veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners


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Neu, neu, neu… sind alle meine Schuhe!

Urlaub zuhause ist ganz schön anstrengend… und lässt den Geldbeutel ziemlich nach Luft schnappen!

Heute hat sich der Sommer mal wieder den Vormittag frei genommen und ich nutzte die Chance, mich nach neuen Laufschuhen umzusehen. Meine alten Asics haben sich so langsam zumindest die Altersteilzeit verdient. Zum Spazierengehen und bißchen Walken sind sie noch ok. Aber der Wälderlauf hat ihnen den Rest gegeben.

Nun bin ich also mit meinem Schlauberger-Wissen (meine Bein-Achsen sind gerade und meine Fußwölbungen sind ganz normal, ich brauche Schuhe für Schwergewichte, aber ansonsten neutral, ich laufe sowohl Asphalt als auch Waldwege und außerdem habe ich sehr breite Füße) in den nächsten Runners Point eingelaufen, und habe mich neunmalklug vor das Regal mit der Aufschrift „Running Women“ gestellt. Und da stand ich dann. Völlig planlos. Eine nette Verkäuferin erbarmte sich dann und fragte, ob sie mir helfen könnte.

Ich ließ mein gesammeltes Wissen vom Stapel und endete mit dem Satz: „Ich brauch auf jeden Fall Schuhe, die mein Gewicht aushalten. Und außerdem hab ich breite Füße.“

Daraufhin zog sie ein Paar total coole blaue Brooks aus dem Regal, fragte mich nach meiner Schuhgröße (man nimmt 1 Nummer größer als bei den Straßenschuhen – in meinem Fall 42, ich lebe auf tatsächlich auf großem Fuß) und erklärt mir dann dass Brooks dafür bekannt ist, dass sie breit sind und außerdem wäre dieses Modell, das irgendwas mit Glyzerin heißt, genau das Richtige wenn man, …. äh… für mein Körpergewicht. Da hat sie tatsächlich etwas gestammelt, scheinbar war ihr dieses Thema leicht unangenehm. Fand ich witzig, da ich ganz offen an die Sache rangegangen bin. Weiß doch selbst, dass ich kein Reh bin.

Dann schnappte ich mir noch ein Paar neue Laufsocken und ging zur Kasse. Auf dem Weg da hin, entdeckte mein Mann (der bezahlen durfte) die Pulsmesser von Garmin, und nahm sich dann ein Prospekt davon mit. Die Verkäuferin zeigte uns dann noch welche von Polar (auch Prospekt mitgenommen) und ich sagte so vor mich hin: „Ja, das wird dann die nächste Anschaffung.“ Die Verkäuferin meinte dann, dass es da ganz unterschiedliche Ausführungen gibt und als ich mir die GPS-Teile von Garmin ansehe fühlt sie sich noch genötigt mich aufzuklären, dass die ganz speziell seien und ich ja wohl eher nur einen zum Puls messen suche!?

Fand ich recht interessant. Nur weil ich also (noch) nicht die Läufer-Idealmaße besitze und eben nicht so aussehe, wie ein Läufer so gängigerweise auszusehen hat, ist die GPS-Puls-Uhr also nix für mich? Wenn die jetzt noch wüsste, dass ich außerdem noch vegan lebe… liebes bisschen, da hätte ich das Weltbild vermutlich sehr ins Wanken gebracht mit meiner falschen Optik. Nett war sie trotzdem. Und hier ist meine neueste Errungenschaft:

 

Nur fürchte ich, ich muss mir langsam mal Gedanken über meinen Zeitplan machen. Eigentlich habe ich so gerechnet: 6 Monate Zeit = minus 20 Kilo + 12 Kilometer Joggen am Stück. Gut, dass hat nicht funktioniert. Jetzt hab ich noch 2 Monate, geschmolzen sind bisher 2 Kilo und Joggen geht grad gar nicht mehr. Mein Knie stört wo’s nur geht. Schätze, dass wäre über ein paar Kilo weniger auch nicht unglücklich. Trotzdem steht der Termin mit dem 7.10.2012.

Was also wäre Plan B? Doch nur walken und dann zusehen, dass es bis zum Jahr 2013 minus 25 kg + 12 KM Joggen sind? Wäre vermutlich realistischer. Stellt mich allerdings echt hart auf die Probe, da ich sehr ungeduldig bin. Aber andererseits geht es nicht um „schnell“ mal was zu erreichen. Es geht schließlich um höhere Ziele wie zum Beispiel meine Gesundheit. Das sollte ich mal nicht vergessen. Und dafür kann man sich doch mal 1-2 Jahre Zeit nehmen… ist ja auch nicht alles von heute auf morgen so ausgeufert.

Und in der Zwischenzeit? Trainieren, motivieren, selber kochen, essen und wieder trainieren! Immer mit dem Ziel vor Augen. Vielleicht ein Halbmarathon 2013? Oder doch ein Viertel? Wie auch immer. Etwas davon wird mir gelingen. Wenn ich dran bleibe.

Dabei und beim Pfunde loswerden hilft mir mein neuer Speiseplan. Und dass der gar nicht mal so schlecht ist, zeigt dieses Bild vom selbst gemachten Kartoffelsalat:

 

… und was noch total cool ist: ich kann meine neuen Schuhe jetzt 4 Wochen testen! Und wenn was nicht passt zurückbringen. Umtauschen gegen andere. Oder Geld zurück. Das find ich fair.

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Urlaub? Vielleicht hätten Sie jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt.

Zurück in der Zivilisation 😉

Gut, das ist etwas übertrieben. Schließlich hatten wir fließend Wasser (sogar warm), Strom und beinahe sämtliche anderen Annehmlichkeiten. Aber wir hatten auch 3 Hunde, die sich scheinbar nur zuhause wirklich wohl fühlen.

Außerdem hatten wie einen Urlaubsort, der auf 1200 Metern lag, was an sich nicht dramatisch gewesen wäre, aber es ging auf linker Seite steil berghoch und rechter Seite steil bergab. Keine Ebene, keine halbwegs flache Wiese, nur hoch oder runter. War nicht ganz so günstig für 3 Flachland-Hunde – und auch für mich als Flachland-Läufer nicht.

Möglicherweise wäre es optimal für ein Höhentraining gewesen. Aber ich bin ja schon froh, wenn ich mich auf der Ebene vorwärts bewegen kann – dazu noch 30 Grad und mehr… das Ergebnis: 2 halb kollabierte Hundedamen, und ein überdrehter Hundemann – dazu eine genervte Möchte-Gern-Läuferin und ein gestresster Ehemann. Urlaub ist was anderes – oder vielleicht nicht? Vielleicht gehört das ja dazu, dass man sich im Urlaub so richtig gestresst fühlt und dann danach zuhause wieder in sich zusammenfällt und denkt: daheim ist doch am schönsten.

Was hatte ich für Pläne was das Kochen angeht! Im Auto war kaum mehr Platz soviel Lebensmittel habe ich mitgenommen. Und was habe ich gekocht? Nachdem ich vorher tagelang mir Speisepläne zusammengestellt habe: 3 Abende lang gab es Nudeln mit Pesto (nicht selbstgemacht). An einem Tag sogar noch ein Highlight: Salat!

An 2 von 3 Tagen blieb ich immerhin meinen Mengen treu, am 3. Tag war es auch damit vorbei (gut, dass wir da heimgefahren sind). Nun bin ich froh, wieder daheim zu sein. Dort kann ich wieder laufen, kochen und muss mir keine Sorgen um die Psyche meiner Hunde machen 🙂 Home sweet Home!


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Geh zurück auf Los!

So, seit ich wieder motiviert bin, habe ich 2 x trainiert. Bin gewalkt und zwischendrin gejoggt. Zumindest habe ich es versucht.

Was mich sehr irritiert: ich krieg kaum noch 2 Minuten hin am Stück zu laufen. Was ist denn passiert? Seit ich bei der Leistungsdiagnostik war ist irgendwie der Wurm drin. Ich hab es doch von Anfang an gesagt… kein Mensch braucht so was 😉 Ne, Spaß beiseite, das war schon gut und auch wichtig. Aber trotzdem klappt irgendwie nix mehr.

Ich walke, wie vorgeschrieben, und mal abgesehen davon, dass ich es so ziemlich todlangweilig finde, tut sich einfach gar nix. Ich werde nicht schneller, ich krieg nicht besser Luft und zu allem Übel sind meine 20 Minuten, die ich mal joggen konnte, auch Schnee von gestern. Alles futsch. Wenn das mal nicht für eine mittelschwere Läuferdepression sorgen kann.

Aber gut, geht nix darüber sich selbst zu motivieren: ich lauf trotzdem weiter. Vielleicht kommt ja das Runner’s High, wenn ich etwas leichter bin. So quasi über Nacht: ich wache auf, 20 kg leichter und jogge dahin, als ob ich nie was anderes täte. Bisschen träumen darf man ja noch…

Also fang ich halt noch mal von vorne an. Egal. Habe mein Ziel einfach etwas verschoben – falls ich es nicht schaffe, den Viertelmarathon zu joggen (die Zeit könnte etwas knapp werden bis Anfang Oktober) dann walke ich ihn eben. Aber nächstes Jahr dann! Aber ich will mal nicht tiefstapeln – möglicherweise sause ich im Oktober auch wie der Wind von Lindau nach Bregenz, dass meinen Kollegen die Ohren schlackern… wer weiß. Ich bin offen für alles.

… und noch ein Nachtrag zu meiner Leistungsdiagnostik, die ich an dieser Stelle noch mal verteidigen möchte: allein dafür, dass ich dieses wunderbare Blutbild bekommen habe auf dem schwarz auf weiß steht, dass ich so was von gesund bin und alle Stoffe habe, die ich brauche, allein das ist es echt wert gewesen. Eine Genugtuung gegenüber allen Zweiflern und Mangelernährung-Lästerern!


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Ich bin wieder hier…

Vor ca. 2 Wochen bin ich aufgestanden und habe mir gesagt. „Schluss jetzt! Ich hab keinen Bock mehr zu trainieren, wenn es eh nix bringt.“ Manch einer fragt sich vielleicht, wieso ich meine, dass es nix bringt.

Ganz einfach: wenn du, sagen wir mal 25kg zuviel wiegst, deine Knie weh tun und du bei jeder Treppe schnaufst wie eine alte Dampflok – und du dann beginnst 4-5 x die Woche zu laufen, du nicht mehr an Menge deswegen futterst – dann gehst du davon aus, dass sich im Laufe der Zeit irgendwas tut.

Vielleicht das hier:

  • du kommst leichter die Treppen hoch
  • du kannst nach und nach die selbe Strecke in kürzerer Zeit laufen
  • deine Hosen passen besser
  • die Waage zeigt vielleicht 1-2 kg weniger an
  • … oder du fühlst dich einfach nur besser, weil vielleicht deine Knie besser drauf sind!

Wenn das aber alles nicht passiert – wenn das einzige, das sich geändert hat, das ist, dass du 4 Stunden die Woche durch die Gegend rennst, ohne eine einzige positive Auswirkung (es sei denn sie wäre sehr versteckt). Dann kommt unweigerlich der Punkt an dem du sagst: „Schluss jetzt.“

Das habe ich auch sämtlichen Menschen in meinem Umfeld mitgeteilt. Die Reaktion war überall dieselbe: „Das kannst du doch nicht machen!“

Klar, kann ich. Und wie ich kann. Ein paar Kollegen meinten, mich mit einem gemeinsamen Training motivieren zu müssen. Das Ergebnis: es fand nie statt, weil immer jemand was anderes vorhatte, oder das Wetter nicht mitspielte. Wie motiviert kann man also sein?

Es geht dann also doch nix darüber, sich selber zu motivieren. Und das habe ich getan. Durch Zufall. Ich stand neulich in Bregenz vor dem Schaufenster der Raiffeisenbank. Das Schaufenster war gerundet, hatte also eine ungewöhnliche Form. Und warum auch immer, sah ich in diesem Spiegel ungefähr 1/3 schmaler aus, als ich jetzt bin. Ich war begeistert! Die Leute rundum in den Cafès waren bestimmt etwas irritiert, als sie sahen, wie ich mich vor dem Schaufenster drehte und wendete und begeisterte Juchzer von mir gab.

Dann, wie es der Zufall wollte, kam eine nette Kollegin von mir, die mir erzählte, sie würde jetzt einen letzten Abnehm-Versuch starten. Sie hätte da so ein Programm gefunden… im Internet. Da wurde ich hellhörig. Könnte man das Programm eventuell auch auf vegan trimmen? Ja, kann man!

Und somit habe ich endlich jemanden gefunden, der mir die lästige Planerei und Überlegerei abnimmt – der mir sagt, was ich essen kann und wieviel davon, denn scheinbar habe ich es wohl doch übertrieben. Ich gab zu vielen Kalorien ein Zuhause. Das hat sich seit letzten Freitag geändert. Ich koche wieder! Stell euch gleich mal meine neuesten Kreationen und Errungenschaften vor:

 

Und schwupps…. ist die Motivation wieder da! Heute geh ich zum ersten Mal wieder raus zu einem Mix aus Walken & Joggen. Die letzte Zeit bin ich ja nur gewalkt. Wie laaangweilig ^^

Falls ich dann doch mal wieder einen Motivationskick brauche, wisst ihr ja wo ihr mich findet: vor der Raiba in Bregenz. Mal sehen, wen ich da noch so alles treffe…


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Wälderlauf – 13,2 Kilometer

Wer mich heute sieht, denkt vermutlich ich hätte ein gröberes Fußleiden. Laufe heute rum, wie eine ältere Dame, die den Stock daheim vergessen hat. Im Leben hätte ich nicht gedacht, dass man vom Walken so einen bösen Muskelkater bekommen kann.

Aber kurz zurück zum Anfang:

Den Samstag Vormittag habe ich genutzt, mein Futterpaket zu schnüren, da ich nicht damit rechnen konnte, was Vegantaugliches zum Essen zu finden auf dem anschließenden Läuferfest. Zusammen mit den Klamotten zum Umziehen, dem Duschzeug und allem was Frau sonst noch so braucht, hatte ich eine ordentlich schwere Tasche dabei. Mein Mann verabschiedete mich mit den Worten „Wir sehen uns dann wieder am Dienstag, deinem Gepäck nach zu urteilen“.

Dann ging es los und meine Schwester und ich fuhren eine gute Stunde nach Schoppernau ins Zielgelände. Dort konnten wir parken und liefen dann mit unseren Taschen los, um diese im Gepäckdepot abzugeben und die Startnummern abzuholen. Man könnte den Weg vom Parkplatz zur Startnummernausgabe auch als Aufwärmübung bezeichnen, denn es waren ca. 400 Meter!

Den gleichen Weg liefern wir wieder zurück und warteten dort auf unseren Shuttle-Bus nach Mellau zum Start. Die Stimmung war super, die Leute gut gelaunt und aufgrund der Party-Atmosphäre hätte man beinahe vergessen können, das wir doch noch einen ordentlichen Fußmarsch vor uns hatten.

Aber spätestens nach dem Startschuss, kam mir diese Tatsache wieder unweigerlich ins Gedächtnis. Was ich sehr motivierend fand, war das alle 500 Meter ein Schild stand mit der Kilometerzahl. Angefeuert wurden wir mit Kuhglocken und im „Gadaschopf“ wurde uns sogar Schnaps angeboten! Haben wir natürlich abgelehnt, wir wollten doch eine gute Zeit erreichen. Zumindest für meine Verhältnisse. Mein Puls war wieder jenseits von … naja, trotz Walken schaffte ich es tatsächlich auf konstante 160 Schläge pro Minute – und der Zieleinlauf lag bei 183 Schlägen. Deutlich unter dem Ergebnis vom Frauenlauf (zur Erinnerung: ich hatte einen Puls von 197). Dennoch fürchte ich, dass die Chancen auf einen gejoggten Viertelmarathon im Oktober nicht besonders gut stehen. Gelangte gestern doch sehr an meine Grenzen.

Das Ergebnis heute: ein richtig, richtig böser Muskelkater, eine blau angelaufene Zehe, eine kleine Fersenverletzung und ein bisschen Stolz, dass ich diese lange Strecke geschafft habe. Dazu kommen noch ein paar kaputt gelaufene Laufschuhe ^^

Aber spaßig war’s und eine Urkunde habe ich auch bekommen: Judith’s Urkunde

Hier noch ein paar Fotos:

 


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Hinterhalt!

Was für ein Wetter! Den ganzen Tag war es schwül-warm. Abends, als eigentlich Laufeinheit angesagt war, fing es an zu donnern und blitzen. Nun gut, eh schon lange nicht mehr im Regen gelaufen. Also habe ich gewartet, bis das Gewitter außer Reichweite war – denn ich will ja nicht vom Blitz erschlagen werden, zumindest noch nicht heute – und dann raus in den Regen.

Nach gut 100 Metern geschah es dann, im strömenden Regen: aus einem Hinterhalt hinter einem Busch stürmten sie plötzlich hervor. Ein riesiger Schwarm mordlüsterner Killerbremsen! Ich wusste gar nicht, dass diese Miestviecher auch bei Starkregen aktiv sind. Und ich schätze, da keine Kühe auf der Wiese waren an denen sie sich satt essen können, waren diese Biester ausgehungert bis zum letzten. Sie haben mich verfolgt über mindestens 200 Meter!!!

Das Ergebnis: strenges Oberkörper-Training (ständiges Drehen und Klatschen) und ein Kurz-Sprint, der eine ungeliebte Pulsspitze (163 Schläge) zur Folge hatte. Der Vorteil: dass es regnet, habe ich total vergessen.

Gestochen wurde ich diesmal nicht – aber muss auch nicht sein, dieser nette Stich auf dem Bild ist nämlich bereits 6 Tage alt und sieht immer noch so wunderbar lila-rot aus.

 

Geschafft habe ich heute also knapp 30 Minuten mit kurzen Jogging – Sequenzen, wenn es abwärts ging – ansonsten wär der Puls zu hoch. Und ich zweifle mal wieder, ob mein Vorhaben – 12 km durchzujoggen – überhaupt umsetzbar ist.

Und jetzt freu ich mich auf einen veganen Kartoffel-Auberginen-Auflauf aus dem neuen Kochbuch – schon cool, wenn man einen kochenden Mann zuhause hat! Mahlzeit!