veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners

Die Sache mit den Kohlenhydraten

4 Kommentare

Heute ist Trainingspause angesagt. In Anbetracht der Hitze eine gute Entscheidung. Meine Entspannungsphase habe ich spontan an den Bodensee verlegt und hatte dort Zeit und Gesprächspartner, um mir über folgendes Thema Gedanken zu machen:

Kohlenhydrate reduzieren. Ja oder Nein? Und wenn ja, wieviele?

Wieso komme ich überhaupt drauf?
Mittlerweile sind fast 26 Kilo auf der Strecke geblieben auf meiner veganmarathon-Reise. Bleiben noch in etwa 5 – 10 weitere Kilos, die sich laufend aus dem Staub machen dürfen. Der Beginn der Reise war nicht ganz einfach – denn zur Motivation war es für mich wichtig rasch, die ersten 2-3 Kilos zu verlieren. Zwischendrin lief es dann so hoppla-hopp gemütlich dahin, immer mal wieder ein Kilo weniger, so dass ich gar nicht wirklich realisiert habe, dass ich plötzlich 18 Kilo weniger wog, als zu Beginn.

Dann kam das Plateau. Bei 80 Kilo ging einfach nichts mehr. Zwischendrin passierte noch Weihnachten und Silvester, was es auch nicht leichter machte – aber ehrlicherweise auch nicht schwerer. Mir waren Weihnachtskekse und Silvestersekt noch nie wichtiger als ein gutes Körpergefühl, wenn ich mir ein Ziel gesteckt habe. Trotzdem ging nichts mehr vorwärts.

Ich beschloss ein kurzes Päuschen einzulegen und  weiterhin meine Lieblingsrezepte zu kochen und aus Attila’s Kochbuch zu schnabulieren – aber ohne Kontrolle via Rezeptdatenbank mit Kalorienverbrauch. Nach 2 Monaten des veganen „Schlamper-Abnehm-Lotterlebens“ beschloss ich, es ist wieder Zeit für mehr Kontrolle.

So verschwanden weitere 7 Kilo. Und nun steh ich hier. Auf meinem 2. Plateau. Und genieße die Aussicht. Oder eben auch nicht. In Anbetracht weiterer Fortschritte, die ich machen möchte, überdenke ich mein Vorgehen.

Ist was dran, dass es hilft, Gewicht zu verlieren, wenn man weniger Kohlenhydrate zu sich nimmt? Und wieviel ist überhaupt „weniger“? Reicht das, wenn ich es nur abends reduziere? Oder ist das alles Quatsch und im Endeffekt zählt nur, dass die Kalorienbilanz stimmt: ich verbrauche mehr, als ich benötige bzw. ich nehme weniger Energie auf, als ich brauche?

Ich möchte diese Frage gerne an euch weitergeben. Wer hat Erfahrungen damit gemacht? 

Mein Plan sieht folgendermaßen aus: Ich probiere es einfach aus und zwar nach folgender Prioritäten-Liste.

  • Ich esse nur Dinge, die mir schmecken
  • Die Menge muss mich zufriedenstellen (nein, die mit den Spatzenportionen bin ich nicht)
  • Abends lasse ich Kohlenhydrate wie Nudel, Bulgur, Reis, Kartoffeln weg.
  • Ich checke den täglichen KH-Verbrauch in Gramm und wie er sich verändert.

Ich teste das jetzt 7 Tage und dann wird das Zwischenergebnis angesehen. Wenn es mir gut damit geht und ich satt und zufrieden bin, werde ich so weitermachen.
Wenn nicht: Plan B.

Was Plan B ist, verrate ich nach dem Zwischenergebnis. Brauche schließlich noch Zeit, ihn mir auszudenken 🙂

Das ist hier die Frage ...

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Autor: Judith Riemer

Ehemals diätgeschädigte Jo-Jo-Expertin mit einer riesigen Abneigung gegen Sport und Bewegung aller Art. Der Schrecken aller Turnlehrer und zuverlässige Einnahmequelle der Diätindustrie. Bis sich 2012 über Nacht alles änderte. Ein Bild im Traum und die Reise begann. Ich begann zu laufen, stellte meine Ernährung um und verlor im Laufe der Zeit rund 30 Kilo Übergewicht. Erfahrungsgemäß gehe ich als eine der letzten Läuferinnen ins Ziel, was mir den Spitznamen "Turtlerunner" einbrachte. Nach wie vor bin ich untalentiert in Sachen Sport, aber inzwischen liebe ich es, mich zu bewegen. Und weil du das auch kannst, schreibe ich hier und helfe dir, wo ich kann.

4 Kommentare zu “Die Sache mit den Kohlenhydraten

  1. Du siehts gar nicht so aus als müsse da auch nur noch ein Kilo runter?!?!?

    Zu dem REst: Respekt! Ich „verzweifel“ seit Moooonaten an 4 Kilos. Die bleiben mir treu. Und je mehr ich sport mache (ich erzählte dir schon auf FB davon) umso schwieriger wird es weniger zu essen ich esse dann einfach NOCH mehr. Gestern war so ein Tag da hatte ich irren Hunger und hab mir einiges verkniffen um dann doch wieder mehr auf der Waage zu haben.

    Eigentlich will ich mich entspannen. Ich bin kein Kontroll und schon gar kein Disziplin Mensch. Ich glaub weder an Kalorien (jedenfalls nciht so platt wie es immer wiedergegeben wird) noch an die Sache mit dem weglassen der Kohlehydrate. Manchmal denke ich das ist jetzt vll einfach MEIN persönliches Gewicht?!? Kann ja sein. Vl. ist alles was weniger ist nicht dass was mein Körper will. Deshalb dieser Kampf.

    Ich will mir eigentlich gar nix verkneifen. Wenn ich Hunger habe habe ich Hunger…aber trotzdem würde ich gerne diese paar KIlo verlieren. In dieser Zwickmühle sitze ich also und mach es mir gemütlich. Mal sehen wie lange noch;-)

    LG Bianca

    • Hallo Bianca! Ich verstehe dich sehr gut. Bei mir dürfen schon noch 5-7 kg weichen. Ich möchte gern wieder in meinen Ehering und eine bestimmte Jeans passen. Die Zahl auf der Waage ist mittlerweile nicht mehr ganz so wichtig.
      Ich suche aber auch noch nach dem Weg ohne Hungern und Verzicht schlanker zu werden. Und ich bin mir sicher das geht! Bisher hat es auch gut geklappt, da werde ich es auf die letzten Kilos auch schaffen. Und wie du schon schreibst: wenn der Körper mit dem jetzigen Gewicht seinen Frieden hat, dann werde ich das auch akzeptieren. Aber vorher wird noch getestet, was die vegane Küche so hergibt! 🙂

  2. Hey, haben wir wirklich so viel ähnliches gemeinsam? 😀 Ich laufe allerdings erst seit 1-2 Monaten ernster. Aber bei mir sind auch 25-27 kg jetzt schon weg und stehe schon seit Monaten um 80 kg herum und es will nicht so richtig bewegen. Noch 5-10 kg möchte ich abnehmen.

    Deswegen fange ich jetzt an, regelmässig zu laufen, vielleicht hilft es etwas. Ich war zweimal in einem Fitness-Studio meinen Körperfettanteil messen zu lassen (mit knapp 3 Monaten Unterschied) und in der Zwischenzeit habe ich relativ viel Krafttraining gemacht. Was bei der Messung rauskam, dass ich auf der Waage nur 600 g weniger gesehen habe, unter der Oberfläche haben sich jedoch 4,4 kg an Gewicht bewegt: minus 2 kg Fettmasse, plus 1 kg Wasser und plus 1,4 kg Muskelmasse. Das Massband und mein Kaliper haben die Veränderungen super gezeigt. Bei dir habe ich in einem anderen Beitrag auch gelesen, dass deine Waage gesponnen hat – meine ärgert mich auch immer, aber nach dieser Messung interessiert sie mich nicht mehr: http://leonieshome.wordpress.com/2013/08/12/personal-training-monatsbilanz/

    Kohlenhydrate habe ich diesen Frühling auch schon reduziert, mir hat es nichts gebracht, genauso nicht carb cycling. Alleine was mich aus dem Stillstand rausgeholfen hat, war calorie cycling: http://leonieshome.wordpress.com/tag/calorie-cycling/ Allerdings ist es physiologisch so, wenn du weniger KH isst, wird beim Sport aus den Muskeln Glykogen verbraucht, das Wasser bindet. So verliert man gleich in den ersten Tagen viel Wasser. Isst man danach wieder mehr KH (s. PMS) und keine Lust hat, Sport zu treiben, werden rasch die Glykogenspeicher aufgefüllt und Wasser gebunden – die Waage zeigt gleich mehr an.

    Viel Erfolg und ich komme wieder und gucke, wie weit du schon gekommen bist 🙂
    LG, Leonie

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