veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners


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Die Null-Bock-Woche

Trainingspläne sind was Schönes. Besonders wenn sie zu Ende sind. Denn dann folgt regelmäßig das, was ich die Null-Bock-Woche nenne. In dieser Woche (oft sind es auch zwei am Stück), darf und soll ich frei und ohne Plan tun, was mir Spaß macht. Ich kann laufen, wie und wann ich will, so schnell ich will – soll aber auch andere Dinge tun wie Radfahren, Schwimmen oder was auch immer. Diese Phase folgt meist auf ein intensives Trainingsplan-Ende, das in irgendeinem fantastischen Lauf gipfelte. Im Winter war das der Silvesterlauf – im Frühjahr war das mein Trainingshalbmarathon gefolgt vom WOW-Frauenlauf.

Nach so einem Gipfel soll also die Spaß-Fun-Run-Woche kommen. Bei mir ist das nicht so. Bei mir kommt nach dem Gipfel das tiefe Tal. Aber sowas von tief. Bereits zum zweiten Mal erlebe ich, dass mir auf einmal überhaupt nichts mehr Spaß macht. Ich hab keinen Bock zu laufen, keinen Bock zu radeln (liegt vielleicht daran, dass ich gar kein Rad habe), keinen Bock zu schwimmen, keinen Bock aufzustehen, nicht mal richtig Bock auf Essen. Meine Grundstimmung ist in dieser Zeit hochexplosiv und im Allgemeinen sehr fragwürdig. Innerhalb von Sekunden sind Umschwünge möglich und zu erwarten. Man könnte auch sagen: ich geh mir grad tierisch selber auf den Keks!

Und in dieser wunderbaren Gemütsverfassung passierten kürzlich zwei Dinge, die mich mal wieder aus der Fassung brachten.

Ich wurde von meinem Trainer nach neuen Zielen gefragt.

Tja, das warf mich dann schon ziemlich aus der Bahn. Denn irgendwie hab ich ja schon alles gemacht, was ich mir für dieses Jahr so vorgenommen habe. Ich bin sogar schon Halbmarathon gelaufen – zwar nur im Training, aber das zählt auch. Zumindest für mich. Klar, der nächste HM soll dann ein Wettkampf sein im September. Hab ich dafür Ziele? Und wenn ja, was für welche? Nach einiger Zeit des Überlegens wurde mir klar, dass es mir eigentlich völlig schnurzpiepsegal ist, in welcher Zeit ich diese 21.1 Kilometer laufe. Darf man das eigentlich laut sagen?

ES IST MIR SOWAS VON VÖLLIG SCHNURZPIEPSEGAL, OB ICH FÜR 21,1 KILOMETER 2 STUNDEN ODER 3 STUNDEN BRAUCHE!

Das was ich will, ist ein schöner Lauf. Ein Lauf bei dem ich noch lachen kann, mich gut fühle, mich anstrenge, alles unter Kontrolle habe, gut aussehe und nicht abgehetzt – und atmen kann. Ja, atmen wäre auch nicht schlecht.

Und wenn ich den Gedanken weiterspinne, dann würde ich das gerne auch von einer Marathondistanz und mehr behaupten können. Fassen wir es zusammen: ich möchte stundenlang und über zig Kilometer in meinem Feelgood-Slow-Turtle-Tempo, das derzeit bei rund 8 km/h liegt, laufen können, die Natur, die Menschen und den Lauf genießen. Mich wohlfühlen, mich verausgaben auf die Distanz gesehen, mich bewegen.

Ist das jetzt ein Ziel?

Vermutlich. Wenn auch nicht unbedingt eins, das man von einer Läuferin erwartet. Denn diese Woche bekam ich via Instagram eine Nachricht zu meinem Finisher-Foto vom Viertelmarathon. Der Gute hat versehentlich gemeint, ich wäre tatsächlich einen ganzen Marathon gelaufen und ratet mal, welche Frage er mir als erstes gestellt hat?

Wie lang hast du dafür gebraucht?

2013: Glücklich nach 12 Kilometern!

… und ich kann mich nur wiederholen: Auch beim Marathon, der auch nur eine Etappe auf dem Weg zu mehr ist, ist es mir wirklich sowas von völlig egal, wie lange ich dafür brauche – solange ich mir diesen Gesichtsausdruck beim Laufen bewahren kann, habe ich alles richtig gemacht.

So, und jetzt wird das Ende der Null-Bock-Woche eingeläutet!


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Geschafft!

Etwas verspätet, aber doch! Ich wollte eigentlich auf das offizielle Foto vom alphateam warten, das beim Marathon fotografiert hat – aber das dauert noch. Deswegen also mit Verspätung aber genauso erfreulich mein Bericht von Tag 1 nach dem Viertelmarathon:

Heute ist Tag 1 nach dem einschneidendsten Erlebnis meiner bisherigen Läuferkarriere. Hab ich Muskelkater? Ja, den hab ich – aber sowas von verdient! Ich bin gestern 11,98 km gelaufen in einer – Trommelwirbel! – Zeit von 1 h 34 min 40 sec. !
Gerechnet hatte ich ja mit knapp 2 Stunden und somit bin ich mehr als zufrieden, um nicht zu sagen hochzufrieden mit meiner Leistung, die mich selber überrascht hat.

Ich würde jetzt lügen, ohne rot zu werden, wenn ich sagen würde: He, das waren 12 Kilometer purer Spaß und es war auch überhaupt nicht anstrengend und ich würde es jederzeit wieder tun!

In Wahrheit ist es eher so: Der Start war aufregend und hat Spaß gemacht, danach kamen 10 Kilometer  anstrengende, teils zähe Schinderei, weil mein Puls so übertrieben hoch war, dass ich nicht so locker dahinlaufen konnte wie im Training – aber der Zieleinlauf der war dann Spaß pur!

Vielleicht ist das so wie mit dem Kinderkriegen (ich hab da ja null Erfahrung damit und weiß es nur von meiner Schwester, die nach jeder Geburt erstmal sagte: Nie wieder!) und währenddessen geht es einem einfach schlecht, von genießen kann keine Rede sein – aber danach, wenn du das Baby dann in den Armen hältst – oder du durch das Ziel gerannt bist – dann bist du glücklich und du denkst dir: Ja, das will ich wieder!

Ich wurde gestern von Menschen überholt, die halb so groß, doppelt so breit und dreimal so alt waren wie ich. Und von Menschen die doppelt so hoch, dreimal so breit und halb so alt waren wie ich. Eigentlich wurde ich ständig überholt. Hätte es dafür einen Preis gegeben, wäre ich vermutlich auf dem Siegertreppchen gelandet. Aber was am Ende zählt ist eigentlich nur, dass ich dabei war und dass ich nicht aufgegeben habe.

Ich bin jetzt mal großzügig zu mir selbst und hake folgende Aufgaben meines Projektes ab:

  • Von der Allesesserin zur Veganerin – erledigt seit 1.4.2012
  • Von über 98 Kilo auf unter 70 Kilo – erledigt seit 1.10.2013
  • Von der Couchpotatoe zur Läuferin – erledigt seit spätestens gestern, 6.10.2013

Sieht so aus als bräuchte ich ein neues Ziel – mein Blog heißt ja „Von 0 auf 11,98 km mit pflanzlichem Treibstoff“. Ich überleg mir mal was …

Auf dem Weg ins Ziel. Noch 2 Kilometer!


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Wochenrückblick

Wieder ist 1 Woche vorbei. Ein Woche mit vielen Kilometern, neuen Erkenntnissen, neuen Schuhen und neuen Entschlüssen.

Für diejenigen mit wenig Zeit und Geduld hier die nackten Zahlen:

runtastic Wochenstatistik

Die Aktivitäten setzen sich zusammen aus Laufen, Gehen, Yoga und Krafttraining. Daher die unterschiedlichen Farben.

Mittlerweile brauche ich meine täglichen Sporteinheiten richtig. Am Anfang war’s Überwindung, ein Muss. Jetzt ist es ein „Ich will!“

Auf den morgigen Tag freu ich mich ganz besonders: 2 Bücher sind auf dem Weg zu mir, die morgen ankommen dürften. Ich brauchte wieder einen Kick, damit es mir nicht zu langweilig wird in meinem Projekt (ja, so ist das bei mir – ich suche ständig neue Herausforderungen, damit ich am eigentlich Kernthema dran bleibe). Lektüre ab morgen:

  • Born to Run von Christopher McDougal
  • Going Raw von Judita Wignall

Man vermutet es womöglich: beim einen geht’s ums Laufen – beim anderen um vegane Rohkostküche. Ich weiß ja nicht, ob mir das schmeckt und es klingt irgendwie so extrem. Vermutlich hab ich es deswegen bestellt. Aber ich habe die Bilder gesehen von den Mahlzeiten und musste es einfach haben!

Ich habe heute einen Entschluss gefasst: ab morgen wird zusätzlich im Fitness-Studio trainiert. Ich war 2 Jahre lang nicht mehr dort und morgen werde ich mich wieder anmelden. Ich habe jetzt eine andere Motivation etwas für mich zu tun, als das noch vor 2 Jahren der Fall war. Somit steht mir dann das große Feld der Krafttrainingsmaschinen, der Laufbänder, Crosstrainer und anderer netter Foltermaschinen zur Verfügung.

Ich freu mich drauf! Wäre doch gelacht, wenn aus mir nicht doch noch eine Läuferin wird. Mit Geduld und Training plus Ernährung wird sich bestimmt was tun. So, und jetzt gibt es leckere Auberginen-Tofu-Lasagne! Mahlzeit.


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Sinn oder Unsinn von Statistiken

Die Woche ist vorbei – das Wochenende leider auch. Momentan macht es einem das Wetter wirklich leicht jeden Tag die Laufschuhe zu schnüren und einfach loszulaufen. Ich habe für mich festgestellt, dass es mich motiviert, zu wissen, wie lange, wie weit und wie schnell ich gelaufen bin. Daher die Runtastic-App, die bei mir immer mitläuft. Egal ob ich jogge oder walke.

Vor einigen Wochen, als ich noch eher der Couch-Potatoe-Fraktion angehörte, bekam ich 1 x pro Woche eine SMS aufs Handy von Runtastic mit der Aufforderung doch mal wieder meinen Hintern zu bewegen. Natürlich etwas eleganter ausgedrückt. Aber es hat gereicht, um ein schlechtes Gewissen zu erzeugen.

Mittlerweile sieht es anders aus: die SMS krieg ich zwar immer noch jede Woche – aber jetzt stehen Glückwünsche, Lobhudeleien und Komplimente drin. Ok, das war jetzt übertrieben. Aber Runtastic findet es toll, wenn ich 9 oder 10 Aktivitäten pro Woche absolviere und wünscht sich von mir, dass ich weitermache.

Zwischendurch sehe ich mir die Gesamtstatistik an und ich muss wirklich sagen: Es beeindruckt mich. Ich weiß, dass ich viel laufe – und dank meinen Hunden – auch mehrmals am Tag. Aber die heutige Wochenstatistik hat mich dennoch überrascht. Knappe 50 Kilometer bin ich gelaufen? Wahnsinn! Das ist mehr als eine Marathondistanz (42,195 km). Gut, ich habe dafür auch in etwa 10 Stunden gebraucht und das Ganze auf 7 Tage verteilt – aber immerhin!

Man kann also von Statistiken halten, was man möchte – aber mich motivieren sie weiterzumachen. Hier meine Wochenstatistik für euch:

Statistik mit knapp 50 km/Woche.


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Musik, Sonnenschein & immer dieselbe Frage

Heute viele Walking-Phasen, mal wieder zu hoher Puls (für’s Laufen), zum ersten Mal mit neuer Playlist und viel guter Musik unterwegs, Traumwetter und viel Sonne, insgesamt 6 Kilometer in knapp 56 Minuten. Ergebnis für mich ok, da viele Walking-Einheiten dabei waren, Gefühl sehr gut.

Natürlich plagt mich wieder die Frage – es ist immer dieselbe – Werde ich jemals 12 Kilometer am Stück joggen können, wo ich mir momentan bei 100 Metern schon schwer tue?

Und ich beantworte mir die Frage dann meist so:

Wenn ich es nicht ausprobiere, werde ich es niemals rausfinden.

Also laufe ich weiter. Irgendwas tut sich immer. Außerdem habe ich mich irgendwie schon dran gewöhnt wieder jeden 2. Tag unterwegs zu sein in der Natur und ich möchte es nicht mehr missen. So oder so tut es gut. Und die 7 Kilometer beim Frauenlauf werde ich auch irgendwie überstehen.

Ich wünsche euch allen einen bewegten Dienstag! 

Heute 6 Kilometer geschafft!


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(M)ein Blog und (m)eine Geschichte

Eben stolperte ich via Facebook auf den Blog von Alexandra Steiner, die zu einer Blogparade aufruft. Mit dem Thema „Erzählen Sie mir Ihre Bloggeschichte“. Das hat mich dazu veranlasst zu überlegen, wieso ich das mache. Gab ja mal ursprünglich einen Grund, der zwischendrin in Vergessenheit geraten ist. Wer bin ich, was tue ich und warum.

Geschrieben habe ich schon mit 8 Jahren gerne … bereits in der Volksschule konnte ich mich nicht zurückhalten und veröffentlichte dort meine 6 DIN-A4 Seiten-lange Geschichte über einen Fantasiewald mit Wichteln und Zwergen. Das waren sozusagen die Anfänge. Lange Zeit konnte ich mit dem Wort Blog gar nix anfangen. Ich dachte mir, wozu sollte ich meine Gedanken ins Internet stellen, sie öffentlich zugänglich machen. Was habe ich davon?

Dann hatte ich letztes Jahr im April die Idee zu meinem Projekt „veganmarathon„. Der Plan war, innerhalb kürzester Zeit meine Ernährung auf Pflanzenkost umzustellen,  meine 30 Kilo Übergewicht loszuwerden und so ganz nebenbei von der Couchpotatoe zur Läuferin zu avancieren. Mit dem Ziel im Herbst 2012 an einem Viertelmarathon teilzunehmen.

Ein Riesenthema bei diesem Projekt war die Motivation. Ich kann mich wunderbar einen ganzen Nachmittag lang selbst motivieren. Aber was ist am nächsten Tag? Und am übernächsten? So kam ich auf den Gedanken, meine Geschichte öffentlich zu machen. Natürlich nicht so richtig (mit Namen und Fotos), aber doch ein bisschen öffentlich. Denn wenn ich offiziell im Web mit meinem Projekt bin, dann wäre es peinlich das Ganze abzubrechen – so mein Gedankengang.

Es gab im letzten Jahr viele Tiefen auf sportlicher Ebene, unter anderem eine Sehnenentzündung mit anschließendem Lauf- und Teilnahmeverbot am Marathon. Einige Wochen und Monate überlegte ich mir, den Blog und die dazugehörige Facebook-Seite stillzulegen. Teilweise ließ ich sehr lange Zeit nichts von mir hören.

Dann gab es aber auch die Höhen meines Projekts. Ich habe es geschafft, mittlerweile 25 Kilo abzunehmen und ich bin seit fast 1,5 Jahren ein reiner Pflanzenesser und liebe diese Art der Ernährung, weil sie mir so dermaßen gut tut!

Und plötzlich war das Feuer wieder da. Die Überlegung, dass ich – zumindest den Viertelmarathon – vielleicht doch noch in Angriff nehmen kann. Aber heimlich und leise im stillen Kämmerlein? Nein, das ist nichts für mich. Ich brauche Motivation von außen. Ich brauche Menschen, die mich unterstützen – die umgekehrt von mir unterstützt werden, in dem sie bei  mir mitlesen. Sich von meiner Geschichte motivieren lassen. Denn es geht nicht immer nur geradeaus. Manchmal muss man Umwege in Kauf nehmen. Das ist aber kein Grund aufzugeben. Im Gegenteil. Nach einer Pause kann man mit neuem Schwung weitermachen und nicht das Handtuch werfen.

Das möchte ich hier vermitteln. Egal, ob es darum geht 5, 10 oder 20 kg abzunehmen, an einem Marathon teilzunehmen oder nur endlich den Spaziergang rund ums Haus zu schaffen. Es geht mir auch nicht darum meine Leser zum veganen Leben zu bekehren (auch wenn es mich freut, wenn sich durch meine Geschichte jemand angesprochen fühlt, es selbst auszuprobieren, denn es ist einfach toll!) – ich denke, jeder hat seine persönliche Herausforderung im Bereich Ernährung, Körper und Sport – ob die nun vegan sind oder nicht macht keinen Unterschied für denjenigen.

Ich möchte mit meinem Blog den Lesern MUT machen. Nicht aufgeben. Weitermachen. Irgendwas geht immer. Klar stellt man sich hin und wieder die Frage, wenn einen der Muskelkater plagt,  der Magen knurrt oder die Waage mal wieder einen auf Stillstand macht:

Ist es das wert?

Die Antwort ist ganz einfach: Ja, ist es.
Ich weiß wovon ich spreche.
Sich in seinem Körper zuhause zu fühlen, eins mit sich selbst zu sein – das ist es wert.
Immer.

veganmarathon


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Mein Körper, mein Freund.

Gerade eben komme ich von einer Runde Yoga zurück. Weit muss ich dafür nicht gehen, nur ein Stockwerk höher in mein, nennen wir es mal „Büro-Kinderzimmer-Sportraum-Gruschtkammer“. Seit längerer Zeit habe ich kein Yoga mehr gemacht. Wieso eigentlich nicht? Andere Interessen, zuwenig Zeit (denkt man ja meist), mehr Lust auf Muskelaufbau-DVD’s, lieber laufen, … und so weiter.

Aber heute – eigentlich Ruhetag – dachte ich mir, ich leg mal eine Runde „Harter Hund“ ein. So heißt die anstrengendste Sequenz in Susanne Fröhlich’s erster Yoga-DVD. Dieser harte Hund machte mir von Anfang an zu schaffen, denn der ist nicht ohne. Im herabschauenden Hund zu stehen und dann noch ein Bein gestreckt nach hinten zu heben (das nennt sich dann Taube), war für mich ein Ding der Unmöglichkeit. Bis heute.

Heute lief das ohne gröbere Schwierigkeiten. Und dann kam das Ende. Nämlich der Schulterstand. Sowas wie eine Kerze – kennt ihr vielleicht noch aus dem Turnunterricht (wie ich das gehasst habe). Seit 1,5 Jahren habe ich nun dieses DVD. Den Schulterstand konnte ich nie mitmachen. Zuwenig Bauch- und Rückenmuskulatur und auch sonst zuwenig von allem was man so dafür braucht. Heute also zum Schluss wieder Schulterstand: ich probierte es zumindest. Langsam hob sich mein Körper in die Höhe und tatsächlich schaffte ich einen – ich vermute in etwa halben – Schulterstand, der dem schiefen Turm von Pisa glich.

Kann euch kaum sagen, was für ein sensationelles Gefühl das ist. Nein, es war gar nicht nur ein Gefühl. Es waren gleich mehrere: Erschrecken, Freude, Verblüffung, Faszination, Überraschung … noch viel mehr und vor allem eins: Stolz.

Stolz auf meinen Körper, der nach jahrelanger Jojo-Tortur immer noch zu mir hält. Der immer noch in der Lage und gewillt ist, sich zu verändern. Mitzumachen bei dem, was ich vorhabe. Der so wandelbar ist, dass ich es nie geglaubt hätte. Der nicht perfekt ist, aber der beste – und der einzige – den ich habe. Ja, darauf bin ich wirklich stolz!

Ich & mein Körper im Juni 2013