veganmarathon

aus dem laufalltag eines turtlerunners


Hinterlasse einen Kommentar

Tag 91 1x Motivation, bitte!

Samstag, 29.6.2012

… eigentlich hätte ich gedacht, es braucht mehr als ein stechendes Insekt, um mich aufzuhalten. Scheinbar habe ich mich da getäuscht. Ich wurde ja bereits gestern von nicht veganen, fliegenden kleinen Blutsaugern angegriffen. Gestern abend sah ich zwar schön gepunktet aus, aber nicht weiter schlimm.

Heute morgen hatte ich eine Beule an meinem Knie. Durchmesser ca. 4 cm, knallrot und steinhart. Im Laufe des Tages schwollen auch die anderen Stiche an – und der an meinem Knie beträgt nun rund 7 cm im Durchmesser. Und es schmerzt! Es juckt nicht nur, es tut richtig weh. Hat jemand vielleicht einen sinnvollen Tipp, wie man sich gegen diese Biester wehrt?

Morgen ist das letzte Training für diese Woche, wird auf jeden Fall gemütlich werden, da ich gestern knapp 2 Stunden gelaufen bin und heute morgen 1 Stunde, Mittwoch auch. Insgesamt habe ich dann knapp 5 Stunden trainiert und ca. 2.500 kcal verbrannt. Es läuft also soweit ganz gut – mit dem Walken komm ich klar.

Aber ich seh trotzdem noch nicht so ganz, wie mich dieses Procedere dazu bringen soll, im Oktober 12 Kilometer zu joggen. Ich sportle also 4-5 x pro Woche – für die meisten Menschen sieht es vermutlich so aus als würde ich einfach nur spazieren gehen. Gut, für die meisten Menschen ist das, was ich als Sport bezeichne, vermutlich ein Spaziergang.

Zusammengefasst: ich merke keine Steigerung der Kondition, bin immer noch sehr hochpulsig. Ich verliere kein Gramm an Gewicht. Ich mache Sport in einem Tempo, dass andere als Spaziergang bezeichnen. Ich habe ein Knie, das 3 x so dick ist wie normal (und ich hätte nie gedacht, dass das tatsächlich möglich ist). Alles in allem könnte man sagen, ich bin dezent frustriert und ziemlich unschlüssig, ob das tatsächlich was wird mit dem Marathon.

Motiviert mich mal bitte wer?

 

Advertisements


Hinterlasse einen Kommentar

Tag 85 … passend: 8,5 km

Sonntag, 24.6.2012, 9.30 Uhr

Nach knapp 8 Stunden Schlaf (was für mich an einem Sonntag in etwas gleichbedeutend ist, wie die Nacht durchzumachen), habe ich mir den Wecker gestellt. Denn heute war die längste Laufeinheit der Woche angesagt: 90 Minuten.

Ich war wieder in Begleitung meiner Schwester unterwegs – wir starten auch am 14.7.2012 gemeinsam beim Wälderlauf. So hatte ich keine Ausrede (hätte meinem Schweinehund eh nix genutzt, der hat momentan Sendepause). Vom gestrigen Walken hatte ich ein leichtes Ziehen in den Waden. Komischerweise hatte ich das beim Joggen bisher noch nicht.

Wetter war jedenfalls super – ich hatte heute ein total uncooles Bauchtäschchen dabei. Sieht sowas von unvorteilhaft aus – aber ich brauchte das Wasser, das ich dabei hatte. Habe nämlich festgestellt, dass ich bei der Wärme und den langen Bewegungseinheiten schnell Kreislaufprobleme bekomme.

Für unseren Fleiß wurden wir aber mit sensationellem Ausblick belohnt!

Der Nachmittag verlief dann allerdings sehr gemütlich – ich kann mich nämlich kaum mehr bewegen und werde heute schlafen wie ein Stein. Vermutlich komme ich morgen die Treppen nicht mehr hoch vor Muskelkater in den Beinen, der bahnt sich bereits an.

Ich verstehe das absolut nicht – was habe ich denn vorher beim Joggen falsch gemacht? Da hatte ich nie so muskuläre Ausfallerscheinungen… ich bin vielleicht wirklich noch nicht soweit. Hmpf… ich hoffe echt, dass der Plan aufgeht und ich bis im Herbst joggen kann. Im Moment strengt mich das Walken jedenfalls mehr an als das Joggen.


Hinterlasse einen Kommentar

Tag 84 Nudelparty :)

Tag 84 Samstag, 23. Juni 2012

Gestern nachmittag konnte ich mir noch meine Ergebnisse der Diagnostik abholen, da ich in meiner Euphorie, den Laktattest überlebt zu haben, glatt den Pulsgurt des Diagnostikzentrums entführt habe – den brachte ich zurück und holte mir direkt meine neuen Trainingsanweisungen.

Zusammenfassung:

  • Puls zwischen 116 – 152 ist – unbedingt einhalten (ab 152 bin ich schon im anaeroben Bereich – also quasi nach dem Aufstehen)
  • Joggen nur noch max. 1 x pro Woche und auch das nur noch max. 30 Minuten
  • 3 x pro Woche walken im o.g. Pulsbereich und zusätzlich 1 x Spinning oder Schwimmen
  • diese Art des Trainings trainiert den Fettstoffwechsel
  • erst ab ca. August kann ich wieder vermehrt Laufeinheiten einbauen
  • Kilos abwerfen wäre sinnvoll – sonst wird es nix mit dem Viertelmarathon im Oktober

Zum letzten Punkt kam dann noch die Empfehlung nicht so viel Kohlenhydrate zu futtern. Tjaaaaaa…….. ich überlege gerade. Kohlenhydrate sind so ziemlich überall drin. Und jetzt jeden Abend nur noch Tofu & Salat zu futtern, ist auch nicht unbedingt meine Sache. Falls also wer eine sinnvolle Idee hat, wie ich das auf vegane, sattmachende und gut schmeckende Art und Weise bewerkstelligen könnte, bitte gerne Infos an mich.

Auf diese Empfehlung hin hab ich mir heute auf dem Grillfest einen lecker Nudelteller gegönnt (eigentlich sogar zwei, aber das bleibt unter uns). Denn ich habe einen Thai-Nudelsalat mit Mango und Cashewnüssen gemacht. Und eine Kollegin von mir hat extra für mich einen Spaghetti-Salat mit Bio-Rucola gemacht – mit getrockneten Tomaten. Mmmmh!

Soviel zum Thema Kohlenhydrate reduzieren.

Die Laufeinheit selber heute war sehr gut – es ist anstrengend so schnell zu walken, dass ich den angegebenen Pulsbereich erreiche. Von „gemütlich“ ist da keine Rede. Sogar meine Schwester, die heute dabei war, sagte, dass walken ziemlich fordernd ist.

Jetzt muss ich aber echt in die Falle – es ist 0:18 Uhr und um 9.00 Uhr bin ich schon wieder zu einer 1,5-stündigen Laufeinheit verabredet.


Hinterlasse einen Kommentar

Leistung, Laktat und leichte Panik.

Geschafft! Heute ist der 22. Juni 2012 und ich habe meine 2. Laktatmessung in diesem Leben hinter mir.

Mit dem Unterschied zur letzten: heute hat alles geklappt! Lag wohl doch nicht an mir… haha… ich war gut. Höchstpuls von 179 während der Belastung – ich durfte auf so ein sensationelles Woodway-Laufband auf dem man lauft wie auf Waldboden – und alles in allem waren wir nach gut 15 Minuten durch. Zumindest mit der Laktatbestimmung. Ich weigere mich ja nach wie vor noch beharrlich, Fotos von mir hier einzustellen – aber heute hätte es sich echt rentiert.

Auf dem Laufband war ich angeschnallt wie ein Bergsteiger (von oben angeschnallt) – dazu die Saugnäpfe vom EKG und dann noch dieses komische Ding was man in den Mund nimmt, um reinzuatmen. Ich hatte Ähnlichkeit mit einem Tiefseetaucher, der zum Bergsteigen geht. Dann der absolute Horror: direkt vor mir hing ein körpergroßer Spiegel! Und ich musste mir die ganze Zeit selber zusehen, beim Laufen. Kein gerade sehr erbauender Anblick – aber auch das ging vorbei.

Mein linkes Ohrläppchen hat nun in etwa Blumenkohlgröße, da es mindestens 5-7 x gepiekt wurde, um Blut abzunehmen. Mein rechter Arm war ferrarirot, da dort in jeder Pause Blutdruck gemossen wurde.

Am besten war die Körperfettmessung – da wurde nur mein Oberarm mit Lineal vermessen und dann ein schwarzes Ding drauf gedrückt, dass einen Lichstrahl durch meine Schwungmasse schickt und das sagt dir dann die Dinge, die du lieber gar nicht wissen willst. Aber zumindest tut es nicht weh. Körperlich. Von psychischen Schäden mal ganz zu schweigen.

Ärztliche Untersuchen war sehr ausführlich – ich glaube, so genau hat mich ein Arzt noch gar nie angeschaut und abgehört. Und das Ergebnis: ich habe keine Fußfehlstellung, mein Becken ist gerade und mein Knie ist nur beleidigt, weil ich ihm zuviel zumute. Aber alles in allem habe ich grünes Licht fürs Laufen! Kleine Randbemerkung: ich habe einen Schulterhochstand, wie es eigentlich nur Linkshänder haben (bin aber Rechtshänder) was vermutlich daher kommt, dass ich beim Steirische spielen, meinen linken Arm kraftvoll einsetze… wer hätte das gedacht! Ich krieg eine Schulter wie Arnie, nur weil ich Musik mache. Auch nicht schlecht.

Hier noch ein paar Bilder des Ganzen (natürlich ohne mir drauf, das kommt erst später, so in 10 – 25 kg 🙂

 


Hinterlasse einen Kommentar

Tag 80

Dienstag, 19.6.2012

Was für ein schwüler Tag heute! Schon nur beim Sitzen kam man ins Schwitzen, ohne etwas zu tun. Aber das hält mich natürlich nicht davon ab, meinen Trainingsplan einzuhalten. Allerdings mit kleinen Hindernissen…

Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, am Freitag endlich diese Leistungsdiagnostik und die Untersuchung zu machen. Mein Knie plagt mich derzeit übel… heute war meine Laufeinheit 30 Minuten – mit einigen Gehpausen eben wegen des Knies. Sehr ärgerlich, so wird das nie was mit dem Marathon – es sind noch gut 3 Monate Zeit und ich schaffe es nicht mal, 30 Minuten zu joggen. Aaaargghhh! Das ist so nervig.

Meine Nachbarin, die mich immer beobachtet, hatte heute bestimmt ihre helle Freude, als ich humpelnd und „gaaaanz gemütlich“ an ihrem Haus vorbeigekrochen bin.

Und noch was, was mich dezent unter Zeitdruck setzt: nur noch 24 Tage bis zum Wälderlauf!
13,2 Kilometer von Mellau nach Schoppernau. Die werde ich „nur“ walken – aber mit lädiertem Knie ist auch das utopisch. 13 Kilometer! Wie kam ich bloß auf die Idee? Unfassbar. Wisst ihr wie weit 13 Kilometer sind?  Weiß ICH wie weit 13 Kilometer sind? Frage mich gerade, wie ich darauf kam, dass ich das jetzt bereits schaffen könnte, auch wenn ich es nicht jogge. Aber gut, wir werden sehen.

Am besten war heute jedenfalls die Belohnung danach: Gemüse-Strudel mit Soja-Bolognese. Das war’s wert.


Hinterlasse einen Kommentar

Tag 78

Sonntag, 17.6.2012

Letzte Laufeinheit dieser Woche: ca. 60 Minuten
Wetter: sonnig, warm und einfach schön!

Hatte heute Verstärkung, da meine Schwester mitlief. Und das war auch ganz gut so. Manchmal ist es sehr praktisch wenn du jemanden dabei hast, der dir durch Gespräche die Zeit verkürzt. Es ist nicht so, dass ich die Lauferei nicht genieße, aber wie bereits erwähnt, ist es für mich trotzdem immer auch eine große Anstrengung und Überwindung. Von daher nutze ich gerne alle Möglichkeiten, mir das Laufen angenehmer zu machen.

Eine seltsame Feststellung habe ich heute gemacht: ich leide ja immer mal wieder unter mehr oder weniger starken Knieschmerzen. Heute morgen, noch halb im Schlaf, dachte ich, das ich heute gar nicht laufen könnte. Das doofe Knie hat sich echt aufgeführt, dass ich dachte, jetzt ist meine Läuferkarriere am Ende. Dann bin ich aufgestanden.

Paar Schritte gegangen, Frühstück gemacht, angezogen… und dann raus. Und während dem Laufen, und überhaupt in Bewegung, hatte ich kaum bis gar keine Schmerzen. Nur wenn ich faul rumsitze oder liege, oder wenn ich Drehbewegungen im Knie mache. Sehr ominös. Werde es im Auge behalten.

Vielleicht bringt der nächste Freitag etwas Aufschlussreiches: ich gehe tatsächlich zur Leistungsdiagnostik (über die ich noch vor wenigen Wochen ziemlich geschimpft habe, aber man muss ja flexibel sein heutzutage). Dort werde ich dann untersucht so allgemein und orthopädisch und dann gibt’s ein Ruhe- und Belastungs EKG und natürlich die unvermeidliche Laktatmessung. Mal sehen, ob sie dieses Mal funktioniert… bin ja ein gebranntes Kind, was das angeht. Vielleicht bin ich ja ein medizinisches Wunder, was den Puls angeht – das würde dann einiges erklären. Noch 4,5 Tage Zeit, mich an diese Vision zu klammern… dann naht die nackte Wahrheit.

 


2 Kommentare

Tag 77

Samstag, 16.6.2012

4. Lauftraining dieser Woche, heute insgesamt ca. 40 Minuten

Es war relativ unspektakulär – scheinbar gewöhne ich mich langsam an diese Art der Fortbewegung. Heute wurde ich gefragt, ob es denn nicht mittlerweile so ist, dass ich mich mich auf das Laufen freue bzw. es brauche und mich gut dabei fühle.

Gute Frage… ich freue mich schon auf das Laufen und es ist auch fast schon so ein bisschen wie Zähneputzen – es gehört einfach dazu. Dennoch ist es für mich sehr mühsam, was zweifelsohne an meinem Gewicht liegt. Aber ich gebe trotzdem nicht auf, weil ich einfach ein sehr gutes Gefühl habe, das für mich zu tun.

Heute wurde ich außerdem gefragt, ob ich laufe, um abzunehmen. Wiederum gute Frage… nein, ich laufe nicht um abzunehmen. Ich laufe, um zu laufen. Ich laufe, weil ich wissen will wo meine Grenzen sind. Weil ich sehen will, wie weit ich komme. Weil ich spüren will, ob es auch mit meinem Körper möglich ist, eine Läuferin zu sein. Inzwischen laufe ich aber auch, weil ich gemerkt habe, dass es mir gelungen ist, sehr viele Menschen dazu zu bringen, ebenfalls zu laufen – und das einfach nur, weil ich diese verrückte Idee von einem Marathon hatte. Gibt es einen besseren Grund?

… ich freue mich auf morgen. Sonntag: 60 Minuten Laufzeit. Und ich weiß, dass es wieder mühsam wird und ich wieder fluchen werde, wenn es nicht so schnell und leicht geht, wie ich es gern hätte. Ich freu mich trotzdem auf morgen. Denn morgen ist ein Lauftag.