veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners

Hau(p)tsache 30 Kilo weg.

2 Kommentare

Es ist nicht das erste Mal – und vermutlich nicht das letzte Mal – dass ich gefragt werde, wie das denn  jetzt „in Wahrheit“ aussieht. Nach einer Abnahme von 30 Kilo. Klingt auf dem Papier ja erstmal schön.  Aber in Wirklichkeit müssen da doch bestimmt zentimeterweise Hautfalten rumhängen, die mich beim Laufen behindern, was erklären würde, wieso ich immer noch so langsam bin.

Aber diese Ausrede hab ich leider nicht. Oder besser gesagt: Gottseidank habe ich diese Ausrede nicht! Ich bin von Natur aus langsam, dafür stur wie ein Stier und unaufhaltsam wie eine Schildkröte. Hat alles seine Vorteile. Zum Beispiel auch den, eben keine Hautlappen und Fettschürzen (Alleine dieses Wort! Wer um Himmels Willen hat sich das ausgedacht? Ich trage niemals Schürzen, weder in der Küche noch sonstwo!) zu besitzen.

Ja, es sind 30 Kilo weniger. Ja, manche Körperteile sind geschrumpft und bei einigen rufe ich laut: Hurra! Bei anderen denke ich mir, naja, ist halt so. Grundsätzlich habe ich aber keine überlappenden Hautfalten, sieht alles aus wie früher als ich schlank war. Ich kann dafür mit massenhaft Dehnungsstreifen angeben! Die könnte ich sogar verkaufen, soviel habe ich davon – aber zum Glück an Stellen, die außer mir niemand zu sehen bekommt. Vielleicht noch der Arzt und selbstverständlich mein Göttergatte – aber der muss das aushalten, dafür bin ich jetzt wieder so leicht, dass er mich bei einem 3-Meter-Sprung aus einem brennenden Haus auffangen könnte. Und das ist doch auch schon was!

Wieso habe ich also keine überschüssige Haut? Wo ist die denn hin?

Tja, das wüsste ich auch gerne. Aber das Wichtigste ist, dass sie dort bleibt, wo sie sich hinverzogen hat. Ich kann schonmal festhalten, dass ich keine genialen Gene habe. Denn ich komme aus einer Familie, in der das Übergewicht und das schwache Bindegewebe zuhause sind – sozusagen eine fiese Wohngemeinschaft. Ich kann nur vermuten (und es bleibt tatsächlich eine Vermutung), dass es irgendwie mit dem Essen zusammenhängt. Sehr viel frisches Obst und Gemüse, vielleicht helfen die Basenbäder auch etwas dazu und hin und wieder lasse ich mich sogar dazu hinreissen mit einer Körperbürste sämtliche Problemstellen mal durchzurubbeln. Ansonsten natürlich Bewegung, Bewegung, Bewegung und Muskeltraining. Anders kann ich mir das beim besten Willen nicht erklären. Viel Spaß beim Sporteln!

So schaut's aus!

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Autor: Judith Riemer

Ehemals diätgeschädigte Jo-Jo-Expertin mit einer riesigen Abneigung gegen Sport und Bewegung aller Art. Der Schrecken aller Turnlehrer und zuverlässige Einnahmequelle der Diätindustrie. Bis sich 2012 über Nacht alles änderte. Ein Bild im Traum und die Reise begann. Ich begann zu laufen, stellte meine Ernährung um und verlor im Laufe der Zeit rund 30 Kilo Übergewicht. Erfahrungsgemäß gehe ich als eine der letzten Läuferinnen ins Ziel, was mir den Spitznamen "Turtlerunner" einbrachte. Nach wie vor bin ich untalentiert in Sachen Sport, aber inzwischen liebe ich es, mich zu bewegen. Und weil du das auch kannst, schreibe ich hier und helfe dir, wo ich kann.

2 Kommentare zu “Hau(p)tsache 30 Kilo weg.

  1. Ich habe irgendwo mal gelesen, das speziell durch das Joggen, durch die Stoßbewegungen das Bindegewebe festigt, weil besser durchblutet und „motiviert“ neue Querverbindungen zu bilden…keine Ahnung ob das stimmt 🙂

    • Hallo Corinna – also wenn das stimmt, dann bin ich äußerst erfreut 😉 Das wär natürlich super! Dann werde ich mal weiter fleißig mein Bindegewebe motivieren … haha, das klingt irgendwie nett.

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