veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners

Treibjagd

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Ich habe mein Ziel also gestern tatsächlich noch erreicht: endlich einen Pace von unter 10 Minuten. Genauer genommen: 9 min. 16 sec. war das Ergebnis.

Ok, für die Läufer unter euch ist das natürlich keine großartige Leistung – eher ein Spaziergang im wahrsten Sinne des Wortes – für mich war es anstrengend und ich musste dafür an einige Grenzen gehen. Und weil ich das so toll fand, erzähle ich jetzt einfach mal für diejenigen, die vielleicht auch noch in der Schneckenklasse kämpfen, wie ich das gemacht habe:

  1. ich hab mir jemanden gesucht der schneller ist als ich (also quasi jeder – in meinem Fall mein Mann)
  2. hab ihn gebeten, meine Pulswerte etc. im Auge zu behalten
  3. wenn Puls ok – wird gejoggt
  4. wenn Puls im roten Bereich – wird gewalkt
  5. wenn gewalkt wird, dann trotzdem Pace < 10 min. einhalten
  6. er muss drauf achten, dass ich nicht langsamer werde
  7. Zielzeit war 50 Minuten – auch darauf achtet er

Mein Mann hat den Vorteil, dass seine Beine in etwa 2,50 lang sind und er einen Schritt macht, wo ich drei Schritte mache. Eindeutig sein Vorteil. Es war mir – sogar vor ihm – fast ein wenig peinlich, wenn die gute Frau aus der Runtastic-App beim kleinsten Anstieg monoton und äußerst öffentlich verkündet:“Bereich 2″. Was soviel bedeutet, wie dass mein Puls jetzt jenseits die 140-er-Marke klettert.

Ich fühlte mich zeitweise wirklich ein wenig wie bei einer Treibjagd. Dadurch war ich auch etwas gestresst. Aber im Endeffekt hat es sich für mich gelohnt, auch wenn ich nicht gedacht hätte, dass ich so hart arbeiten muss, um diese eine, winzig kleine, verdammte Minute reinzuholen. Dazu kamen fiese Ohrenschmerzen wegen dem Wind, der gestern sein Unwesen trieb. Alles in allem war meine Laune danach nicht greifbar. Weder gut noch schlecht. Einfach erschöpft, aber auch ein wenig stolz, dass ich so richtig zum Schwitzen gekommen bin. Denke, dass werden wir jetzt so 1x die Woche weiterführen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass mein Mann es gar nicht so schlecht findet, wenn ich zur Abwechslung mal ihm folge …

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Autor: Judith Riemer

Ehemals diätgeschädigte Jo-Jo-Expertin mit einer riesigen Abneigung gegen Sport und Bewegung aller Art. Der Schrecken aller Turnlehrer und zuverlässige Einnahmequelle der Diätindustrie. Bis sich 2012 über Nacht alles änderte. Ein Bild im Traum und die Reise begann. Ich begann zu laufen, stellte meine Ernährung um und verlor im Laufe der Zeit rund 30 Kilo Übergewicht. Erfahrungsgemäß gehe ich als eine der letzten Läuferinnen ins Ziel, was mir den Spitznamen "Turtlerunner" einbrachte. Nach wie vor bin ich untalentiert in Sachen Sport, aber inzwischen liebe ich es, mich zu bewegen. Und weil du das auch kannst, schreibe ich hier und helfe dir, wo ich kann.

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