veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners


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Klick im Kopf.

Geht es darum, nach dem Moment zu suchen, bei dem es bei mir „Klick“ machte, dann ist das nicht so einfach. Mit „Klick“ meine ich dieses Umschalten von „Ich bleib so wie ich bin und das ist gut so“ zu „Ich will was verändern. Ich will mehr. Und dabei gleichzeitig weniger werden.“

Es gab kein Auslösen des Klicks im Außen. Kein verstörendes Foto, keine geplatzte Hose, kein erschreckendes Spiegelbild – nichts. Ich war einfach ich. In einer zunehmenden Phase. Zugegeben, mit Höchstgewicht, aber auch die dreistellige Zahl, die in greifbare Nähe rückte, schockierte mich nicht grob. Ich hatte aufgegeben. Es war mir irgendwie egal. Aber nicht ganz.

So ein leises Klick war da schon. Innerlich. Kaum hörbar. Es gab da dieses Gefühl. Dieses „Eigentlich-bin-ich ganz-anders-nur-weiß-es-noch-keiner“-Gefühl. Ich habe darüber nie bewusst nachgedacht. Nur ab und zu hatte ich eben solche komischen Gedanken. Dass ich in Wirklichkeit gar nicht so dick sein müsste. Dass ich eigentlich anders gedacht bin. Schlank. Und schnell.

Lächerlich, wenn man sich das mit 98 Kilo (oder 110, oder 125 oder 80 – setzt ein, was ihr wollt) denkt. Aber im Nachhinein, wenn ich jetzt Fotos sehe, oder an die Zeit denke, in der ich soviel mehr war – da verstehe ich es. Es war so, als hätte ich einen Fettanzug an. Einen, den ich mir selbst angefuttert hatte. Ich fühlte mich niemals so dick, wie ich mich jetzt auf den Fotos sehe. Als hätte ich ein Kostüm an! Erst letzte Woche, als ich das Lauffoto vom Frauenlauf 2012 für euch auf Facebook gestellt habe, fiel ich beinahe ins Koma vor Schreck. Ich habe dieses Foto gekauft. Ein Jahr später. Letztes Jahr wollte ich es nicht haben, weil es mir nicht gefiel. Dieses Jahr musste ich es haben (zum Glück verliert das Internet nichts) – ich konnte nicht glauben, dass ich das war! Ich bin mit dem Computer zu meinem Mann gerannt und rief: „Schau dir das an! Schau! Dir! Das! An!“ Und er grinste nur und meinte: „Schatz, ich weiß wie du ausgesehen hast.“ Ich bekam beinahe Schnappatmung und brüllte: „Aber doch nicht SO!“

Ein paar Wehwehchen hatte ich damals schon, aber nichts Weltbewegendes. Kleidung bestellte ich mir im Internet in Übergröße („gefällt mir sowieso viel besser als der andere Kram, da sieht ja alles gleich aus“) und ich wurde überall gemocht, hatte Freunde, einen Job mit Anerkennung, einen Mann, der mich so nahm wie ich war – kein Grund sich zu verändern.

Und trotzdem wurde das Klick-Klick-Klick immer hörbarer. Ich wurde unruhig. Immer öfter dachte ich: „Irgendwas tut sich. Das war‘s noch nicht. Du bist nicht so. Du bist anders.“ Wo das herkam? Ich habe keine Ahnung, aber ich glaube, dass es dieser Gedanke war, der schlussendlich dazu beigetragen hat, dass ich heute 30 Kilo weniger habe und laufe.

Am 1.4.2012 wog ich 98,3 Kilogramm. Ich stand auf und fasste den Entschluss: Ich laufe einen Marathon! Ich weckte meinen Mann und warf ihm meinen Plan ohne Vorwarnung mitten in das noch verschlafene Gesicht. „Ok“, brummelte er. „Wann fangen wir an zu trainieren?“ Ich habe mich noch am selben Tag für den Viertelmarathon, der 6 Monate später stattfand, angemeldet und mit dem Training begonnen.

Das war mein Klick.
Genau auf dieselbe Art und Weise habe ich übrigens vor fast drei Monaten mit dem Rauchen aufgehört. Ich hatte wieder das Gefühl, dass was nicht passt. Das Gefühl, dass ich eigentlich keine Raucherin (mehr) bin. Das passte nicht mehr. Ich war jetzt eine Läuferin. Rauchen musste ich nicht mehr. Von heute auf morgen aufgehört und ich vermisse es kein Stück. Denn ich bin eine Läuferin.

Ich weiß nicht, ob dir das hilft oder ob das nur so ein „Klick-Ding“ von mir ist.

Aber vielleicht ist es nicht schlecht,  ab und zu in dich reinzuhören, um rauszufinden, ob du noch die Dinge tust und isst und in deinem Leben hast, die zu dir passen. Oder ob du eigentlich ganz anders bist.

Siegerfotos

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Heute hab ich noch 2 Fotos für euch. Eins aus dem Jahr 2012, als ich meinen ersten 5-km-Lauf absolviert habe mit 30 Kilo mehr auf den Rippen und das Zieleinlaufbild vom letzten Sonntag nach dem 12-Kilometer-Viertelmarathon. Ich sag euch ehrlich: ich mag beide, denn beides bin ich und beide Male hat mein Körper Höchstleistungen vollbracht, wofür ich sehr dankbar bin! Aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann bin ich lieber so wie ich es jetzt bin – denn das ist einfach ein sensationell gutes Gefühl!

2012 - die 5 Kilometer sind geschafft!

2013: Glücklich nach 12 Kilometern!


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Es war einmal …

… eine Replay-Jeans aus dem Jahr 2005. Diese Jeans war sehr stolz und das war auch ihr Preis. Ich habe mich damals in sie verliebt, gekauft, gehegt und gepflegt. Getragen wurde die Jeans max. 2-3 x. Danach begann eine Zeit der zunehmenden Körperfülle. Diese sollte viele Jahre anhalten. Die Jeans verbrachte diese Jahre in Gesellschaft einiger anderer Lieblingsstücke verpackt in einem Karton. Einmal pro Jahr kam sie ans Tageslicht, wurde probiert und enttäuscht wieder zurückgelegt.

Doch vor kurzem geschah etwas Besonderes: die Jeans wurde – wie jedes Jahr – aus dem Karton genommen und genoss das Tageslicht. Sie machte sich schon darauf gefasst, dass sie bald wieder ins Dunkle verbannt werden würde. Aber nichts geschah. Sie durfte am Licht bleiben. Alle paar Tage wurde sie wieder anprobiert und sie spürte selbst, dass sich was verändert hatte. Früher war bei den Knien Schluss, mittlerweile wurde sie wöchentlich höher noch oben gezogen.

Und gestern war es dann soweit:  8 Jahren hat es gedauert – und heute wurde sie zum ersten Mal wieder zugeknöpft! Leise stieß die Jeans einen kleinen Juchzer aus – denn das hieß nichts anderes, als dass sie nun endgültig die dunklen Kartonzeiten hinter sich lassen konnte.

Ein Happy End. 

… und für diejenigen, die mich ständig fragen, wann denn jetzt endlich mal Schluss mit Abnehmen ist („jetzt ist dann aber gut, oder?“ – „Hör auf damit!“)  – das hier war Schritt 1. Meine Replay kann ich wieder anziehen. Das war der Plan und ich habe es geschafft, auch wenn sich auf der Waage seit Tagen, Wochen, Monaten, Jahren (ok, ich übertreibe) nichts mehr tut. Aber es gibt noch einen Schritt 2. Und den redet mir keiner aus. Es geht um meinen Ehering. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Noch 8 Tage bis zum Frauenlauf …

Meine Jeans & Ich. Glücklich vereint. Happy End.


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Low-Carb-Rohkost-Basenüberschüssige-Supernahrung, oder was?

Vor lauter Euphorie über meinen 10-km-Lauf hab ich wohl vergessen, dass auch angehende Läufer zwischendurch was essen sollten. Mein Kühlschrank war leer. Bis auf eine Portion Reis, ein bisschen Obst, eine halb zerdrückte Paprika und eine Sojasahne, die verschlossen und mit eiserner Miene seit Monaten auf ihren Verzehr wartete, war nicht allzuviel vorrätig.

Da stellte sich mir dann doch die Frage: wie ernähre ich mich überhaupt? Klar, in jedem Fall vegan, aber gibt es einen Trend? Bin ich ein Rohköstler? Esse ich kohlenhydratreduziert und bin ein Low-Carbler? Oder doch eher ein Clean Eater? Achte ich auf meinen Säure-Basen-Haushalt? Gibt es ein Konzept nach dem ich lebe?

Eigentlich gab es jahrelang immer irgendein Konzept nach dem ich lebte. Mal war es Weight Watcher’s fröhliches Punktezählen oder ich hielt metabolische Balance. Mal wurde ich schlank im Schlaf (was irgendwie nie so richtig funktionierte, obwohl ich extra viel geschlafen habe – denn dann kann man schon nicht essen), mal trennte ich die Speisen auf meinem Teller in Kohlenhydrate und Fette und Eiweiß. Eine Zeit lang war das auch alles ganz LOGIsch. Aber immer kam nach ein paar Wochen der Punkt, an dem ich alles in Frage stellte. Und vor allen Dingen hatte ich irgendwann keine Lust mehr, einem Konzept zu folgen. Vor allem, wenn es nicht mein eigenes war. Immer aufschreiben, was du isst? Immer alles grammgenau abwiegen? Abends keine Kartoffel, wenn alles was du auf dieser Welt haben willst, genau diese eine Kartoffel ist?

Zum ersten Mal bin ich nun seit einigen Tagen konzeptlos und ohne Aufschreiben unterwegs. Einerseits ist das sehr befreiend. Andererseits seltsam. Ich weiß oft nicht, was ich essen möchte und experimentiere viel – und nein, es ist nicht alles toll! Ihr kriegt nur die tollen Sachen zu sehen – die nicht so tollen kriegt mein Mann zum Probieren, dessen Urteil meist eintönig ausfällt. „Hm.“

Ich kämpfe mich also durch die Konzepte, suche meinen eigenen Weg durch den veganen Ernährungsdschungel und kann zumindest ein paar Dinge zusammenfassen, die mir für meine Ernährung wichtig sind und passen:

  • meine Ernährung ist vegan
  • meine Ernährung besteht zu einem wachsenden Teil aus Rohkost, derzeit etwa 40-50%
  • meine Ernährung mag ich oft basisch (d.h. vorrangig Obst & Gemüse, kleine Portionen Nudeln, Reis, etc.)
  • meine Ernährung besteht aus möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln
  • meine Ernährung kommt gut ohne herkömmlichen Zucker und Weißmehl aus

So sieht es momentan aus. Ich glaube, wenn ich ein Konzept oder einen Namen dafür bräuchte, trifft es am ehesten der Begriff „Clean Eating“. Aber ich glaube, das ist auch mehr eine Art der Ernährung als ein Konzept. Von mir aus auch ein Lifestyle. Ich mag mich selbst ja auch am liebsten natürlich und ungeschminkt. Warum sollte mein Essen dann anders sein?

Der Tag heute lief dann wie folgt ab – und den zähle ich teilweise durchaus, zwecks mangelndem Kühlschrank und Vorratsschrank-Inhalt zu den 5 miesen Prozent dazu:

Frühstück: 

Zwetschgen-Banane-Zimt-Smoothie (der war noch 100% genial)
Rest Naturreis angebraten, mit einem Schluck Reissirup und Zimt (ging ja auch noch gerade so …)

Mittags:

Vollkornnudeln mit Paprika und Zwiebel angebraten in Olivenöl, abgelöscht mit der äußerst verschlossenen Sojasahne
– das war für mich schon fast ein bisschen wie Fast Food – machte mich übrigens auch nicht satt.

Und da es so nicht weitergehen konnte, beschloss ich, die umliegenden Obstbauern am Bodensee zu unterstützen und was für meine Vorratshaltung zu tun. Nun habe ich also Erdmandelmüsli im Schrank, das ich nur heiß aufgießen muss, dazu Unmengen an Zwetschgen, Marillen, Äpfel und Pfirsiche. Außerdem frischen Kopfsalat, Zucchinis und Radieschen.

So geht’s dann halt weiter im Lern-Modus: Als jahrelang diätgeschädigte Jojo-Frau musst du das erst mal auf die Reihe bekommen, dass dir keiner sagt, was du essen sollst. Bisher endete das immer in 3-4 Kleidergrößen mehr. Aber diesmal nicht. Denn inzwischen bin ich eine Läuferin.

Und Läufer essen nun mal gute Dinge. Dann wenn sie Hunger haben. Hören auf damit, wenn sie satt sind und wissen genau, was der Körper jetzt braucht – und was er braucht, um 100 Kilometer Ultramarathon durchzustehen. Zumindest bilde ich mir das ein und habe es als Ziel für mich auserkoren, was meinen Speiseplan angeht.

Falls ihr mal was für den süßen Zahn braucht und das verdammt schnell, kann ich übrigens eines wärmstens empfehlen:

1 Medjoule-Dattel
1 TL Mandelmus
– beides in Rohkost-Qualität, wer mag –

Die Dattel halbieren, Kern raus und die Dattel mit dem Nussmus füllen. Gibt fast nix, was besser schmeckt.
Außer vielleicht … die Rohkost-Schokolade-Creme mit Kokosöl, also die ist schon mega … ich glaube, dafür hab ich noch alle Zutaten da. Ich bin dann mal weg!
Mahlzeit.

Pflanzentreibstoff


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Going raw. Zumindest hin und wieder.

Lange hat’s gebraucht, bis ich mich zu einer Rezension und einem Urteil über „Going raw“ von Judita Wignall hinreißen lassen konnte. Ich bekam das Buch vor ein paar Wochen und gewohnheitsmäßig hab ich es gleich am ersten Tag verschlungen (natürlich nicht das Buch im wörtlichen Sinne). Und dann war ich enttäuscht.

Wieso? 

Ich habe festgestellt, dass diese Art Rohkost-Ernährung wie Judita sie in ihrem Buch darstellt für mich viel zu aufwändig und zu teuer ist. Es fing schon mal damit an, dass in jedem 2. Rezept ein Dörrapparat verwendet wird. Nach kurzem Googlen stellte ich fest: geht ab 200 Euro aufwärts los. Für mich zuviel Geld, um etwas mal nur auszuprobieren.

Dann der nächste Schock: Beinahe in jedem Rezept muss irgendwas eingeweicht werden – und zwar stundenlang vorher. In Kombination mit dem Dörrapparat kann dann so ein toller Gemüsewrap schon mal 2 x 6 Stunden Vorbereitungszeit brauchen.

Tja, und da steig ich aus. Denn ich bin nämlich der Typ, der, wenn er Hunger hat, SOFORT etwas zu essen braucht. Sonst gibt es – zumindest – leicht Verletzte.

Trotzdem ließ mich das Thema einfach nicht los. Ich hab einfach zuviel Tolles darüber gelesen: Wehwehchen verschwinden, man ist fitter, die Haut ist schöner, man nimmt ab, die Energie nimmt zu  … Herrschaftszeiten! Das will ich doch auch! Also nochmal nachgerechnet und mitten in der Nacht beschlossen, ich bestell mir einen Dörrapparat. Denn ohne geht’s ja scheinbar nicht. Dann nochmal nach Juditas neuem Buch „Raw and Simple“ (der Titel klang ja vielversprechend) gegoogelt und Leseprobe angefordert. Gibt’s derzeit nur auf englisch, aber das kommt mir grad recht, die Englisch-Matura will ja auch vorbereitet werden, da schadet so ein wenig englisches Küchen-Know-How bestimmt nicht.

Dann nachts um 1.30 Uhr den erlösenden Satz gelesen: „There’s no need for a dehydrator!“ In ihrem neuen Buch sind alle Rezepte ohne Dörrapparat und alle auch ziemlich einfach gehalten. Habe also meine Ausgaben von über 200 Euro auf 13,50 Euro reduziert und ihr neues Kochbuch als e-Book runtergeladen.

Und nun?

Nun habe ich bereits 2 Tage danach gelebt. Mit folgenden Ergebnissen:
Meine Waage, das Miststück, sagt endlich mal wieder etwas, was ich hören wollte. Nachdem ich wochenlang (keine Übertreibung) an der 72,2 kg festgetackert war – ich dachte schon, das ist ist eine Fixeinstellung der Waage – rückte sie nach dem ersten Rohkosttag tatsächlich runter. Somit bin ich meinem ersten Ziel, unter die 70-kg-Grenze zu kommen ein ganzes Stück näher gekommen. Ich fühlte mich satt – abends bin ich allerdings mit leichtem Hungergefühl ins Bett gegangen, da ich nur eine Gurkensuppe geschlürft habe mit Avocado und Tomaten dazu, aber ich fand es sehr angenehm, am Abend nur noch leicht zu essen. Und das ist auch kein Muss – theoretisch kann man sich abends auch den Bauch vollschlagen, wenn man das unbedingt möchte. Aber bitte aufpassen:

Wenn ihr in die Rohkost einsteigt, nehmt vielleicht nicht zu Beginn die Kohl-Rezepte. Das hab ich nämlich getan und bin mit rohem, püriertem Blumenkohl durchgestartet. Inklusive Magenschmerzen.

Ich glaube, man muss das Rohkost-Thema langsam angehen – der Körper muss sich da erst dran gewöhnen. Die Suppen sind gut verträglich, da hab ich gar nix gemerkt. Die Frühstücke wie zB Chia-Schoko-Pudding sind auch super verträglich und bekömmlich.

Absolutes Highlight: selbstgemachte Hanfsamen-Cashew-Milch. Ich glaube, ich kauf mir nie mehr fertige Pflanzenmilch. Das hier schmeckt um Längen besser!

Ich werde mit Sicherheit kein 100%-Rohköstler und ich finde, dass muss auch nicht sein. Aber hin und wieder ein paar Mahlzeiten umstellen oder mal einen Rohkosttag einlegen – wieso nicht?

Wichtigstes Equipment ist meiner Meinung nach: ein guter Mixer und ein Pürierstab. Alles andere hat man eh zuhause: Messer, Schneidbrett etc.

Ins Geld geht natürlich die Erstanschaffung von den sogenannten Superfoods wie Chia-Samen, Goji-Beeren, Nüssen, etc und das alles in Rohkost-Qualität. Ich wusste auch nicht, dass es da Unterschiede gibt. Ich nutze im Moment nach wie vor meinen 08/15-Agavensaft aus dem Supermarkt, weil ich mir den Rohkost-Agavensaft erst zulege, wenn der leer ist. Also so ganz 100% halte ich mich auch (noch) nicht dran, aber ich dene, so nach und nach werde ich mir ein paar Lebensmittel zulegen. Einen Shop dazu findet ihr übrigens beim Keimling. Muss man natürlich alles nicht kaufen – man könnte ja auch von Gurkenscheiben, Tomaten und Salat leben. Aber ehrlich: bisschen langweilig, oder?

Schließlich will man ja auch noch alle Nährstoffe zu sich nehmen und da ist es wichtig, nicht zu einseitig zu werden.

Fazit: Planung, ordentliche Küchengeräte und ein paar Superfoods und das Ding läuft!


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Mutationen im Fitness-Studio

Ich musste heute an diesen grünen Muskelmann denken, als ich meinen Matcha-Shake (giftgrün) trank. Hulk, heißt das Männchen, das aussieht als würde es im Fitness-Studio wohnen. Möglicherweise hat der auch Badelatschen an. Hat jemand von euch schonmal auf das Schuhwerk von Hulk geachtet?

Egal, heute war jedenfalls wieder Studio-Tag, wie eigentlich jeden Sonntag. So wie Mops Oscar beim schnellen Walken mein Pacer (quasi mein Schrittmacher) ist, ist es mein Mann im Fitness-Studio. Sehr praktisch, ich geh einfach hin und er sagt mir was ich zu tun habe – ganz im Gegenteil zum sonstigen Alltag.

Heute hatte er sich lauter nette Besonderheiten ausgedacht: unter anderem eine Beinpresse, die ein wenig anders funktioniert, als die herkömmliche. Und damit meine ich nicht, dass sie einfacher wäre. Man belädt dieses Teil nämlich eigenhändig mit Hantelscheiben, um das Gewicht draufzupacken, mit dem man trainieren möchte. Quasi das Training vor dem eigentlichen Training. Gut, ich will ehrlich sein: hat mir mein Mann abgenommen, ich musste mich nur hinsetzen. Und dann ging’s los. Ich dachte ja eigentlich, dass meine Beine durch die ständige Lauferei ziemlich gut in Form sind. Jaha…. weit gefehlt! Ist natürlich auch ein anderer Bewegungsablauf und nicht vergleichbar.

Ich trainierte also mit wahnsinnigen 10, 20 und 25 kg in 3 Sätzen. Aber der Hammer kam danach. Als ich fertig war, die Beine wie Gummi (es lief grad Bob Marley auf meinem iPod mit „Could you be loved“, da fiel zumindest mir der Wackelgang gar nicht so auf), begann ich die Hantelscheiben zurückzuhängen. Bin schließlich eine ordentliche Studiobesucherin in Turnschuhen. Dass die Badeschlappen-Fraktion die Scheiben nicht zurückhängt ist klar, denen könnte ja was auf die Füße fallen.

Und mit dieser 15-kg-Hantel in der Hand mutierte ich dann. Ich lief grün an, meine Muskeln explodierten förmlich und ich lief breitbeinig zu dem Ständer. So muss sich also Hulk fühlen! Es ist tatsächlich ein richtig gutes Gefühl, wenn man solche schweren Eisenteile rumschleppt (nein, bitte keine Angebot von Metall-Firmen, die noch Eisenschlepper suchen – das funktioniert nur im Fitness-Studio). Man fühlt sich so stark und sportlich wie selten. Habe meinen Mann gezwungen, ein Foto von mir zu machen. Er hat mich im Gegenzug dazu gezwungen, die schwerere Hantelscheibe zu nehmen (ich konnte sie genau 10 sec. halten – gottseidank war der Kameraauslöser flott).

Und weil’s so schön war, zwang er mich dann noch, mit in die Folterkammer zu gehen.  Da geh ich sonst nie rein, da sind nur die bulligen Eisenschmeißer drin (und mein Mann), die sich besonders stark vorkommen. Aber heute war grad leer und er meinte: „Mach doch noch ein paar Kniebeugen!“ Ja, logisch. Hab ja heute für die Beine noch nichts getan. Die 5 Stufen zur Folterkammer schaffte ich mit Ach und Krach. Die Kniebeugen ehrlicherweise nur für’s Foto. Ich in Position, gehe in die Knie – er mit der Handy-Kamera ruft „Geh runter!“ – ich: „Ich kann nicht mehr, mach endlich das Sch… Foto!!!“ So sieht der Tatsachenbericht hinter den wunderbaren Fotos aus.

Zur Belohnung durfte ich dann mit 4-kg-Hanteln noch was für den Bizeps tun („Willst du nicht noch was für die Arme tun?“ „Hallo? Wir sind seit über einer Stunde hier!“ „Ja, macht nix – die 5 Minuten packst du auch noch.“) Ok, ich mutiere im Fitness-Studio mental zum grünen Matcha-Hulk. Mein Mann dagegen zum Drill-Sergeant. Ich frag mich grad, was besser ist …


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Rezepte für eine bessere Welt

Gestern auf Facebook noch kurz davon gesprochen – mitten in der Nacht – heute geht’s schon los: Abgesehen vom Lauf- und Essrausch in dem ich  mich bereits seit einer Weile befinde, habe ich noch eine andere Leidenschaft (wieder)entdeckt. Das Lesen.

Das Schöne ist, ich lese derzeit Bücher, von denen ich gar nicht gedacht hätte, dass sie interessant sein könnten. Mit Themen wie eben das Laufen an sich und natürlich Essen. Da musste ich mir früher schon bei der Vorstellung daran ein Gähnen unterdrücken. Wer hätte gedacht, dass solche Bücher spannender sein könnten als der neue Krimi vom Kluftinger?

Vor einigen Tagen habe ich ein Buch hervorgekramt, dass ich mir vor ca. 2 Jahren gekauft habe und das maßgeblich daran beteiligt war und ist, dass ich heute vegan lebe. Es heißt „Meine Rezepte für eine bessere Welt – bewusst genießen, schlank bleiben und die Erde retten“ von Alicia Silverstone, die auch schon als Batgirl über die Leinwände dieser Welt gesaust ist. Eine sehr hübsche Frau, die mit einer Schüssel Gemüse auf dem Coverbild sitzt und nebenbei die Welt rettet. Und mal ehrlich: wer möchte das nicht?

Im Original-Titel heißt das Buch übrigens: A kind diet. Frei übersetzt in etwa „eine freundliche Ernährung“. Und genauso ist das Buch geschrieben: freundlich. Es ist so nett zu lesen, was sie schreibt und wie sie es schreibt, dass man nicht drum rumkommt zu denken, Veganer sind nette Menschen – vielleicht weil sie nette Dinge essen, ich weiß es nicht. Es ist ein Buch, dass dich beruhigen kann, wenn du nervös bist. Wieso auch immer. Auf mich hat es jedenfalls diese Wirkung. Und natürlich sind da Rezepte drin. 120 an der Zahl. Eingeteilt in die Rezepte für Veganer und in die Rezepte für Superheros.

Superhero? Superheld? Da kommt vermutlich der Batman-Einfluss wieder ein wenig durch bei Alicia. Superheros sind bei ihr diejenigen, die relativ ungesüßt und makrobiotisch essen und vor allem Dinge, die einfach sind. Da gibt es keine umständlichen Würzmischungen und 5-erlei Gewürze die rankommen. Ein bisschen Meersalz, hier und da 3-5 Tropfen Shoyu (spezielle Sojasoße) – ansonsten viel Getreide, Reis und Gemüse.

Bisher hab ich noch nicht viel draus gekocht – ich war noch nicht soweit für Umeboshi (eingelegte japanische Aprikosen), Nori-Algen, Polenta zum Frühstück und vieles mehr. Doch als ich vor 2-3 Tagen das Buch wieder zur Hand nahm und durchblätterte, dachte ich mir: He! Das hier sieht gut aus und das hier auch … DAS würd ich gern mal ausprobieren!

Gestern dann in den Bioladen gesaust und ein paar der Zutaten gekauft, die ich sonst nicht zuhause habe. Unter anderem Reissirup. Der schmeckt nicht ganz so süß wie andere Süßungsmittel (zB wie Agavensirup, den ich teilweise in rauen Mengen verdrückt habe) und ich hoffe, dadurch aus meiner Süßigkeiten-Spirale rauszukommen. Muss doch auch mal ohne gehen!

Nun sitze ich also hier und kaue mein „Warmes Müsli mit Polenta, Hirse und Mais“. Das übrigens mit nichts gewürzt ist, außer einer Prise Meersalz. Ok, gewöhnungbedürftig. Sehr gewöhnungsbedürftig. Spontan würde ich sagen, da fehlt was. Und zwar so einiges. Würde am liebsten eine halbe Flasche Agavendicksaft darüber kippen. Aber das ist nicht der Sinn der Sache, oder?

Wenn ich eines gelernt habe aus der Umstellung auf veganes Essen, dann das hier: manche Dinge, die dir am Anfang nicht schmecken oder die du dir nicht vorstellen kannst zu essen oder zu tun sind  6 Monate später ein natürlicher und selbstverständlicher Bestandteil deines Lebens. Wenn du dran bleibst. Der Geschmack verändert sich. Und auch wenn dieses Müsli hier grad mehr als nur fad schmeckt, muss ich sagen: Im Bauch fühlt es sich gar nicht so schlecht an. Schön warm und irgendwie „einfach“ – ein zufriedenes Bauchgefühl. Einen Versuch ist es wert.

Und was erwarte ich mir davon?

Ganz einfach: schlank bleiben/werden, freundlich sein/werden und nebenbei will ich die Welt retten (manches davon ist schon erledigt, ich verrat aber nicht was). Ist doch nicht zuviel verlangt, oder?

The kind diet. Ein Versuch.


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Fitness, Fun und falsche Anzeigen

So, meine Lieben! Zeit für ein kurzes Update (vor lauter Sport und Essen komm ich gar nicht mehr hinterher mit dem Schreiben).

Seit Montag trainiere ich also zusätzlich im Fitness-Studio. Und mal abgesehen davon, dass ich mit badelatschentragenden Muskelmännern absolut nichts anfangen kann, gefällt es mir dort ganz gut. Die Sache mit den Badelatschen verstehe ich übrigens nicht so wirklich. Was spricht gegen Turnschuhe? Aber gut, es scheint eine neue Generation zu sein.

Ich habe es geschafft mit einer Steigung von 0% auf dem Laufband ganze 35 Minuten am Stück im genehmigten Pulsbereich zu laufen und ich kann euch nicht sagen, was für ein erhebendes Gefühl das war! Nur Fliegen ist schöner – zumindest wenn man schwindelfrei ist. Ich bin es nicht.

Heute war ich dann wieder dort – die Badelatschenträger auch, vielleicht wohnen die ja dort oder gehen nur zum Duschen hin, das würde die Latschen erklären – und habe mich an ein paar Kraftmaschinen versucht. Da kriegt der Begriff „etwas schwach auf der Brust sein“ eine völlig neue Bedeutung, wenn du am Butterfly-Gerät sitzt und das 10-kg-Gewicht mit viel Ächzen und kurz vor dem Nerven- und Muskelzusammenbruch gerade mal 8 x bewegen kannst! Liebe Güte, ich hab wirklich  noch viel zu tun. Ein Wunder, dass ich aufrecht gehen kann, bei der unterentwickelten Muskulatur – aber der Fairness halber muss ich auch gestehen: ich laufe ja nicht mit meiner Brustmuskulatur. Ab Bauchnabel abwärts bin ich schon ziemlich stark. Naja, ok. Ziemlich stark im Verhältnis zur Oberkörpermuskulatur. Lassen wir dieses Thema und widmen wir uns schöneren Dingen: meiner Waage.

Ich hasse sie. Die meisten Menschen hassen die Waage, weil sie ihnen die nackte Wahrheit zeigt. Ich hasse meine Waage, weil sie sie mir vorenthält und mich verwirrt, bis ich nicht mehr weiß, was nun richtig ist. Meine Waage ist ein richtiges Miststück. Gestern war Wiegetag. Ich morgens früh, unbekleidet wie Gott mich schuf und voll mit guter Laune auf die Waage gehüpft: 71,6 – 71,7 kg (sie konnte sich nicht ganz einigen, aber wen jucken schon 100g?). Das ist Tiefststand seit … keine Ahnung. Seit Menschengedenken oder zumindest meinem. Und was macht Frau veganmarathon anlässlich so eines Feiertages?

Sie springt die Treppen runter – immer noch unbekleidet – ich hoffe, die Nachbarn waren nicht zuhause, hatte aber keine Zeit, es zu prüfen – und holt ihr Handy. Denn dieser Erfolg muss fotografisch für die Nachwelt festgehalten werden. Diesmal mit Handy auf die Waage draufgehüpft: 72,2 kg. Wie jetzt? Mein Handy wiegt 500 Gramm? Handy weggelegt. Immer noch 72,2 Kilo. Wutentbrannt den Ehemann um Rat gefragt (etwas unhöflicher natürlich, als ich hier schreibe). Batteriewechsel bei der Waage. Ergebnis: 73,1 Kilo. Und anschließend ERROR. In der Zwischenzeit hüpfte ich im Dreieck und war kurz davor die Waage aus dem (geschlossenen) Fenster zu werfen. Aber einen Versuch bekam sie noch. 71,8 Kilo. Na gut, damit gab ich mich zufrieden. Aber wie erklärt sich das? Was wiege ich denn nun eigentlich? Wozu wiege ich mich überhaupt?

Mein Mann beantwortete die Frage ganz nüchtern: „Vermutlich bist du der einzige Mensch auf dieser Welt, bei dem die Gefühle mitwiegen. Je gereizter und grantiger du wirst, umso mehr zeigt die Waage an.“ Na, herzlichen Dank! In dem Fall hilft nur eins: OM. Yoga. Entspannen.

Oder einfach nicht mehr draufsteigen auf das blöde Ding. Wenn ich nur dran denke, wiege ich schon wieder 300g mehr. Das sind die Gefühle. Aaaargh! (oder doch die selbstgemachte Kokos-Schokolade? Ne bestimmt nicht. Denn ich werde beweisen, dass Schokolade essen und Abnehmen kein Widerspruch ist!)


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Die Sache mit den Kohlenhydraten

Heute ist Trainingspause angesagt. In Anbetracht der Hitze eine gute Entscheidung. Meine Entspannungsphase habe ich spontan an den Bodensee verlegt und hatte dort Zeit und Gesprächspartner, um mir über folgendes Thema Gedanken zu machen:

Kohlenhydrate reduzieren. Ja oder Nein? Und wenn ja, wieviele?

Wieso komme ich überhaupt drauf?
Mittlerweile sind fast 26 Kilo auf der Strecke geblieben auf meiner veganmarathon-Reise. Bleiben noch in etwa 5 – 10 weitere Kilos, die sich laufend aus dem Staub machen dürfen. Der Beginn der Reise war nicht ganz einfach – denn zur Motivation war es für mich wichtig rasch, die ersten 2-3 Kilos zu verlieren. Zwischendrin lief es dann so hoppla-hopp gemütlich dahin, immer mal wieder ein Kilo weniger, so dass ich gar nicht wirklich realisiert habe, dass ich plötzlich 18 Kilo weniger wog, als zu Beginn.

Dann kam das Plateau. Bei 80 Kilo ging einfach nichts mehr. Zwischendrin passierte noch Weihnachten und Silvester, was es auch nicht leichter machte – aber ehrlicherweise auch nicht schwerer. Mir waren Weihnachtskekse und Silvestersekt noch nie wichtiger als ein gutes Körpergefühl, wenn ich mir ein Ziel gesteckt habe. Trotzdem ging nichts mehr vorwärts.

Ich beschloss ein kurzes Päuschen einzulegen und  weiterhin meine Lieblingsrezepte zu kochen und aus Attila’s Kochbuch zu schnabulieren – aber ohne Kontrolle via Rezeptdatenbank mit Kalorienverbrauch. Nach 2 Monaten des veganen „Schlamper-Abnehm-Lotterlebens“ beschloss ich, es ist wieder Zeit für mehr Kontrolle.

So verschwanden weitere 7 Kilo. Und nun steh ich hier. Auf meinem 2. Plateau. Und genieße die Aussicht. Oder eben auch nicht. In Anbetracht weiterer Fortschritte, die ich machen möchte, überdenke ich mein Vorgehen.

Ist was dran, dass es hilft, Gewicht zu verlieren, wenn man weniger Kohlenhydrate zu sich nimmt? Und wieviel ist überhaupt „weniger“? Reicht das, wenn ich es nur abends reduziere? Oder ist das alles Quatsch und im Endeffekt zählt nur, dass die Kalorienbilanz stimmt: ich verbrauche mehr, als ich benötige bzw. ich nehme weniger Energie auf, als ich brauche?

Ich möchte diese Frage gerne an euch weitergeben. Wer hat Erfahrungen damit gemacht? 

Mein Plan sieht folgendermaßen aus: Ich probiere es einfach aus und zwar nach folgender Prioritäten-Liste.

  • Ich esse nur Dinge, die mir schmecken
  • Die Menge muss mich zufriedenstellen (nein, die mit den Spatzenportionen bin ich nicht)
  • Abends lasse ich Kohlenhydrate wie Nudel, Bulgur, Reis, Kartoffeln weg.
  • Ich checke den täglichen KH-Verbrauch in Gramm und wie er sich verändert.

Ich teste das jetzt 7 Tage und dann wird das Zwischenergebnis angesehen. Wenn es mir gut damit geht und ich satt und zufrieden bin, werde ich so weitermachen.
Wenn nicht: Plan B.

Was Plan B ist, verrate ich nach dem Zwischenergebnis. Brauche schließlich noch Zeit, ihn mir auszudenken 🙂

Das ist hier die Frage ...


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Gipfelstürmerin

14,4 Kilometer bin ich heute gelaufen, gewalkt, gewandert – wie immer ihr es nennen wollt. Insgesamt war ich über 3 Stunden unterwegs. Ca. 270 Höhenmeter auf den Hochberg mit einer Höhe von 1059 Metern. Einen Teil der Strecke mit den Hunden, dann kurze Pause daheim, den Rest ohne Vierbeiner in Begleitung meines Mannes. Mit Rucksack, 3 Litern Wasser, Soja-Cappuccino und Pulsgurt ausgestattet ging es los.

Teilweise sehr steil nach oben, zwischendrin musste ich auch stehen bleiben, um Luft zu holen. Aber mein Puls war vorbildlich: blieb immer brav im Bereich zwischen 1-2 (110 – 140 Schläge). Die Aussicht war bombastisch – über den ganzen Bodensee.

Ich hab die knapp 15 Kilometer gut geschafft, war nachmittags dann aber schon etwas müde. Aber ich denke, das ist ok! Angeblich hab ich ca. 1020 kcal verbrannt, was mir ein gutes Gefühl verschafft, denn gestern bin ich heillos meinen selbstgemachten Erdnuss-Choco-Crunch-Bällchen verfallen. Man kann schließlich nicht immer diszipliniert sein.

Ein bisschen Quatsch zwischendrin muss natürlich auch sein: ich wollte ein Klischee bestätigen und bat meinen Mann, ein Foto zu schießen, auf dem wir beweisen, dass Veganer von Gras und Heu leben. Fazit: Also ich für meinen Teil bleib lieber bei gegrillten Auberginen mit Tofu-Bolognese (das habe ich heute in rauen Mengen verdrückt), das Heu ist nicht mein Fall, wenn auch schön vegan.

Die lange Einheit dieser Woche habe ich brav absolviert – ich bin stolz auf mich. Es ist so ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man was für sich getan hat und vor allem wieviel. Ich bin heute am Samstag schon über 50 Kilometer gelaufen in dieser Woche und morgen kommen bestimmt noch 2-3 Kilometer dazu. Da können’s dann auch mal ein paar Erdnuss-Choco-Bällchen mehr sein … oder?

Gipfelstürmerin!