veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners


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vegan, gesund, läuft.

Die letzten 48 Stunden vor dem 10-Kilometer-Nachtlauf brechen an und anstatt mich meiner Unruhe hinzugeben, genieße ich den heutigen Ruhetag mit Yoga und dem Administrieren und Moderieren meiner Facebook-Seite.

Himmel, Yoga ist anstrengend! Nix für Weicheier, sag ich euch. Aber danach bist du mindestens 5 Zentimeter länger. Länger, nicht breiter!

Aufgrund aktueller Anfragen möchte ich heute mit euch meinen Speiseplan teilen. Eine Frage lautete nämlich:

„Was isst du? Vegan heißt ja nicht per se gesund“

Richtig. Hab ich auch nie behauptet. Und wer meinen Blog verfolgt, der erinnert sich, dass meine Anfänge alles andere als gesund waren.

Etwas möchte ich an der Stelle noch einwerfen: Nicht-vegan zu essen bedeutet übrigens auch nicht automatisch gesund. Komischerweise denken das viele.
Ich wäre noch nie auf die Idee gekommen, mein omnivores (allesessendes) Gegenüber nach seinem letzten Blutbild zu fragen oder mal nachzuhaken wie‘s denn aussieht in puncto Mangelernährung. Seit ich erwähne, dass ich mich vegan ernähre werden mir diese Fragen regelmäßig gestellt. Interessant. Im Umkehrschluss müsste ich also davon ausgehen, dass sich jemand der Milchprodukte und Fleisch isst (gerne auch in Form von Pizza, Burgern & Co. – denn danach fragt komischerweise keiner) von Haus keine Sorgen um seine Nährstoffe machen muss.

Ok. Ich halte es hier schriftlich für die Nachwelt fest: mein letztes Blutbild war tiptop. Und ja, ich habe tatsächlich eines machen lassen! Ihr auch? Ich gehe davon aus, dass ich mich einigermaßen gesund ernähre, sonst würde mir das mein Blut wohl mitteilen.

Was isst jetzt also so ein gesunder Veganer? Ehrlich, alleine das klingt doch schon abschreckend. Ich werde mir ein anderes Wort suchen.

Die Worte „gesund“ und „vegan“ klingen doch schon nach „schmeckt nicht“.

Ich ernähre mich also nicht gesund, sondern so dass es schmeckt. Und so, dass ich optimal mit allem versorgt bin was ich zum Atmen und Laufen brauche. Und so, dass es mich nicht dick macht. Prioritäten müssen sein!

Da ich grundsätzlich faul bin am Morgen, gab es heute früh einen Smoothie mit Bananen und Orangen = Frühstück. Kurze Zeit später war ich wieder leicht hungrig und verspeiste zwei große Handvoll Maroni. Warum? Weil‘s schmeckt. Und weil ich sie schon fertig daheim hatte. Also könnte man auch sagen aus reiner Faulheit.

Im Moment köchelt ein Töpfchen Quinoa vor sich dahin auf dem Herd. Wieso esse ich Quinoa und was ist das überhaupt? Es ist ein Pseudogetreide mit ziemlich viel Eiweiß. Brauch ich für meine Muskeln. Schmeckt gut. Geht schnell. Nicht komplizierter als Nudeln kochen. Wieso esse ich dann keine Nudeln? Zuwenig Eiweiß und macht mir Heißhunger.

Was wird‘s noch geben? Hab noch fertige Cracker aus Linsen und Kichererbsenmehl daheim (selber gemacht). Wieso esse ich das? Weil‘s sensationell schmeckt und wiederum Eiweiß und andere schöne Dinge beinhaltet. Außerdem weil sie da so rumliegen und eh wegmüssen.

Dazu gibt es eine Soße, die ich aus Hefeflocken, Sonnenblumenkerne, Gewürzen und Wasser gemacht habe. Warum esse ich so etwas Seltsames? Weil‘s besser schmeckt als es klingt und außerdem B-Vitamine und Eiweiß bringt. Außerdem passt es sensationell zu den Crackern.

Vielleicht, wenn ich einen ganz wilden Tag habe, brate ich mir noch einen Haufen Gemüse wie Zucchini, Pilze und Paprika ab und kippe 1-2 Löffel Kürbiskernmus drüber. Warum? Einfach nur lecker.

Salat werde ich heute noch machen. Warum? Weil ich jeden Tag was Grünes esse und weil er dringend gegessen werden muss. Sonst kommt er in den Kompost und das wäre schade – dann lieber einen Umweg über mein Verdauungssystem.

Dann gibt es heute garantiert noch Datteln. Warum? Weil ich die jeden Tag esse. Wieso? Weil sie besser schmecken als jede Schokolade und was Süßes brauche ich. Außerdem geben sie schnell Energie. Und allein dafür liebe ich diese kleinen, braunen, nicht besonders hübschen Dinger.

Gibt also schon ein paar Sachen, die ich wegen ihres Nährwerts esse. Schmecken müssen sie trotzdem. Darüber habe ich mir früher noch nie Gedanken gemacht, als ich noch alles gegessen habe.

Mein Fazit daraus ist: Egal, ob ich Allesesser bin oder Pflanzenesser – will ich mich gesund ernähren, dann komme ich nicht drumrum mich zu informieren und meine Ernährung ein wenig zu planen.

Denn die wenigsten Menschen, die ich kenne, höre ich sagen: „Ich habe heute viel zu wenig Tryptophan zu mir genommen – ich muss dringend noch ein paar Cashewnüsse essen!“ Im Gegenteil, die meisten wissen nicht mal, was das ist. Ich schon.

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Es war einmal …

… eine Replay-Jeans aus dem Jahr 2005. Diese Jeans war sehr stolz und das war auch ihr Preis. Ich habe mich damals in sie verliebt, gekauft, gehegt und gepflegt. Getragen wurde die Jeans max. 2-3 x. Danach begann eine Zeit der zunehmenden Körperfülle. Diese sollte viele Jahre anhalten. Die Jeans verbrachte diese Jahre in Gesellschaft einiger anderer Lieblingsstücke verpackt in einem Karton. Einmal pro Jahr kam sie ans Tageslicht, wurde probiert und enttäuscht wieder zurückgelegt.

Doch vor kurzem geschah etwas Besonderes: die Jeans wurde – wie jedes Jahr – aus dem Karton genommen und genoss das Tageslicht. Sie machte sich schon darauf gefasst, dass sie bald wieder ins Dunkle verbannt werden würde. Aber nichts geschah. Sie durfte am Licht bleiben. Alle paar Tage wurde sie wieder anprobiert und sie spürte selbst, dass sich was verändert hatte. Früher war bei den Knien Schluss, mittlerweile wurde sie wöchentlich höher noch oben gezogen.

Und gestern war es dann soweit:  8 Jahren hat es gedauert – und heute wurde sie zum ersten Mal wieder zugeknöpft! Leise stieß die Jeans einen kleinen Juchzer aus – denn das hieß nichts anderes, als dass sie nun endgültig die dunklen Kartonzeiten hinter sich lassen konnte.

Ein Happy End. 

… und für diejenigen, die mich ständig fragen, wann denn jetzt endlich mal Schluss mit Abnehmen ist („jetzt ist dann aber gut, oder?“ – „Hör auf damit!“)  – das hier war Schritt 1. Meine Replay kann ich wieder anziehen. Das war der Plan und ich habe es geschafft, auch wenn sich auf der Waage seit Tagen, Wochen, Monaten, Jahren (ok, ich übertreibe) nichts mehr tut. Aber es gibt noch einen Schritt 2. Und den redet mir keiner aus. Es geht um meinen Ehering. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Noch 8 Tage bis zum Frauenlauf …

Meine Jeans & Ich. Glücklich vereint. Happy End.


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Going raw. Zumindest hin und wieder.

Lange hat’s gebraucht, bis ich mich zu einer Rezension und einem Urteil über „Going raw“ von Judita Wignall hinreißen lassen konnte. Ich bekam das Buch vor ein paar Wochen und gewohnheitsmäßig hab ich es gleich am ersten Tag verschlungen (natürlich nicht das Buch im wörtlichen Sinne). Und dann war ich enttäuscht.

Wieso? 

Ich habe festgestellt, dass diese Art Rohkost-Ernährung wie Judita sie in ihrem Buch darstellt für mich viel zu aufwändig und zu teuer ist. Es fing schon mal damit an, dass in jedem 2. Rezept ein Dörrapparat verwendet wird. Nach kurzem Googlen stellte ich fest: geht ab 200 Euro aufwärts los. Für mich zuviel Geld, um etwas mal nur auszuprobieren.

Dann der nächste Schock: Beinahe in jedem Rezept muss irgendwas eingeweicht werden – und zwar stundenlang vorher. In Kombination mit dem Dörrapparat kann dann so ein toller Gemüsewrap schon mal 2 x 6 Stunden Vorbereitungszeit brauchen.

Tja, und da steig ich aus. Denn ich bin nämlich der Typ, der, wenn er Hunger hat, SOFORT etwas zu essen braucht. Sonst gibt es – zumindest – leicht Verletzte.

Trotzdem ließ mich das Thema einfach nicht los. Ich hab einfach zuviel Tolles darüber gelesen: Wehwehchen verschwinden, man ist fitter, die Haut ist schöner, man nimmt ab, die Energie nimmt zu  … Herrschaftszeiten! Das will ich doch auch! Also nochmal nachgerechnet und mitten in der Nacht beschlossen, ich bestell mir einen Dörrapparat. Denn ohne geht’s ja scheinbar nicht. Dann nochmal nach Juditas neuem Buch „Raw and Simple“ (der Titel klang ja vielversprechend) gegoogelt und Leseprobe angefordert. Gibt’s derzeit nur auf englisch, aber das kommt mir grad recht, die Englisch-Matura will ja auch vorbereitet werden, da schadet so ein wenig englisches Küchen-Know-How bestimmt nicht.

Dann nachts um 1.30 Uhr den erlösenden Satz gelesen: „There’s no need for a dehydrator!“ In ihrem neuen Buch sind alle Rezepte ohne Dörrapparat und alle auch ziemlich einfach gehalten. Habe also meine Ausgaben von über 200 Euro auf 13,50 Euro reduziert und ihr neues Kochbuch als e-Book runtergeladen.

Und nun?

Nun habe ich bereits 2 Tage danach gelebt. Mit folgenden Ergebnissen:
Meine Waage, das Miststück, sagt endlich mal wieder etwas, was ich hören wollte. Nachdem ich wochenlang (keine Übertreibung) an der 72,2 kg festgetackert war – ich dachte schon, das ist ist eine Fixeinstellung der Waage – rückte sie nach dem ersten Rohkosttag tatsächlich runter. Somit bin ich meinem ersten Ziel, unter die 70-kg-Grenze zu kommen ein ganzes Stück näher gekommen. Ich fühlte mich satt – abends bin ich allerdings mit leichtem Hungergefühl ins Bett gegangen, da ich nur eine Gurkensuppe geschlürft habe mit Avocado und Tomaten dazu, aber ich fand es sehr angenehm, am Abend nur noch leicht zu essen. Und das ist auch kein Muss – theoretisch kann man sich abends auch den Bauch vollschlagen, wenn man das unbedingt möchte. Aber bitte aufpassen:

Wenn ihr in die Rohkost einsteigt, nehmt vielleicht nicht zu Beginn die Kohl-Rezepte. Das hab ich nämlich getan und bin mit rohem, püriertem Blumenkohl durchgestartet. Inklusive Magenschmerzen.

Ich glaube, man muss das Rohkost-Thema langsam angehen – der Körper muss sich da erst dran gewöhnen. Die Suppen sind gut verträglich, da hab ich gar nix gemerkt. Die Frühstücke wie zB Chia-Schoko-Pudding sind auch super verträglich und bekömmlich.

Absolutes Highlight: selbstgemachte Hanfsamen-Cashew-Milch. Ich glaube, ich kauf mir nie mehr fertige Pflanzenmilch. Das hier schmeckt um Längen besser!

Ich werde mit Sicherheit kein 100%-Rohköstler und ich finde, dass muss auch nicht sein. Aber hin und wieder ein paar Mahlzeiten umstellen oder mal einen Rohkosttag einlegen – wieso nicht?

Wichtigstes Equipment ist meiner Meinung nach: ein guter Mixer und ein Pürierstab. Alles andere hat man eh zuhause: Messer, Schneidbrett etc.

Ins Geld geht natürlich die Erstanschaffung von den sogenannten Superfoods wie Chia-Samen, Goji-Beeren, Nüssen, etc und das alles in Rohkost-Qualität. Ich wusste auch nicht, dass es da Unterschiede gibt. Ich nutze im Moment nach wie vor meinen 08/15-Agavensaft aus dem Supermarkt, weil ich mir den Rohkost-Agavensaft erst zulege, wenn der leer ist. Also so ganz 100% halte ich mich auch (noch) nicht dran, aber ich dene, so nach und nach werde ich mir ein paar Lebensmittel zulegen. Einen Shop dazu findet ihr übrigens beim Keimling. Muss man natürlich alles nicht kaufen – man könnte ja auch von Gurkenscheiben, Tomaten und Salat leben. Aber ehrlich: bisschen langweilig, oder?

Schließlich will man ja auch noch alle Nährstoffe zu sich nehmen und da ist es wichtig, nicht zu einseitig zu werden.

Fazit: Planung, ordentliche Küchengeräte und ein paar Superfoods und das Ding läuft!


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Rezepte für eine bessere Welt

Gestern auf Facebook noch kurz davon gesprochen – mitten in der Nacht – heute geht’s schon los: Abgesehen vom Lauf- und Essrausch in dem ich  mich bereits seit einer Weile befinde, habe ich noch eine andere Leidenschaft (wieder)entdeckt. Das Lesen.

Das Schöne ist, ich lese derzeit Bücher, von denen ich gar nicht gedacht hätte, dass sie interessant sein könnten. Mit Themen wie eben das Laufen an sich und natürlich Essen. Da musste ich mir früher schon bei der Vorstellung daran ein Gähnen unterdrücken. Wer hätte gedacht, dass solche Bücher spannender sein könnten als der neue Krimi vom Kluftinger?

Vor einigen Tagen habe ich ein Buch hervorgekramt, dass ich mir vor ca. 2 Jahren gekauft habe und das maßgeblich daran beteiligt war und ist, dass ich heute vegan lebe. Es heißt „Meine Rezepte für eine bessere Welt – bewusst genießen, schlank bleiben und die Erde retten“ von Alicia Silverstone, die auch schon als Batgirl über die Leinwände dieser Welt gesaust ist. Eine sehr hübsche Frau, die mit einer Schüssel Gemüse auf dem Coverbild sitzt und nebenbei die Welt rettet. Und mal ehrlich: wer möchte das nicht?

Im Original-Titel heißt das Buch übrigens: A kind diet. Frei übersetzt in etwa „eine freundliche Ernährung“. Und genauso ist das Buch geschrieben: freundlich. Es ist so nett zu lesen, was sie schreibt und wie sie es schreibt, dass man nicht drum rumkommt zu denken, Veganer sind nette Menschen – vielleicht weil sie nette Dinge essen, ich weiß es nicht. Es ist ein Buch, dass dich beruhigen kann, wenn du nervös bist. Wieso auch immer. Auf mich hat es jedenfalls diese Wirkung. Und natürlich sind da Rezepte drin. 120 an der Zahl. Eingeteilt in die Rezepte für Veganer und in die Rezepte für Superheros.

Superhero? Superheld? Da kommt vermutlich der Batman-Einfluss wieder ein wenig durch bei Alicia. Superheros sind bei ihr diejenigen, die relativ ungesüßt und makrobiotisch essen und vor allem Dinge, die einfach sind. Da gibt es keine umständlichen Würzmischungen und 5-erlei Gewürze die rankommen. Ein bisschen Meersalz, hier und da 3-5 Tropfen Shoyu (spezielle Sojasoße) – ansonsten viel Getreide, Reis und Gemüse.

Bisher hab ich noch nicht viel draus gekocht – ich war noch nicht soweit für Umeboshi (eingelegte japanische Aprikosen), Nori-Algen, Polenta zum Frühstück und vieles mehr. Doch als ich vor 2-3 Tagen das Buch wieder zur Hand nahm und durchblätterte, dachte ich mir: He! Das hier sieht gut aus und das hier auch … DAS würd ich gern mal ausprobieren!

Gestern dann in den Bioladen gesaust und ein paar der Zutaten gekauft, die ich sonst nicht zuhause habe. Unter anderem Reissirup. Der schmeckt nicht ganz so süß wie andere Süßungsmittel (zB wie Agavensirup, den ich teilweise in rauen Mengen verdrückt habe) und ich hoffe, dadurch aus meiner Süßigkeiten-Spirale rauszukommen. Muss doch auch mal ohne gehen!

Nun sitze ich also hier und kaue mein „Warmes Müsli mit Polenta, Hirse und Mais“. Das übrigens mit nichts gewürzt ist, außer einer Prise Meersalz. Ok, gewöhnungbedürftig. Sehr gewöhnungsbedürftig. Spontan würde ich sagen, da fehlt was. Und zwar so einiges. Würde am liebsten eine halbe Flasche Agavendicksaft darüber kippen. Aber das ist nicht der Sinn der Sache, oder?

Wenn ich eines gelernt habe aus der Umstellung auf veganes Essen, dann das hier: manche Dinge, die dir am Anfang nicht schmecken oder die du dir nicht vorstellen kannst zu essen oder zu tun sind  6 Monate später ein natürlicher und selbstverständlicher Bestandteil deines Lebens. Wenn du dran bleibst. Der Geschmack verändert sich. Und auch wenn dieses Müsli hier grad mehr als nur fad schmeckt, muss ich sagen: Im Bauch fühlt es sich gar nicht so schlecht an. Schön warm und irgendwie „einfach“ – ein zufriedenes Bauchgefühl. Einen Versuch ist es wert.

Und was erwarte ich mir davon?

Ganz einfach: schlank bleiben/werden, freundlich sein/werden und nebenbei will ich die Welt retten (manches davon ist schon erledigt, ich verrat aber nicht was). Ist doch nicht zuviel verlangt, oder?

The kind diet. Ein Versuch.


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Sommer, See & Kräuterbutter

Ein schöner Sommer-Sonne-Lauf-und-Grilltag geht zu Ende. Gestartet bin ich heute morgen für meine Verhältnisse ungewöhnlich früh an einem Wochenende. Nämlich schon vor 7.30 Uhr. Die geplanten 4 Kilometer schaffte ich zwar locker, dennoch machte mir die Sonne bereits um diese frühe Uhrzeit schon zu schaffen.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, welche Uhrzeit bei dieser Hitze am sinnvollsten ist fürs Laufen. Halb acht morgens ist jedenfalls zu spät. Werde meinen inneren Schweinehund wieder auf die Probe stellen und morgen eine weitere halbe Stunde früher aufstehen.

Wieso laufe ich eigentlich morgens? 

Zum einen, weil ich gerade austeste, welches für mich die beste Uhrzeit ist. Zum anderen, weil es toll ist, wenn man vormittags alles „erledigt“ hat. Außerdem macht das Essen umso mehr Spaß, wenn ich weiß, ich habe heute schon was in Sachen Sport & Bewegung für meinen Körper getan. Ein herrliches Gefühl!

Heute sah mein Tagesablauf zum Beispiel folgendermaßen aus: 

07.00 Uhr aufstehen, eine Banane zum Frühstück
07.30 Uhr Schuhe an und los, Ziel mind. 4 km Walking
09.00 Uhr Bikini an und los zum Bodensee, Ziel mind. 4 Std. Sonne & Wasser + viel Obst
15.00 Uhr Einkaufen fürs vegane Grillvergnügen
17.00 Uhr Vorbereiten von Tofu-Grillpäckchen, Salaten, Tomaten-Salsa und Grillkartoffeln
17.30 Uhr Tschüß, Megglè – ich mach mir meine Kräuterbutter jetzt selber!
18.30 Uhr veganen Grillteller genießen und mit gesundem Appetit speisen
20.30 Uhr die drei Möpse Gassi führen und in der Wiese toben lassen
21.00 Uhr Tori’s Abendrunde bei angenehmen Temperaturen

Vegane Kräuterbutter ist übrigens ganz einfach, selber zu machen. Und ihr braucht, wie gestern schon beim Eis, nicht mehr als DREI Zutaten, die man zumeist auch noch im Haus hat:

  • vegane Butter (zB Alsan) oder Pflanzenmargarine (zB Sojola)
  • Kräuter, frisch oder TK
  • Meersalz + andere Gewürze auf Wunsch

Butter bzw. Margarine aus dem Kühlschrank nehmen, etwas weich werden lassen, Meersalz und Kräuter unterrühren und wieder ab in den Kühlschrank. 1 Löffel davon habe ich übrigens in die Tofu-Grillpäckchen gegeben. Lecker!

Ziel für morgen: früher aufstehen, früher laufen – und dann wieder ab an den See! Wenn man schon so wunderbar wohnt wie wir im Dreiländer-Eck, dann sollte man das unbedingt ausnutzen.

Sommer, See & Kräuterbutter


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1,2,3 – Eiskalt erfrischt!

Jetzt schreib ich meine Blog-Einträge schon mitten in der Nacht. Aber ist ja kein Wunder bei der Hitze. Da ist man tagsüber doch für alles zu erledigt. Training war heute keines angesagt. Heute ist Ruhetag. Natürlich nur für mich und nicht für die Hunde:  drei Kilometer morgens früh und knappe vier Kilometer dann heute Abend bei kühleren Temperaturen.

Nachmittags kam mir dann eine Blitzidee, da ich Lust auf Eis hatte. Ich hatte im Laden schon ein fertiges Sorbet in der Hand. Dann las ich die Zutatenliste und legte es wieder zur Seite. Wozu braucht ein Eis – mit nur einer Sorte Frucht – 15 Zutaten, von denen ich die Hälfte nicht mal aussprechen kann?

Ich dachte mir, das geht auch einfacher. Kurzerhand habe ich heute ein Heidelbeer-Joghurt-Eis gemacht. Mit sage und schreibe drei Zutaten:

  • Heidelbeeren
  • Sojajoghurt (natur ohne Zucker – meine Lieblingsmarke ist Sojadé)
  • Agavensirup (wer’s süßer mag – sonst weglassen)

Und so könnt ihr das ganz einfach nachmachen:

frische Heidelbeeren (oder anderes Obst, aber die kleinen Beeren gehen am schnellsten) in den Tiefkühler stellen und gefrieren lassen – nach einiger Zeit rausnehmen (bei mir war’s ca. 1 Stunde) – mit Sojajoghurt und einem Schuss Agavensirup in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer pürieren.

Ihr müsst vielleicht ein wenig experimentieren mit den Kühlzeiten. Meine Heidelbeeren hätten noch eine Stunde länger vertragen – aber es war auch so extrem lecker. Ein eiskaltes, erfrischendes Heidelbeere-Joghurt. Geht auch mit Banane (in Scheiben schneiden, einfrieren) oder anderem Obst. Seid kreativ! Mango könnte ich mir auch gut vorstellen.

Tipp für Zeitlose: wenn’s schnell gehen muss, nehmt bereits tiefgekühltes Obst wie zB Himbeeren und püriert es mit dem Sojajoghurt. Fertig. Lecker. Mahlzeit!

Das Glück hat eine Farbe: blau!


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Von Möpsen und anderen Missverständnissen

Heute habe ich kurzerhand einen Termin bei meinem Physiotherapeuten Norbert organisieren können. Der zwickende Muskel im linksseitigen Hüft-Bauch-Bereich, ließ mir doch keine Ruhe mehr. Norbert hat mich zuletzt Anfang Januar 2013 gesehen und behandelt und war äußerst positiv überrascht, als ich ihm heute gegenüberstand. Folgender Begrüßungsdialog hat mich dazu veranlasst, heute mit ein paar „Missverständnissen“ aufzuräumen:

Ich: „Hallo, schön dich zu sehen! Ist ja schon eine Zeit lang her …“
Norbert: „Ja, Wahnsinn – eine halbe Ewigkeit. Aber ich musste viel an dich denken!“
Ich: „Ach, tatsächlich? Wieso das denn?“
Norbert: „Naja, wegen der Möpse!“
Ich: „Die sind dir in Erinnerung geblieben?“
Norbert: „Ja total. Mittlerweile find ich die echt klasse!“

Ähm, ja.
An dieser Stelle möchte ich das erste Missverständnis ausräumen: Norbert sprach von meinen Hunden. Könnte man auch anders verstehen. Aber Fakt ist, es handelte sich bei dem Gespräch um kleine, stämmige, plattgesichtige Vierbeiner mit dem Hang zu lauten Atemgeräuschen.

Was mich zur Frage einer Facebook-Leserin bringt. Kürzlich wurde ich auf meiner Seite gefragt, wieviele Hunde ich denn eigentlich hätte. Einen für jedes Level? Auch hier werde ich Licht ins Dunkel bringen. In der Tat sind es derzeit 4 Hunde an der Zahl. Und in Wirklichkeit sind es etwa 3 Level, die mir zu Verfügung stehen. Ich zähl mal auf:

Benny & Cleo: zwei Halbgeschwister, beides Möpse, einer beige, einer schwarz, beide 9 Jahre alt, wohnen bei mir seit sie 12 Wochen alt sind und genießen jetzt ihren Ruhestand – geeignet für Fitnesslevel 3: wenn ich nur mal eben einen kleinen Spaziergang machen möchte

Tori: der jüngste & neueste Mitbewohner, ca. 16 Monate alt, kommt aus Kroatien, vermutlich ein Hüte-Jagd-Wach-Herden-Spaß-Wald-und-Wiesen-Mischling mit langen Beinen, langen Haaren, viel Energie (außer beim Spazieren) und Blödsinn im Kopf, wohnt seit 4 Wochen bei uns – Fitnesslevel 2: wenn ich laufen möchte, relativ gemütlich, dafür längere Strecken

Oscar: die Mops-Sport-Edition, 2,5 Jahre alt, ein Scheidungsmops, dem ich Asyl gewährte im Oktober 2012, hatte bereits einen Autounfall und eine Hüft-OP, da er gerne unter Autos springt sofern sie schnell genug fahren, lange Beine, extrem schlank für einen Mops, eine etwas längere Nase und Power und Ausdauer ohne Ende, normales Spazierengehen nicht möglich – Fitnesslevel 1: wenn ich im richtigen Pulsbereich laufen möchte, mind. 5 Kilometer schaffen will und Lust habe, dabei einen hyperaktiven Mops, der Tendenzen zum Suizid hat, nebenbei an der Leine zu führen .

So, das wäre geklärt. Nun noch ein wichtiger Punkt, der mir am Herzen liegt – damit zurück zu Norbert:

Norbert: „Wie hast du das denn geschafft, so viel abzunehmen? Du siehst echt toll aus!“
Ich: „Haha, danke … naja, halt viel essen.“
Norbert: „Ja, ne ist klar. Viel essen. Und sonst noch was. Das glaubt dir keiner.“

Und ich glaube, damit hat er recht. Aber Tatsache ist, dass ich nie gehungert habe. Wenn, dann hätte ich das gar nicht durchgehalten. Ich kann keine Menschen leiden sehen. Schon gar nicht mich selbst. Ich habe in der Tat viel gegessen. Natürlich bin ich auch viel gelaufen, aber nicht immer und schon gar nicht im Winter. Dennoch war es mir wichtig, ordentlich zu essen. Und gerade heute hatte ich aufgrund der Hitze, die Idee, mir ein Eis zu machen. Ananas und Bananen geschnipselt, eingefroren und mit Mandelmus und Agavendicksaft püriert. Es war traumhaft lecker! Und als ich den Eisbecher so vor mir stehen sah, dachte ich mir: Mit Abnehmen wird oft Verzicht verknüpft, mit veganem Essen ebenso. Wieso eigentlich?

Ich kann aus vollster Überzeugung sagen: Ich habe nie besser gegessen. Nie abwechslungsreicher. Ich esse große Portionen, weil ich das brauche und weil ich es mag. Ich verzichte auf gar nichts. Es ist einfach anders. So, als ob eine Tür zugefallen wäre und eine andere ging auf. Und hinter dieser Tür wartete ein Schlaraffenland auf mich, von dem ich vorher nichts ahnte. That’s all.

Also, esst, seid zufrieden und bewegt euch. Mit oder ohne Hunde. Ich mach mir jetzt erstmal Kürbispommes mit 2 verschiedenen Dips (einmal Basilikum-Ketchup und einmal Avocado-Dip) und so gegen 20 Uhr werde ich noch eine Runde drehen. Muss doch mal testen, wie mein neu justiertes Becken und mein gedehnter Hüftbeuger-Muskel sich so anfühlen.