veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners


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vegan, gesund, läuft.

Die letzten 48 Stunden vor dem 10-Kilometer-Nachtlauf brechen an und anstatt mich meiner Unruhe hinzugeben, genieße ich den heutigen Ruhetag mit Yoga und dem Administrieren und Moderieren meiner Facebook-Seite.

Himmel, Yoga ist anstrengend! Nix für Weicheier, sag ich euch. Aber danach bist du mindestens 5 Zentimeter länger. Länger, nicht breiter!

Aufgrund aktueller Anfragen möchte ich heute mit euch meinen Speiseplan teilen. Eine Frage lautete nämlich:

„Was isst du? Vegan heißt ja nicht per se gesund“

Richtig. Hab ich auch nie behauptet. Und wer meinen Blog verfolgt, der erinnert sich, dass meine Anfänge alles andere als gesund waren.

Etwas möchte ich an der Stelle noch einwerfen: Nicht-vegan zu essen bedeutet übrigens auch nicht automatisch gesund. Komischerweise denken das viele.
Ich wäre noch nie auf die Idee gekommen, mein omnivores (allesessendes) Gegenüber nach seinem letzten Blutbild zu fragen oder mal nachzuhaken wie‘s denn aussieht in puncto Mangelernährung. Seit ich erwähne, dass ich mich vegan ernähre werden mir diese Fragen regelmäßig gestellt. Interessant. Im Umkehrschluss müsste ich also davon ausgehen, dass sich jemand der Milchprodukte und Fleisch isst (gerne auch in Form von Pizza, Burgern & Co. – denn danach fragt komischerweise keiner) von Haus keine Sorgen um seine Nährstoffe machen muss.

Ok. Ich halte es hier schriftlich für die Nachwelt fest: mein letztes Blutbild war tiptop. Und ja, ich habe tatsächlich eines machen lassen! Ihr auch? Ich gehe davon aus, dass ich mich einigermaßen gesund ernähre, sonst würde mir das mein Blut wohl mitteilen.

Was isst jetzt also so ein gesunder Veganer? Ehrlich, alleine das klingt doch schon abschreckend. Ich werde mir ein anderes Wort suchen.

Die Worte „gesund“ und „vegan“ klingen doch schon nach „schmeckt nicht“.

Ich ernähre mich also nicht gesund, sondern so dass es schmeckt. Und so, dass ich optimal mit allem versorgt bin was ich zum Atmen und Laufen brauche. Und so, dass es mich nicht dick macht. Prioritäten müssen sein!

Da ich grundsätzlich faul bin am Morgen, gab es heute früh einen Smoothie mit Bananen und Orangen = Frühstück. Kurze Zeit später war ich wieder leicht hungrig und verspeiste zwei große Handvoll Maroni. Warum? Weil‘s schmeckt. Und weil ich sie schon fertig daheim hatte. Also könnte man auch sagen aus reiner Faulheit.

Im Moment köchelt ein Töpfchen Quinoa vor sich dahin auf dem Herd. Wieso esse ich Quinoa und was ist das überhaupt? Es ist ein Pseudogetreide mit ziemlich viel Eiweiß. Brauch ich für meine Muskeln. Schmeckt gut. Geht schnell. Nicht komplizierter als Nudeln kochen. Wieso esse ich dann keine Nudeln? Zuwenig Eiweiß und macht mir Heißhunger.

Was wird‘s noch geben? Hab noch fertige Cracker aus Linsen und Kichererbsenmehl daheim (selber gemacht). Wieso esse ich das? Weil‘s sensationell schmeckt und wiederum Eiweiß und andere schöne Dinge beinhaltet. Außerdem weil sie da so rumliegen und eh wegmüssen.

Dazu gibt es eine Soße, die ich aus Hefeflocken, Sonnenblumenkerne, Gewürzen und Wasser gemacht habe. Warum esse ich so etwas Seltsames? Weil‘s besser schmeckt als es klingt und außerdem B-Vitamine und Eiweiß bringt. Außerdem passt es sensationell zu den Crackern.

Vielleicht, wenn ich einen ganz wilden Tag habe, brate ich mir noch einen Haufen Gemüse wie Zucchini, Pilze und Paprika ab und kippe 1-2 Löffel Kürbiskernmus drüber. Warum? Einfach nur lecker.

Salat werde ich heute noch machen. Warum? Weil ich jeden Tag was Grünes esse und weil er dringend gegessen werden muss. Sonst kommt er in den Kompost und das wäre schade – dann lieber einen Umweg über mein Verdauungssystem.

Dann gibt es heute garantiert noch Datteln. Warum? Weil ich die jeden Tag esse. Wieso? Weil sie besser schmecken als jede Schokolade und was Süßes brauche ich. Außerdem geben sie schnell Energie. Und allein dafür liebe ich diese kleinen, braunen, nicht besonders hübschen Dinger.

Gibt also schon ein paar Sachen, die ich wegen ihres Nährwerts esse. Schmecken müssen sie trotzdem. Darüber habe ich mir früher noch nie Gedanken gemacht, als ich noch alles gegessen habe.

Mein Fazit daraus ist: Egal, ob ich Allesesser bin oder Pflanzenesser – will ich mich gesund ernähren, dann komme ich nicht drumrum mich zu informieren und meine Ernährung ein wenig zu planen.

Denn die wenigsten Menschen, die ich kenne, höre ich sagen: „Ich habe heute viel zu wenig Tryptophan zu mir genommen – ich muss dringend noch ein paar Cashewnüsse essen!“ Im Gegenteil, die meisten wissen nicht mal, was das ist. Ich schon.


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Going raw. Zumindest hin und wieder.

Lange hat’s gebraucht, bis ich mich zu einer Rezension und einem Urteil über „Going raw“ von Judita Wignall hinreißen lassen konnte. Ich bekam das Buch vor ein paar Wochen und gewohnheitsmäßig hab ich es gleich am ersten Tag verschlungen (natürlich nicht das Buch im wörtlichen Sinne). Und dann war ich enttäuscht.

Wieso? 

Ich habe festgestellt, dass diese Art Rohkost-Ernährung wie Judita sie in ihrem Buch darstellt für mich viel zu aufwändig und zu teuer ist. Es fing schon mal damit an, dass in jedem 2. Rezept ein Dörrapparat verwendet wird. Nach kurzem Googlen stellte ich fest: geht ab 200 Euro aufwärts los. Für mich zuviel Geld, um etwas mal nur auszuprobieren.

Dann der nächste Schock: Beinahe in jedem Rezept muss irgendwas eingeweicht werden – und zwar stundenlang vorher. In Kombination mit dem Dörrapparat kann dann so ein toller Gemüsewrap schon mal 2 x 6 Stunden Vorbereitungszeit brauchen.

Tja, und da steig ich aus. Denn ich bin nämlich der Typ, der, wenn er Hunger hat, SOFORT etwas zu essen braucht. Sonst gibt es – zumindest – leicht Verletzte.

Trotzdem ließ mich das Thema einfach nicht los. Ich hab einfach zuviel Tolles darüber gelesen: Wehwehchen verschwinden, man ist fitter, die Haut ist schöner, man nimmt ab, die Energie nimmt zu  … Herrschaftszeiten! Das will ich doch auch! Also nochmal nachgerechnet und mitten in der Nacht beschlossen, ich bestell mir einen Dörrapparat. Denn ohne geht’s ja scheinbar nicht. Dann nochmal nach Juditas neuem Buch „Raw and Simple“ (der Titel klang ja vielversprechend) gegoogelt und Leseprobe angefordert. Gibt’s derzeit nur auf englisch, aber das kommt mir grad recht, die Englisch-Matura will ja auch vorbereitet werden, da schadet so ein wenig englisches Küchen-Know-How bestimmt nicht.

Dann nachts um 1.30 Uhr den erlösenden Satz gelesen: „There’s no need for a dehydrator!“ In ihrem neuen Buch sind alle Rezepte ohne Dörrapparat und alle auch ziemlich einfach gehalten. Habe also meine Ausgaben von über 200 Euro auf 13,50 Euro reduziert und ihr neues Kochbuch als e-Book runtergeladen.

Und nun?

Nun habe ich bereits 2 Tage danach gelebt. Mit folgenden Ergebnissen:
Meine Waage, das Miststück, sagt endlich mal wieder etwas, was ich hören wollte. Nachdem ich wochenlang (keine Übertreibung) an der 72,2 kg festgetackert war – ich dachte schon, das ist ist eine Fixeinstellung der Waage – rückte sie nach dem ersten Rohkosttag tatsächlich runter. Somit bin ich meinem ersten Ziel, unter die 70-kg-Grenze zu kommen ein ganzes Stück näher gekommen. Ich fühlte mich satt – abends bin ich allerdings mit leichtem Hungergefühl ins Bett gegangen, da ich nur eine Gurkensuppe geschlürft habe mit Avocado und Tomaten dazu, aber ich fand es sehr angenehm, am Abend nur noch leicht zu essen. Und das ist auch kein Muss – theoretisch kann man sich abends auch den Bauch vollschlagen, wenn man das unbedingt möchte. Aber bitte aufpassen:

Wenn ihr in die Rohkost einsteigt, nehmt vielleicht nicht zu Beginn die Kohl-Rezepte. Das hab ich nämlich getan und bin mit rohem, püriertem Blumenkohl durchgestartet. Inklusive Magenschmerzen.

Ich glaube, man muss das Rohkost-Thema langsam angehen – der Körper muss sich da erst dran gewöhnen. Die Suppen sind gut verträglich, da hab ich gar nix gemerkt. Die Frühstücke wie zB Chia-Schoko-Pudding sind auch super verträglich und bekömmlich.

Absolutes Highlight: selbstgemachte Hanfsamen-Cashew-Milch. Ich glaube, ich kauf mir nie mehr fertige Pflanzenmilch. Das hier schmeckt um Längen besser!

Ich werde mit Sicherheit kein 100%-Rohköstler und ich finde, dass muss auch nicht sein. Aber hin und wieder ein paar Mahlzeiten umstellen oder mal einen Rohkosttag einlegen – wieso nicht?

Wichtigstes Equipment ist meiner Meinung nach: ein guter Mixer und ein Pürierstab. Alles andere hat man eh zuhause: Messer, Schneidbrett etc.

Ins Geld geht natürlich die Erstanschaffung von den sogenannten Superfoods wie Chia-Samen, Goji-Beeren, Nüssen, etc und das alles in Rohkost-Qualität. Ich wusste auch nicht, dass es da Unterschiede gibt. Ich nutze im Moment nach wie vor meinen 08/15-Agavensaft aus dem Supermarkt, weil ich mir den Rohkost-Agavensaft erst zulege, wenn der leer ist. Also so ganz 100% halte ich mich auch (noch) nicht dran, aber ich dene, so nach und nach werde ich mir ein paar Lebensmittel zulegen. Einen Shop dazu findet ihr übrigens beim Keimling. Muss man natürlich alles nicht kaufen – man könnte ja auch von Gurkenscheiben, Tomaten und Salat leben. Aber ehrlich: bisschen langweilig, oder?

Schließlich will man ja auch noch alle Nährstoffe zu sich nehmen und da ist es wichtig, nicht zu einseitig zu werden.

Fazit: Planung, ordentliche Küchengeräte und ein paar Superfoods und das Ding läuft!


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Rezepte für eine bessere Welt

Gestern auf Facebook noch kurz davon gesprochen – mitten in der Nacht – heute geht’s schon los: Abgesehen vom Lauf- und Essrausch in dem ich  mich bereits seit einer Weile befinde, habe ich noch eine andere Leidenschaft (wieder)entdeckt. Das Lesen.

Das Schöne ist, ich lese derzeit Bücher, von denen ich gar nicht gedacht hätte, dass sie interessant sein könnten. Mit Themen wie eben das Laufen an sich und natürlich Essen. Da musste ich mir früher schon bei der Vorstellung daran ein Gähnen unterdrücken. Wer hätte gedacht, dass solche Bücher spannender sein könnten als der neue Krimi vom Kluftinger?

Vor einigen Tagen habe ich ein Buch hervorgekramt, dass ich mir vor ca. 2 Jahren gekauft habe und das maßgeblich daran beteiligt war und ist, dass ich heute vegan lebe. Es heißt „Meine Rezepte für eine bessere Welt – bewusst genießen, schlank bleiben und die Erde retten“ von Alicia Silverstone, die auch schon als Batgirl über die Leinwände dieser Welt gesaust ist. Eine sehr hübsche Frau, die mit einer Schüssel Gemüse auf dem Coverbild sitzt und nebenbei die Welt rettet. Und mal ehrlich: wer möchte das nicht?

Im Original-Titel heißt das Buch übrigens: A kind diet. Frei übersetzt in etwa „eine freundliche Ernährung“. Und genauso ist das Buch geschrieben: freundlich. Es ist so nett zu lesen, was sie schreibt und wie sie es schreibt, dass man nicht drum rumkommt zu denken, Veganer sind nette Menschen – vielleicht weil sie nette Dinge essen, ich weiß es nicht. Es ist ein Buch, dass dich beruhigen kann, wenn du nervös bist. Wieso auch immer. Auf mich hat es jedenfalls diese Wirkung. Und natürlich sind da Rezepte drin. 120 an der Zahl. Eingeteilt in die Rezepte für Veganer und in die Rezepte für Superheros.

Superhero? Superheld? Da kommt vermutlich der Batman-Einfluss wieder ein wenig durch bei Alicia. Superheros sind bei ihr diejenigen, die relativ ungesüßt und makrobiotisch essen und vor allem Dinge, die einfach sind. Da gibt es keine umständlichen Würzmischungen und 5-erlei Gewürze die rankommen. Ein bisschen Meersalz, hier und da 3-5 Tropfen Shoyu (spezielle Sojasoße) – ansonsten viel Getreide, Reis und Gemüse.

Bisher hab ich noch nicht viel draus gekocht – ich war noch nicht soweit für Umeboshi (eingelegte japanische Aprikosen), Nori-Algen, Polenta zum Frühstück und vieles mehr. Doch als ich vor 2-3 Tagen das Buch wieder zur Hand nahm und durchblätterte, dachte ich mir: He! Das hier sieht gut aus und das hier auch … DAS würd ich gern mal ausprobieren!

Gestern dann in den Bioladen gesaust und ein paar der Zutaten gekauft, die ich sonst nicht zuhause habe. Unter anderem Reissirup. Der schmeckt nicht ganz so süß wie andere Süßungsmittel (zB wie Agavensirup, den ich teilweise in rauen Mengen verdrückt habe) und ich hoffe, dadurch aus meiner Süßigkeiten-Spirale rauszukommen. Muss doch auch mal ohne gehen!

Nun sitze ich also hier und kaue mein „Warmes Müsli mit Polenta, Hirse und Mais“. Das übrigens mit nichts gewürzt ist, außer einer Prise Meersalz. Ok, gewöhnungbedürftig. Sehr gewöhnungsbedürftig. Spontan würde ich sagen, da fehlt was. Und zwar so einiges. Würde am liebsten eine halbe Flasche Agavendicksaft darüber kippen. Aber das ist nicht der Sinn der Sache, oder?

Wenn ich eines gelernt habe aus der Umstellung auf veganes Essen, dann das hier: manche Dinge, die dir am Anfang nicht schmecken oder die du dir nicht vorstellen kannst zu essen oder zu tun sind  6 Monate später ein natürlicher und selbstverständlicher Bestandteil deines Lebens. Wenn du dran bleibst. Der Geschmack verändert sich. Und auch wenn dieses Müsli hier grad mehr als nur fad schmeckt, muss ich sagen: Im Bauch fühlt es sich gar nicht so schlecht an. Schön warm und irgendwie „einfach“ – ein zufriedenes Bauchgefühl. Einen Versuch ist es wert.

Und was erwarte ich mir davon?

Ganz einfach: schlank bleiben/werden, freundlich sein/werden und nebenbei will ich die Welt retten (manches davon ist schon erledigt, ich verrat aber nicht was). Ist doch nicht zuviel verlangt, oder?

The kind diet. Ein Versuch.


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Wochenrückblick

Wieder ist 1 Woche vorbei. Ein Woche mit vielen Kilometern, neuen Erkenntnissen, neuen Schuhen und neuen Entschlüssen.

Für diejenigen mit wenig Zeit und Geduld hier die nackten Zahlen:

runtastic Wochenstatistik

Die Aktivitäten setzen sich zusammen aus Laufen, Gehen, Yoga und Krafttraining. Daher die unterschiedlichen Farben.

Mittlerweile brauche ich meine täglichen Sporteinheiten richtig. Am Anfang war’s Überwindung, ein Muss. Jetzt ist es ein „Ich will!“

Auf den morgigen Tag freu ich mich ganz besonders: 2 Bücher sind auf dem Weg zu mir, die morgen ankommen dürften. Ich brauchte wieder einen Kick, damit es mir nicht zu langweilig wird in meinem Projekt (ja, so ist das bei mir – ich suche ständig neue Herausforderungen, damit ich am eigentlich Kernthema dran bleibe). Lektüre ab morgen:

  • Born to Run von Christopher McDougal
  • Going Raw von Judita Wignall

Man vermutet es womöglich: beim einen geht’s ums Laufen – beim anderen um vegane Rohkostküche. Ich weiß ja nicht, ob mir das schmeckt und es klingt irgendwie so extrem. Vermutlich hab ich es deswegen bestellt. Aber ich habe die Bilder gesehen von den Mahlzeiten und musste es einfach haben!

Ich habe heute einen Entschluss gefasst: ab morgen wird zusätzlich im Fitness-Studio trainiert. Ich war 2 Jahre lang nicht mehr dort und morgen werde ich mich wieder anmelden. Ich habe jetzt eine andere Motivation etwas für mich zu tun, als das noch vor 2 Jahren der Fall war. Somit steht mir dann das große Feld der Krafttrainingsmaschinen, der Laufbänder, Crosstrainer und anderer netter Foltermaschinen zur Verfügung.

Ich freu mich drauf! Wäre doch gelacht, wenn aus mir nicht doch noch eine Läuferin wird. Mit Geduld und Training plus Ernährung wird sich bestimmt was tun. So, und jetzt gibt es leckere Auberginen-Tofu-Lasagne! Mahlzeit.


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12 Stunden & 12 Minuten!

Heute habe ich dazu gelernt: 4 Stunden in der Sonne, wenn man vergessen hat, sich das Gesicht einzucremen, sind für die Hautfarbe nicht besonders förderlich. Aber dank Instagram und anderen netten Farbfiltern im Smartphone lässt sich ja alles retuschieren – auch der Sonnenbrand im eigenen Antlitz.

Dann gab es heute außerdem eine Premiere: ich habe 12 Stunden am Stück meine Kontaktlinsen getragen – und es war gar nicht so schlimm. Der Hintergrund: ich wollte mir fürs Laufen eine Sportbrille kaufen, die nicht von der Nase rutscht, wenn man mal schwitzt, was beim Laufen hin und wieder vorkommt. Deshalb Kontaktlinsen rein und Sonnenbrillen testen beim Optiker.

Entschieden habe ich mich für eine Red Bull Racing Team-Sonnenbrille (klingt das nicht verdammt sportlich?), die überhaupt nicht so aussieht wie eine Sportbrille. Ich befürchtete nämlich schon, dass ich jetzt mit einer schmalen, eleganten, aerodynamisch geformten Sonnenbrille durch die Gegen laufen muss, die so aussieht, als müsste ich eigentlich viel schneller laufen, als ich es tue. So habe ich nun eine optisch tolle Sonnenbrille, die alle Vorteile einer Sportsonnenbrille mitbringt: gummierter Nasensteg und Bügel und sie lässt kaum Sonne rein – weder oben noch unten.

Heute gleich bei der wöchentlichen Laufeinheit auf Herz & Nieren oder besser gesagt Steg & Bügel getestet: geschwitzt wie in der Sahara – aber die Brille sitzt. Da rutscht nichts, sie bleibt wo sie hingehört und sie ist leicht genug, um sie zu vergessen. Red Bull verleiht ja bekanntlich Flügel – vermutlich lag es daran, dass ich heute länger als 10 Minuten am Stück gejoggt bin. Ich hab nicht auf die Uhr gesehen, aber ich schätze, es waren so 12 Minuten. Dann kam der Hügel. Und kurze Zeit später das Unwetter. Aber ich hab ja noch ein paar Wochen Zeit, um mich zu steigern – es tut sich jede Woche was und das ist toll!

Heutiges Low-Carb-Abendessen: gefüllte Aubergine, die sehr sättigend und lecker war.

Ich wünsche euch einen schönen, entspannten Abend – Dehnen nicht vergessen (das gilt auch für mich)! 

... verleiht Flügel!


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Sommer, See & Kräuterbutter

Ein schöner Sommer-Sonne-Lauf-und-Grilltag geht zu Ende. Gestartet bin ich heute morgen für meine Verhältnisse ungewöhnlich früh an einem Wochenende. Nämlich schon vor 7.30 Uhr. Die geplanten 4 Kilometer schaffte ich zwar locker, dennoch machte mir die Sonne bereits um diese frühe Uhrzeit schon zu schaffen.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, welche Uhrzeit bei dieser Hitze am sinnvollsten ist fürs Laufen. Halb acht morgens ist jedenfalls zu spät. Werde meinen inneren Schweinehund wieder auf die Probe stellen und morgen eine weitere halbe Stunde früher aufstehen.

Wieso laufe ich eigentlich morgens? 

Zum einen, weil ich gerade austeste, welches für mich die beste Uhrzeit ist. Zum anderen, weil es toll ist, wenn man vormittags alles „erledigt“ hat. Außerdem macht das Essen umso mehr Spaß, wenn ich weiß, ich habe heute schon was in Sachen Sport & Bewegung für meinen Körper getan. Ein herrliches Gefühl!

Heute sah mein Tagesablauf zum Beispiel folgendermaßen aus: 

07.00 Uhr aufstehen, eine Banane zum Frühstück
07.30 Uhr Schuhe an und los, Ziel mind. 4 km Walking
09.00 Uhr Bikini an und los zum Bodensee, Ziel mind. 4 Std. Sonne & Wasser + viel Obst
15.00 Uhr Einkaufen fürs vegane Grillvergnügen
17.00 Uhr Vorbereiten von Tofu-Grillpäckchen, Salaten, Tomaten-Salsa und Grillkartoffeln
17.30 Uhr Tschüß, Megglè – ich mach mir meine Kräuterbutter jetzt selber!
18.30 Uhr veganen Grillteller genießen und mit gesundem Appetit speisen
20.30 Uhr die drei Möpse Gassi führen und in der Wiese toben lassen
21.00 Uhr Tori’s Abendrunde bei angenehmen Temperaturen

Vegane Kräuterbutter ist übrigens ganz einfach, selber zu machen. Und ihr braucht, wie gestern schon beim Eis, nicht mehr als DREI Zutaten, die man zumeist auch noch im Haus hat:

  • vegane Butter (zB Alsan) oder Pflanzenmargarine (zB Sojola)
  • Kräuter, frisch oder TK
  • Meersalz + andere Gewürze auf Wunsch

Butter bzw. Margarine aus dem Kühlschrank nehmen, etwas weich werden lassen, Meersalz und Kräuter unterrühren und wieder ab in den Kühlschrank. 1 Löffel davon habe ich übrigens in die Tofu-Grillpäckchen gegeben. Lecker!

Ziel für morgen: früher aufstehen, früher laufen – und dann wieder ab an den See! Wenn man schon so wunderbar wohnt wie wir im Dreiländer-Eck, dann sollte man das unbedingt ausnutzen.

Sommer, See & Kräuterbutter


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1,2,3 – Eiskalt erfrischt!

Jetzt schreib ich meine Blog-Einträge schon mitten in der Nacht. Aber ist ja kein Wunder bei der Hitze. Da ist man tagsüber doch für alles zu erledigt. Training war heute keines angesagt. Heute ist Ruhetag. Natürlich nur für mich und nicht für die Hunde:  drei Kilometer morgens früh und knappe vier Kilometer dann heute Abend bei kühleren Temperaturen.

Nachmittags kam mir dann eine Blitzidee, da ich Lust auf Eis hatte. Ich hatte im Laden schon ein fertiges Sorbet in der Hand. Dann las ich die Zutatenliste und legte es wieder zur Seite. Wozu braucht ein Eis – mit nur einer Sorte Frucht – 15 Zutaten, von denen ich die Hälfte nicht mal aussprechen kann?

Ich dachte mir, das geht auch einfacher. Kurzerhand habe ich heute ein Heidelbeer-Joghurt-Eis gemacht. Mit sage und schreibe drei Zutaten:

  • Heidelbeeren
  • Sojajoghurt (natur ohne Zucker – meine Lieblingsmarke ist Sojadé)
  • Agavensirup (wer’s süßer mag – sonst weglassen)

Und so könnt ihr das ganz einfach nachmachen:

frische Heidelbeeren (oder anderes Obst, aber die kleinen Beeren gehen am schnellsten) in den Tiefkühler stellen und gefrieren lassen – nach einiger Zeit rausnehmen (bei mir war’s ca. 1 Stunde) – mit Sojajoghurt und einem Schuss Agavensirup in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer pürieren.

Ihr müsst vielleicht ein wenig experimentieren mit den Kühlzeiten. Meine Heidelbeeren hätten noch eine Stunde länger vertragen – aber es war auch so extrem lecker. Ein eiskaltes, erfrischendes Heidelbeere-Joghurt. Geht auch mit Banane (in Scheiben schneiden, einfrieren) oder anderem Obst. Seid kreativ! Mango könnte ich mir auch gut vorstellen.

Tipp für Zeitlose: wenn’s schnell gehen muss, nehmt bereits tiefgekühltes Obst wie zB Himbeeren und püriert es mit dem Sojajoghurt. Fertig. Lecker. Mahlzeit!

Das Glück hat eine Farbe: blau!