veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners


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Tag 76 Acoustik Ecstacy

Freitag, 15.6.2012

Wetter: Supersommertag, ca. 25° Grad
Trainingsdauer: ca. 30 Minuten

Heute gleich mehrere neue Erkenntnisse:

  • Musik treibt dich an auch wenn du keine Lust mehr hast
  • führt allerdings auch dazu, es leicht zu übertreiben (schneller!!!!!)
  • wenn man längere Schritte macht wird man schneller (auch ohne Musik)
  • und die Knie tun nicht so weh – wieso bin ich da nicht schon vor Wochen draufgekommen?

Meine Laufdepression konnte ich heute dank iPod ausblenden. Kaum zu glauben, was verschiedenen Rhythmen so launemäßig ausmachen können. Hatte heute schon fast Spaß am Laufen – und kam mir kurzzeitig leicht wie eine Feder vor (gut, der Moment hielt nicht gerade lange an…). Habe heute außerdem keinen einzigen Menschen getroffen beim Laufen, das heißt aber nicht, das ich nicht gesehen wurde.

Letztens erzählt mir meine Mutter, das eine Nachbarin – an deren Haus ich immer vorbeilaufe, wohlgemerkt in mindestens 200 m Entfernung – sie drauf angesprochen hat, dass ich sehr fleißig sei. Ich würde ja bei jedem Wetter gehen und sehr oft. Sie sieht das immer vom Fenster aus. Und jetzt kommt mein Lieblingssatz: „Und gaaanz gemütlich läuft sie“.

Jaaaa, genau!!! Ich kann es nicht mehr hören, weiß selber, dass ich eine Schildkröte bin. Aber Herrschaftszeitennochmal – an alle die darüber lachen und es „nett“ findet, was ich mache: schnallt euch einen Rucksack auf den Buckel, den ihr vorher mit 30kg Gewicht befüllt habt – und dann versucht mal schneller als 6 km/h zu laufen, wenn ihr die Jahre davor nicht mehr Bewegung hattet, als der Rucksack, den ihr auf dem Rücken tragt!

So, das war mein Wort zum Wochenende – und falls noch jemand was zu sagen hat, dann darf er das gerne tun. Ich werde weiterhin „gaaaanz gemütlich“ laufen.


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Tag 74 … Lauf-Depression

Mittwoch, 13.06.2012

Uhrzeit: ca. 19.15 Uhr
Wetter: ca. 10 Grad, Sonne, Wolken, Regen – volles Programm

Ich glaube ich stecke in einer Laufkrise. Ich freu mich zwar schon morgens drauf, abends zu gehen – aber wenn ich dann gehe, habe ich das Gefühl, ich habe total an Kondition abgebaut. Sofern ich jemals so was hatte.

Habe heute also ein Experiment gewagt. Ich habe ausprobiert, ob ich eventuell schneller wäre, wenn ich walken würde. Und dabei wollte ich beobachten was mein Puls macht.

Das Ergebnis: ich jogge gleich schnell wie ich walke. Nur ist das Walken fast anstrengender für mich als das Joggen – da habe ich das Gefühle ich muss hetzen. Während ich beim Joggen einfach sehr langsam bin. Also das komplette Gegenteil. Dasselbe mit dem Puls: beim Joggen konstant bei ca. 140 Schlägen – beim Walken fällt er permanent unter 120 Schläge, dabei bekomme ich fast keine Luft. Hatte schon ein ähnliches Erlebnis auf dem Spinningbike.

Habe das Experiment dann noch um meine X-CO Hanteln erweitert und bin damit gewalkt. Schätze, ich werde morgen einen Muskelkater in Schultern und Oberarmen haben. Aber war eine gute Sache! Werde ich öfter einbauen, denke ich.

Hoffentlich krieg ich bald wieder einen kleinen Schub Motivation – aus welcher Ecke ist mir völlig egal. Aber im Moment ist die Luft raus, im wahrsten Sinne des Wortes.


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Tag 73 wenn ich mich nicht verrechnet habe

Dienstag, 12.06.2012

Uhrzeit: 19.25 Uhr
Wetter: Regen, Regen, Regen in Strömen, ca. 8 Grad

Trainingsdauer: 30 Minuten

Mal wieder ein Training, das ins Wasser verlegt wurde… zumindest fühlt es sich so an. Es goss in Strömen und es war das erste Training seit dem Frauenlauf. Die Pulsexplosion vom Samstag hat dennoch ihre Nachwirkungen. Am Sonntag war’s ja noch so ein bißchen wie ein Kater… Montag ging besser und heute, Dienstag, war er wieder da: der Kaugummi!

Für die, die sich nicht mehr erinnern: als ich angefangen habe zu laufen, hatte ich bei jedem Training einen Kaugummi + Superkleber unter den Schuhsohlen, der mich daran hinderte, so leicht und elegant durch die Wälder zu sausen, wie ich es eigentlich könnte.

Eine Zeit lang dachte ich, der Kaugummi wäre Geschichte. Und heute war er wieder da.Kein sehr aufbauendes Gefühl. Ich schätze, solche Rückschläge gehören wohl dazu.

Training im Regen ist übrigens gar nicht mal so schlecht: sehr erfrischend, kaum Leute unterwegs und man kommt nicht so schnell ins Schwitzen. Und wenn sich das Wasser in den Turnschuhen erstmal auf Körpertemperatur erwärmt hat, fühlt es sich schon fast gut an.


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Frauenlauf 2012

Mission Done!

Ich versuch mich hier mal in kurze Wort zu fassen, was nicht so einfach ist. 2 Tage lang lag ich komplett flach mit einem Magen-Darm-Virus, was mich völlig aus der (Trainings)-Bahn geworfen hat. Bis kurz vor dem Frauenlauf war ich nicht sicher, ob ich überhaupt dran teilnehmen kann. Ich machte es abhängig von der Startnummernausgabe: wenn ich es schaffe von zuhause nach Bregenz zu fahren, zur Werkstattbühne zu laufen, meine Nummer und die restlichen Schätze abzuholen – und das alles ohne ein WC zu benötigen und ohne sonstige Schwächeanfälle, dann würde ich antreten.

Hab ich auch gemacht. Und ich bin sehr froh, dass ich es getan habe. Für die, die nicht soviel lesen möchten, hier die Hard Facts:

5 Kilometer in 50 Minuten und 20 Sekunden.

Für die, die wissen wollen, WIE es war, die kriegen ein paar Worte mehr:

Es war eine ganz tolle Stimmung, das Wetter war perfekt (bewölkt und relativ frisch) und ich habe noch niemals so viele Frauen auf einem Haufen gesehen. Die Minuten vor dem Start waren total aufregend, als sich die ganze Masse so langsam in Richtung Start geschoben hat (ich war ja im vorletzten Starterblock).

Wir hatten einen ganz speziellen Anheizer: ein Bewohner von den Blocks neben der Strecke, hat die Veranstaltung zu seiner ganz persönlichen Show gemacht und auf dem Balkon für uns getanzt und sein Hemd geschwungen… war sehr sehenswert ^^

Dann ging es los. Und das möchte ich in kurze Worte fassen:

  • Nordic Walking Gruppen sind nervtötend und definitiv auch gefährlich, denn sie sind bewaffnet
  • Zuschauer am Streckenrand sind sowohl motivierend als auch angsteinflössend – auf jeden Fall aber pulserhöhend
  • Beim Lauf selber muss man keine Angst vor Pulsspitzen haben, aber vor Pulsexplosionen
  • Es gibt immer auch jemanden, der dir eine Alternative bietet: nämlich eine Parkbank und ein Bier
  • die unsportlichsten Zuschauer rufen dir die blödsten Kommentare zu – und es ist fies, wenn du dann die Luft nicht hast zum frech antworten (meine Schwester hatte sie zum Glück… hahaha)
  • Zieleinlauf ist eine geile Sache – egal, wie lang du gelaufen bist!

Als kleines Fazit: es war toll, aber ich habe die Wirkung der Menschen, die dich anfeuern (oder eben auch nicht) total unterschätzt. Mein Puls erklomm schwindelnde Höhen, weswegen ich mich heute auch nicht soooo toll fühle, und ich konnte es nicht kontrollieren. War zeitweise sogar über meinem Maximalpuls und das hat mich etwas erschreckt. Aber es war ein tolles Erlebnis!

 

 

 

 

 

 


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Tag 68 Jogging im Sitzen.

Donnerstag, 7.6.2012

Trainingsrhythmus: 20 – 60 Minuten Jogging im Sitzen
Strecke: Bett – Keramikabteilung – Bett – Keramikabteilung – Sonnenliege – Keramikabteilung – Bett

Der Alptraum eines jeden Läufers (zumindest meiner): ich bin krank!
So ein fieser Magen-Darm-Virus hat mich gestern volle Breitseite erwischt und bewirkt dass ich weder gestern noch heute trainiert habe.  Und nur zur Erinnerung: übermorgen ist der Frauenlauf – und ich hänge hier rum wie ein Schluck Wasser.

Es ist 16.30 Uhr und ich bin erst seit ein paar Stunden auf den Beinen. Beziehungsweise schleppe ich mich von der Couch zum Bett und zurück.

Also habe ich „Jogging im Sitzen“ ausprobiert. Das ist eine Art Akupressur aus dem Japanischen Heilströmen. Man setzt sich auf seine Handflächen drauf und bleibt so einige Minuten sitzen. Angeblich hilft es gegen Magenkrämpfe und Durchfall und es soll ein Fitnesstraining für alle Muskeln und Gelenke sein. Wenigstens eine Art der Bewegung, die ich ausüben kann. Besser als nix.

Es scheint zu wirken, im Moment geht es mir etwas besser… werde das heute noch mehrmals testen. Es tröstet mich trotzdem nicht über den Frust hinweg, dass ich nicht laufen gehen kann. Hätte nie gedacht, dass ich sowas mal sage. Es geschehen noch Zeichen und Wunder!


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Tag 66 Beginn der Professionalisierung

Dienstag, 05.06.2012

Uhrzeit: ca. 18.15 Uhr
Wetter: schön, ca. 16 Grad

Trainingsrhythmus: 20 min. Laufen/ 1 min. Gehen insgesamt ca. 30 Minuten

Es geht los! Die 10. Laufwoche beginnt und das heißt ich kommen in den Monat der „Professionalisierung“ laut meinem Laufbuch. Das klingt doch schon mal totaaal vielversprechend, oder?

Im Klartext heißt das: 5 x die Woche trainieren und zwar DI/MI/FR/SA/SO und es geht los mit 200 Minuten pro Woche, also 3 Stunden 20 Minuten.

Außerdem heute noch eine weitere Premiere: zum ersten Mal 20 Minuten am Stück gelaufen! Dabei habe ich festgestellt, dass es einerseits gut ist, nach Plan zu laufen, und andererseits stressig, weil man irgendwie dauernd auf die Uhr schaut, wann die nächste „Pause“ ist. Das sollte ich mir langsam abgewöhnen, zumal ich die Pausen auch nicht wirklich brauche, aber es ist halt ein näheres Ziel, als wenn ich sage, ich lauf jetzt mal 1 Stunde am Stück.

Habe heute wieder einen Pokal von meiner Pulsuhr bekommen ^^ Ist zwar lächerlich, aber irgendwie freut es mich. Ich habe letzte Woche tatsächlich 1.792 kcal verbrannt laut meiner Uhr. Scheinbar hab ich das direkt wieder raufgefuttert, denn weniger werde ich einfach nicht. Aber egal!

Der Samstag rückt näher… 5 Kilometer… spannend!!!