich fit zu machen und um meine Hunde zu angenehmen Laufbegleitern zu machen. Gut tut es uns allen.

Hier die letzten Tage als Fotostrecke – inklusive Vegan for Fit-Essen:


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7 + 4 = richtig viele Kilometer

Endlich wieder Internet! 2 Tage ohne aufgrund technischer Probleme – das war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Ich bin ein Online-Kind und brauche meine täglichen Informationen aus dem Internet. Oder zumindest bilde ich mir das ein.

Seit heute nachmittag funktioniert es wieder und so kann ich doch noch erzählen, was heute so gelaufen ist. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin gelaufen. Heute morgen Schuhe an, 2-3 EL Müsli (ich mag nicht auf ganz nüchternen Magen laufen) und dann los. Mein Ziel waren 7 Kilometer. Wieder kombiniert Walken/Laufen. Je nach Puls.

Geschafft in 1 Stunde und 6 Minuten. Ich musste viel walken, da der Puls einfach zu hoch ging – zumindest auf dem Hinweg. Später habe ich festgestellt, dass ich auf dieser Strecke rauswärts immerhin über 120 Höhenmeter zurücklege, was erklärt, wieso die erste Hälfte der Strecke so mühsam ist und der Rückweg dann fast von selbst läuft. Ich brauch eine andere Strecke … so wird das nie was mit 7 oder 12 Kilometer am Stück laufen. Oder doch?

Heute zwackte es dann wieder ordentlich links und rechts oberhalb der Hüftknochen in der Muskulatur. Gibt es da eigentlich ein Geheimrezept? Etwas, mit dem man sich zur Regeneration einreiben kann? Wäre auch für meine Knie und Füße schön. Falls jemand einen Vorschlag hat, bitte melden! Und ich bitte um vegane Vorschläge 🙂 Um  meine Sehnen und Bänder zu unterstützen nehme ich seit gestern Schüssler-Salz Nr. 1 Calcium Fluoratum ein – in Globuli-Form, laktosefrei. Mal sehen, ob es was hilft – schaden tut’s bestimmt nicht und vielleicht dankt es mir die Hüftsehne oder gerne auch jede andere Sehne, die sich davon angesprochen fühlt.

Pflanzlichen Treibstoff gab’s natürlich auch ausreichend (alle Rezepte aus Attila Hildmanns „Vegan for Fit“):

  • Morgens: Banane-Schoko-Erdnuss-Müsli
  • Mittags: Moussaka Reloaded mit Auberginen, Süßkartoffeln und Tofu-Bolognese
  • Abends: Seidentofu-Zimt-Shake

Zwischendrin grünen Tee und literweise Leitungswasser, das ich am liebsten nicht ganz kalt trinke.

Nachmittags im Büro dann ein netter Kommentar zu meinem Aussehen: „Du siehst aus, als hättest du den ganzen Tag Zeit, in der Sonne rumzuliegen.“ „Mein werter Herr Kollege – ich liege nicht in der Sonne rum. Ich laufe. Mit und ohne Hund, ca. 2 Stunden am Tag. Das erklärt die gesunde Hautfarbe.“

Die restlichen 4 Kilometer (um auf die 11 zu kommen), bin ich dann gemeinsam mit Mann & Hund heute nachmittag gelaufen. Morgen bestimmt wieder. Ich hoffe, ihr hattet einen ähnlich bewegten Donnerstag!


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(M)ein Blog und (m)eine Geschichte

Eben stolperte ich via Facebook auf den Blog von Alexandra Steiner, die zu einer Blogparade aufruft. Mit dem Thema „Erzählen Sie mir Ihre Bloggeschichte“. Das hat mich dazu veranlasst zu überlegen, wieso ich das mache. Gab ja mal ursprünglich einen Grund, der zwischendrin in Vergessenheit geraten ist. Wer bin ich, was tue ich und warum.

Geschrieben habe ich schon mit 8 Jahren gerne … bereits in der Volksschule konnte ich mich nicht zurückhalten und veröffentlichte dort meine 6 DIN-A4 Seiten-lange Geschichte über einen Fantasiewald mit Wichteln und Zwergen. Das waren sozusagen die Anfänge. Lange Zeit konnte ich mit dem Wort Blog gar nix anfangen. Ich dachte mir, wozu sollte ich meine Gedanken ins Internet stellen, sie öffentlich zugänglich machen. Was habe ich davon?

Dann hatte ich letztes Jahr im April die Idee zu meinem Projekt „veganmarathon„. Der Plan war, innerhalb kürzester Zeit meine Ernährung auf Pflanzenkost umzustellen,  meine 30 Kilo Übergewicht loszuwerden und so ganz nebenbei von der Couchpotatoe zur Läuferin zu avancieren. Mit dem Ziel im Herbst 2012 an einem Viertelmarathon teilzunehmen.

Ein Riesenthema bei diesem Projekt war die Motivation. Ich kann mich wunderbar einen ganzen Nachmittag lang selbst motivieren. Aber was ist am nächsten Tag? Und am übernächsten? So kam ich auf den Gedanken, meine Geschichte öffentlich zu machen. Natürlich nicht so richtig (mit Namen und Fotos), aber doch ein bisschen öffentlich. Denn wenn ich offiziell im Web mit meinem Projekt bin, dann wäre es peinlich das Ganze abzubrechen – so mein Gedankengang.

Es gab im letzten Jahr viele Tiefen auf sportlicher Ebene, unter anderem eine Sehnenentzündung mit anschließendem Lauf- und Teilnahmeverbot am Marathon. Einige Wochen und Monate überlegte ich mir, den Blog und die dazugehörige Facebook-Seite stillzulegen. Teilweise ließ ich sehr lange Zeit nichts von mir hören.

Dann gab es aber auch die Höhen meines Projekts. Ich habe es geschafft, mittlerweile 25 Kilo abzunehmen und ich bin seit fast 1,5 Jahren ein reiner Pflanzenesser und liebe diese Art der Ernährung, weil sie mir so dermaßen gut tut!

Und plötzlich war das Feuer wieder da. Die Überlegung, dass ich – zumindest den Viertelmarathon – vielleicht doch noch in Angriff nehmen kann. Aber heimlich und leise im stillen Kämmerlein? Nein, das ist nichts für mich. Ich brauche Motivation von außen. Ich brauche Menschen, die mich unterstützen – die umgekehrt von mir unterstützt werden, in dem sie bei  mir mitlesen. Sich von meiner Geschichte motivieren lassen. Denn es geht nicht immer nur geradeaus. Manchmal muss man Umwege in Kauf nehmen. Das ist aber kein Grund aufzugeben. Im Gegenteil. Nach einer Pause kann man mit neuem Schwung weitermachen und nicht das Handtuch werfen.

Das möchte ich hier vermitteln. Egal, ob es darum geht 5, 10 oder 20 kg abzunehmen, an einem Marathon teilzunehmen oder nur endlich den Spaziergang rund ums Haus zu schaffen. Es geht mir auch nicht darum meine Leser zum veganen Leben zu bekehren (auch wenn es mich freut, wenn sich durch meine Geschichte jemand angesprochen fühlt, es selbst auszuprobieren, denn es ist einfach toll!) – ich denke, jeder hat seine persönliche Herausforderung im Bereich Ernährung, Körper und Sport – ob die nun vegan sind oder nicht macht keinen Unterschied für denjenigen.

Ich möchte mit meinem Blog den Lesern MUT machen. Nicht aufgeben. Weitermachen. Irgendwas geht immer. Klar stellt man sich hin und wieder die Frage, wenn einen der Muskelkater plagt,  der Magen knurrt oder die Waage mal wieder einen auf Stillstand macht:

Ist es das wert?

Die Antwort ist ganz einfach: Ja, ist es.
Ich weiß wovon ich spreche.
Sich in seinem Körper zuhause zu fühlen, eins mit sich selbst zu sein – das ist es wert.
Immer.

veganmarathon


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Kursänderung

Gestern, Dienstag, war eine kurze Laufeinheit geplant. Mein Plan sieht derzeit ungefähr folgendermaßen aus:

MO Ruhetag bzw. Muskeltraining/Yoga
DI 30 min.
MI Ruhetag bzw. Muskeltraining/Yoga
DO 30 min.
FR Ruhetag bzw. Muskeltraining/Yoga
SA 40 min.
SO 50 min.

Wenn ich jetzt nicht ich wäre, sondern jemand, der ohne weiteres loslaufen kann, dann wären diese Einheiten als z.B. „ruhiger Dauerlauf“ geplant bzw. am Wochenende dann auch mal mit flotterem Tempo. Da ich aber weiterhin ich selbst bin läuft es bei mir ein wenig anders ab. Ich versuche, mich innerhalb eines halbwegs angenehmen Pulsrahmens (momentan fühl ich mich bis ca. 152 wohl – ab 160 spreche ich kein Wort mehr, und das will was heißen!) zu bewegen. In diesem Rahmen laufe oder walke ich, abhängig vom Puls.

Gestern also die kurze Einheit und ich dachte mir: Wechsel doch einfach mal die Strecke. Wenn’s eh nur so kurz ist (rentiert sich das überhaupt? bringt das was? Könnte doch eigentlich auch auf dem Sofa bleiben … wegen dieser lächerlichen 30 Minuten!) geh ich die andere Waldstrecke auf der ich mit Mühe und Not 3 Kilometer zusammenkratze, weil sie nun mal einfach nicht länger ist.

Und wisst ihr was passiert ist? Abgesehen von einem miesen Pace und unregelmäßigen Pulsspitzen aufgrund Höhendifferenzen von min. 80 Metern? Ich bin gelaufen. Und zwar länger als nur 20 Sekunden. Erst bin ich ja so erschrocken, dass ich beinahe stehenblieb. Dachte schon, die Pulsmessung hat einen Schaden. Sie bleib brav unter 140 Schlägen und ich trabte so dahin – gefühlte 2 Stunden. Vermutlich waren es 2-3 Minuten.

Ich konnte also diese nicht nennenswerten 30 Minuten beinahe durchjoggen – gut, waren schon noch einige Gehpausen drin, denn schließlich war die Strecke nicht ganz eben – und schwupp, war der Puls wieder im roten Bereich. Aber es war ein Erfolgserlebnis. Deswegen habe ich eine kleine Fotostrecke gebastelt, um alle diejenige etwas zu motivieren, die das Gefühl haben auf der Stelle zu treten.

Wechselt einfach mal die Laufstrecke. Vielleicht seid ihr gar nicht so mies. Vielleicht ist es die Strecke. Das war jedenfalls mein gestriger Gedankengang und ich freue mich, dass ich diese Entdeckung gemacht habe. Meine Haussstrecke steigt nämlich ständig leicht an – man sieht es zwar nicht nicht, aber der Puls merkt alles. Dem kann man nix vormachen.