veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners


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50 Kilometer

Ein kurzer Eintrag zum Sonntagabend:

Heute morgen bin ich 4,3 Kilometer mit Mops Oscar gelaufen und zwar frühmorgens um 7 Uhr. Temperaturmäßig hat es kaum was gebracht – ich hätte wohl doch schon um 6 Uhr gehen müssen, um einen deutlichen Unterschied zu spüren.

Abends ein Blick auf die Wochenstatistik: gut 46 Kilometer. Nicht schlecht. Dann kam Tori’s Abendrunde dran und wir dachten uns, die 50 Kilometer machen wir voll. Hat geklappt und ich bin sehr stolz auf die Hunde & mich. Ein Meilenstein in meiner Laufgeschichte!

50 Kilometer geschafft!


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Das Linsendrama und die Sache mit den Zielen

Heute ist es heiß, wie fast jeden Tag. Ich bin frühmorgens sagenhafte 8 Kilometer gelaufen in, für mich, sagenhaften 74 min. und 30 sec. Passt, bin zufrieden! Zwei Dinge sind mir dabei durch den Kopf gegangen (im wahrsten Sinne des Wortes) und darüber möchte ich euch berichten.

1. Das Linsendrama
Die Kurzform: ich, kurzsichtig, vertrage sehr schlecht Kontaktlinsen, mindestens 10 – 15 verschiedene ausprobiert. Letztes Jahr auf den Optiker meines Vertrauens gestoßen (PRAEG in Bregenz) und tatsächlich nach langem Forschen und viel Einsatz von Optikermeister Thomas fanden wir auch für mich eine Linse, die ich zum Sport verwenden kann, trotz meiner extrem trockenen Augen. Ich trage normalerweise keine Linsen und bestell sie meist auch nur im Sommer, wenn ich vermehrt draußen bin und schwitze und kein zusätzliches Gewicht mir mir rumschleppen will (jedes Gramm zählt 😉 ).

Auch diesen Sommer war es wieder soweit. Gestern abend lief ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder mit Linsen rum. Abends dann das übliche Theater: wie bringt man die Dinger wieder raus? Die ersten 3-5 x stelle ich mich da ziemlich doof an, aber ich weiß es ja. Das Wichtigste ist, die Ruhe zu bewahren, wenn es nicht gleich klappt. Linse links flutschte einfach so raus. Perfekt. Linse rechts will nicht. Bleibt lieber drin. Ok, ruhig bleiben, was anderes machen. Spaziere ein wenig im Flur rum, ziehe aufgrund plötzlicher Hitzewallungen mein T-Shirt aus und probiere nochmal. Autsch! Irgendwas ist jetzt anders. Noch 2 Versuche – jedes Mal wieder Schmerz, unangenehm. Ich reiße die Augen auf, blicke in den Spiegel, suche nach dem Rand der verflixten Linse. Sehe nichts. Leichte Panik kommt auf … stürme zu meinem Mann und behaupte, dass die Linse in meinem Auge verschwunden ist. Auge schon recht rot und beleidigt. Er untersucht mein Auge, findet auch nichts. Sicher, dass sie nicht rausgefallen ist? Natürlich nicht! Diese Gummidinger fallen nicht einfach so raus und außerdem hätte sie dann im Waschbecken liegen müssen. Mittlerweile 23.30 Uhr, Auge noch geröteter, ich todmüde und aufgeregt. Sah mich schon einäugig im Bus nach Bregenz fahren, um mich einer gröberen Untersuchung zu stellen, wie mein Auge es geschafft hat, die Kontaktlinse zu verschlucken.

Praktisch denkend wie Männer oft mal sind, kommt nun die Taschenlampe zum Einsatz. Jeder Quadratzentimeter im Bad wird abgesucht. Bei CSI Miami klappt das schließlich auch, meint er nur. Nichts. „Und du bist sicher, dass du immer noch was im Auge spürst?“ Ich weiß es nicht mehr. Das Auge zieht und ob jetzt was drin ist oder nicht oder es nur weh tut, weil ich zigmal reingepatscht habe – keine Ahnung. „Was genau hast du gemacht? Irgendwas ausgezogen?“ fragt Ehemann in CSI-Manier. Ich hole das T-Shirt. Nichts drauf. „Und hast du da schonmal reingeschaut?“ Der Finger zeigt auf mein Dekolleté. Ähm, nein, aber wie soll sie denn bitte  da rein … huch, da ist sie! Schon ganz verschrumpelt.

Tja, so kann es gehen, meine Damen. Immer auch das Dekolleté in die Suche miteinbeziehen, sollte euch mal was Ähnliches passieren!

Themenwechsel, das hier ist wirklich etwas peinlich … nur noch eins: wenn ihr in Bregenz seid oder in der Nähe wohnt und eine Brille oder Linsen braucht, besucht den Thomas und die Ingrid mit ihrem Team in der Kaiserstraße – selten so einen tollen Service erlebt und was Brillen und Kontaktlinsen angeht die tollste Beratung, die ich in den letzten 10 Jahren hatte! 

2. Die Sache mit den Zielen
Kürzlich las ich im Forum auf einer Seite für Abnehmwillige von einer Dame, die schrieb „Traumgewicht muss ja gar nicht sein – wär schon froh, wenn mir die Hosen etwas besser passen“. Dieser Satz hat mich völlig irritiert. Ich wäre noch nie auf die Idee gekommen „nur“ deswegen irgendeine Anstrengung zu unternehmen. Da hätte ich dann lieber eine größere Hose gekauft. Mag sein, dass das manche anders sehen – wie es meistens im Leben so ist – aber mit diesem Ziel vor Augen glaube ich nicht, dass ich mich selber hätte motivieren können, irgendwas in meinem Leben zu ändern.

Meine Ziele sind enorm hoch gesteckt. Ich habe mir von Anfang an vorgenommen rund 35 kg abzunehmen und am besten noch im selben Jahr an einem Halbmarathon teilzunehmen. Hätte ja auch sagen können 10 kg wären ganz nett und ich lauf halt mal so 2 x die Woche. Einfach so. Ich weiß aber, dass ich es dann nicht tue.

Ich weiß  das Zitat von Attila Hildmann nicht mehr korrekt auswendig, das er in seinem Buch „Vegan for Fit“ benutzt, aber sinngemäß lautet es so:

„Nimm dir den Mond als Ziel – und wenn’s nicht klappt, dann landest du immer noch bei den Sternen“

Warum sich nicht mal das Unmögliche vorstellen? 5, 10, 20 oder 40 kg leichter, im kurzen Laufhöschen, auf dem Fahrrad, Ziellinie vom Marathon oder Triathlon überqueren, eine neue persönliche Bestzeit erreichen, die Kollegen, den Mann, Freunde und Familie beeindrucken, leicht wie eine Feder am ewig nervenden Mitmenschen vorbeijoggen, der sowieso dachte, dass du es niemals packst … träumen darf man doch. Und wenn man nur einen Teil davon umsetzt, dann ist das mehr, als gar nichts zu tun und auf der Couch zu sitzen und darauf zu hoffen, dass die Hosen vielleicht mal wieder besser passen.

Also, mal ehrlich: Wovon träumst du ?


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Sinn oder Unsinn von Statistiken

Die Woche ist vorbei – das Wochenende leider auch. Momentan macht es einem das Wetter wirklich leicht jeden Tag die Laufschuhe zu schnüren und einfach loszulaufen. Ich habe für mich festgestellt, dass es mich motiviert, zu wissen, wie lange, wie weit und wie schnell ich gelaufen bin. Daher die Runtastic-App, die bei mir immer mitläuft. Egal ob ich jogge oder walke.

Vor einigen Wochen, als ich noch eher der Couch-Potatoe-Fraktion angehörte, bekam ich 1 x pro Woche eine SMS aufs Handy von Runtastic mit der Aufforderung doch mal wieder meinen Hintern zu bewegen. Natürlich etwas eleganter ausgedrückt. Aber es hat gereicht, um ein schlechtes Gewissen zu erzeugen.

Mittlerweile sieht es anders aus: die SMS krieg ich zwar immer noch jede Woche – aber jetzt stehen Glückwünsche, Lobhudeleien und Komplimente drin. Ok, das war jetzt übertrieben. Aber Runtastic findet es toll, wenn ich 9 oder 10 Aktivitäten pro Woche absolviere und wünscht sich von mir, dass ich weitermache.

Zwischendurch sehe ich mir die Gesamtstatistik an und ich muss wirklich sagen: Es beeindruckt mich. Ich weiß, dass ich viel laufe – und dank meinen Hunden – auch mehrmals am Tag. Aber die heutige Wochenstatistik hat mich dennoch überrascht. Knappe 50 Kilometer bin ich gelaufen? Wahnsinn! Das ist mehr als eine Marathondistanz (42,195 km). Gut, ich habe dafür auch in etwa 10 Stunden gebraucht und das Ganze auf 7 Tage verteilt – aber immerhin!

Man kann also von Statistiken halten, was man möchte – aber mich motivieren sie weiterzumachen. Hier meine Wochenstatistik für euch:

Statistik mit knapp 50 km/Woche.


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Treibjagd

Ich habe mein Ziel also gestern tatsächlich noch erreicht: endlich einen Pace von unter 10 Minuten. Genauer genommen: 9 min. 16 sec. war das Ergebnis.

Ok, für die Läufer unter euch ist das natürlich keine großartige Leistung – eher ein Spaziergang im wahrsten Sinne des Wortes – für mich war es anstrengend und ich musste dafür an einige Grenzen gehen. Und weil ich das so toll fand, erzähle ich jetzt einfach mal für diejenigen, die vielleicht auch noch in der Schneckenklasse kämpfen, wie ich das gemacht habe:

  1. ich hab mir jemanden gesucht der schneller ist als ich (also quasi jeder – in meinem Fall mein Mann)
  2. hab ihn gebeten, meine Pulswerte etc. im Auge zu behalten
  3. wenn Puls ok – wird gejoggt
  4. wenn Puls im roten Bereich – wird gewalkt
  5. wenn gewalkt wird, dann trotzdem Pace < 10 min. einhalten
  6. er muss drauf achten, dass ich nicht langsamer werde
  7. Zielzeit war 50 Minuten – auch darauf achtet er

Mein Mann hat den Vorteil, dass seine Beine in etwa 2,50 lang sind und er einen Schritt macht, wo ich drei Schritte mache. Eindeutig sein Vorteil. Es war mir – sogar vor ihm – fast ein wenig peinlich, wenn die gute Frau aus der Runtastic-App beim kleinsten Anstieg monoton und äußerst öffentlich verkündet:“Bereich 2″. Was soviel bedeutet, wie dass mein Puls jetzt jenseits die 140-er-Marke klettert.

Ich fühlte mich zeitweise wirklich ein wenig wie bei einer Treibjagd. Dadurch war ich auch etwas gestresst. Aber im Endeffekt hat es sich für mich gelohnt, auch wenn ich nicht gedacht hätte, dass ich so hart arbeiten muss, um diese eine, winzig kleine, verdammte Minute reinzuholen. Dazu kamen fiese Ohrenschmerzen wegen dem Wind, der gestern sein Unwesen trieb. Alles in allem war meine Laune danach nicht greifbar. Weder gut noch schlecht. Einfach erschöpft, aber auch ein wenig stolz, dass ich so richtig zum Schwitzen gekommen bin. Denke, dass werden wir jetzt so 1x die Woche weiterführen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass mein Mann es gar nicht so schlecht findet, wenn ich zur Abwechslung mal ihm folge …


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Völlig losgelöst …

… vom vorgegebenen Pulsbereich. So in etwa könnte man das heutige Training bezeichnen.

Vorweg: Es war grottenschlechtes Wetter. Aber das störte mich nicht grob. Bin trotzdem los, mit meiner Mama im Schlepptau, die meinen Pace zwar meist um 1 Minute senkt (sie ist a) langsamer als ich und b) quatschen wir zuviel), aber in Begleitung ist die Motivation halt doch höher.

Ich habe heute beschlossen, den Puls mal in alle Winde zu schießen und einfach zu laufen, solange es Spaß macht und ich Luft kriege. Wie lange das genau war, kann ich gar nicht sagen. Bei Puls 164 gab ich dann klein bei. Dieses Spielchen haben der Puls und ich ca. 5-6 x getrieben und ich hatte einen grandiosen Spaß dabei! Ich kann es euch nicht sagen: es war herrlich, laufen so schnell man will und kann, nix tut weh, der Regen im Gesicht … Wahnsinn!

Ich glaube sogar, dass ich mittlerweile theoretisch schneller laufen würde als früher, wenn ich es denn mal länger als 30 sec. (heute war’s definitiv länger) aushalten würde. Vermute mal, dass deswegen auch mein Puls flotter nach oben geht, da ich einfach nicht mehr ganz so langsam bin wie mit 25 kg mehr auf den Rippen. Will auch nicht mehr so langsam sein, ich hatte heute so gute Laune über den Waldweg zu fliegen – ok, geflogen bin ich nicht wirklich, aber in meiner Phantasie sehr wohl – und einfach nur zu laufen, laufen, laufen. Es war so toll, ihr müsst das unbedingt auch machen. Bei Regen. Ohne Mütze. Brille runter, sofern ihr eine habt und raus bzw. rein ins Vergnügen.

Die Werte heute sind nicht so toll, Pace mies und die Dauer des Laufs war über 1 Stunde – aber da war noch ein Umweg zur Gemeinde mit drin, außerdem bin ich nach jedem Lauf wieder umgekehrt und meiner Mum entgegen gewalkt – von daher nicht besonders aussagekräftig. Aber bei meiner runtastic-Statistik habe ich unter „Laune“ einen fetten Smiley eingetragen.

Singing and running in the rain!


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Mein Telefon meint, mein Puls ist zu hoch!

So ihr lieben Mitläufer, Mitleser und Mitleidende!

Wird mal wieder Zeit von den aktuellen Geschehnissen zu berichten.

Nachdem ich letzte Woche 6 Kilometer auf Asphalt gelaufen bin (wohlgemerkt: laufen ist bei mir immer noch eine Mischung aus Schneckentempo und Schneckentempo forte – also ein wenig schneller – liege derzeit bei etwa 6 km/h), haben sich meine Knie beschwert. Die Hüfte hat sich ruhig verhalten. Die Knie haben sich aber ordentlich aufgeführt. Und zwar noch Tage später.

Mein Physiogott hat sich dann meine Fußsohlen vorgenommen und festgestellt, das ein kleiner Muskel überansprucht war, der die Knie unterstützt beim Laufen. Fragt mich nicht wie das geht, ich habe keine Ahnung – jedenfalls ist der für die Knie zuständig. Hat sich wohl eine Auszeit genommen und die Unterstützung verweigert… nun geht’s mit den Knien wieder aufwärts!

Wie ihr euch erinnert hab ich ja noch ein anderes Problem im Gepäck:  mein Puls! Der tut ja auch was er will und vor allem dann, wenn er eigentlich nicht soll und überhaupt. Seit kurzem bin ich runtastic-Anhänger geworden und habe mir vor 2-3 Wochen die Pro-App runtergeladen und dazu noch einen Brustgurt geleistet, der via Bluetooth den Puls misst. Ich dachte mir, da schlag ich 2-3 Fliegen mit einer Klappe: Musik, runtastic & Puls in einem Gerät – passt!

Das funktioniert total gut – nur irritiert es irgendwie, wenn die Musik permanent unterbrochen wird, weil Vanessa (so heißt mein runtastic-Drill-Sergeant) mir andauernd mitteilt, dass ich zu langsam oder zu schnell bin. Und das mein Puls zu hoch ist, teilt sie mir auch mit. Zwar praktisch… aber irgendwie seltsam. Vor allen Dingen sagt sie das völlig ausdruckslos. Es lässt sie eigentlich völlig kalt, dass ich mit einem Puls von über 160 durch die Gegend renne. Gut, das Telefon fängt an zu blinken…. aber wer schaut da schon immer drauf? Ich würde mir also ein wenig mehr Emotion wünschen, liebe runtastic-Entwickler.

Wie wär’s mit einem euphorischen: „Judith – das machst du spitze! Schon 2 Minuten durchgehalten – die restlichen 118 min. schaffst du mit links! Weiter so!“  Ja, das wär nett. Macht doch mal sowas!

runtastic Lauf 2013-01-15 um 15.30.53